Das Renaissanceschloss, eine Kirche mit mehreren datierten Bauphasen und die Felsengärten an der Enz geben Mühlhausen an der Enz unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Baugeschichte, Ortsgeschichte und Landschaft. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, hilft es, zuerst den gewünschten Schwerpunkt zu bestimmen. Im Mittelpunkt stehen historische Bauwerke, der Enztalblick und ein Wanderweg durch ein historisches Weinanbaugebiet – unterschiedliche Themen, die Ihre Auswahl für einen Aufenthalt prägen können.
Schloss und Kirche mit unterschiedlichen Bauphasen
Das Renaissanceschloss der Familie Thumb stammt aus dem Jahr 1566 und besitzt zwei achteckige Ecktürme. Die evangelische St.-Albanskirche ist eine Pfarrkirche von 1458, für die ältere Gebäudeteile verwendet wurden; ihr Chorturm stammt aus dem Jahr 1526. Damit stehen unterschiedliche Baugeschichten nebeneinander: ein Renaissance-Schloss mit klar benannten Ecktürmen und eine Kirche, deren Baugeschichte ältere Teile sowie einen später datierten Chorturm umfasst. Im Turm der Albani-Kirche befindet sich außerdem ein kleines Museum.
Felsengärten und Blick ins Enztal
Das Naturschutzgebiet „Felsengärten Mühlhausen“ umfasst einen Prallhang der Enz, natürliche Felsbildungen und Weingärten. Ein Prallhang bezeichnet die Außenseite einer Flusskurve; die Bezeichnung verweist damit auf eine konkrete Geländeform und nicht nur auf die Nähe des Flusses. Zusammen mit den natürlichen Felsen und den Weingärten stehen im Schutzgebiet geologische Formen und Weinbau nebeneinander. Der ausgeschilderte Aussichtspunkt Enztalblick liegt oberhalb des Enztals an einem Feldweg nahe der Straße zwischen Roßwag und Mühlhausen an der Enz. Für die Orientierung sind die Position oberhalb des Tals sowie der Feldweg und die genannte Straßenbeziehung konkrete Anhaltspunkte.
Wanderwege mit unterschiedlichen Orientierungspunkten
Der Wanderweg HW10 führt durch ein historisches Weinanbaugebiet; beim oberen Weinbergweg ist das Schloss von Mühlhausen als Endpunkt angegeben. Die Angaben unterscheiden sich in ihrem Nutzen für die Planung: Beim HW10 steht die Landschaft des Weges im Vordergrund, während der obere Weinbergweg ein konkretes Ziel benennt. Wenn Sie eine Route nach ihrem thematischen Umfeld auswählen, bietet der HW10 den Bezug zum historischen Weinbaugebiet. Ist ein benannter Endpunkt für Ihre Auswahl wichtig, ist beim oberen Weinbergweg das Schloss der Orientierungspunkt.
Kulturhistorische Wege im übergeordneten Reiseziel Mühlacker
Im übergeordneten Reiseziel Mühlacker ist der gut 40 Kilometer lange Eppinger-Linien-Weg eine weitere kulturhistorische Wanderperspektive. Er verläuft zwischen Eppingen und Mühlacker entlang der 1695 unter dem Türkenlouis errichteten Verteidigungsanlage und ist ausgeschildert sowie mit Informationstafeln versehen. In Mühlacker sind die Eppinger Linien noch als erkennbare Schanzgräben erhalten; die beiden sogenannten Fürstenbergschanzen bei Mühlacker gehörten zur ersten Bauphase. Die Anlage wurde von 1695 bis 1697 zur Verteidigung gegen die Expansionsbestrebungen Ludwigs XIV. errichtet. Eine andere historische Form zeigt die mittelalterliche Ruine Löffelstelz, auch Burg Dürrmenz genannt: Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde 2005 und 2006 saniert. So stehen in Mühlacker eine Verteidigungsanlage mit erhaltenen Erdwerken und eine mittelalterliche Burgruine als unterschiedliche kulturhistorische Themen im Blick.
Weitere Reiseziele entdecken: Großglattbach, Lomersheim.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mühlacker.