Schmuckkunst von der Antike bis zur Gegenwart, ein Panorama des Amazonasbeckens und Erlebnisse im Wald geben Pforzheim unterschiedliche Seiten. Für Ihre Planung können Sie danach unterscheiden, ob Museen und Stadtgeschichte, ein großformatiges Panorama oder Aktivitäten im Freien den Schwerpunkt bilden.
Schmuck, Stadtgeschichte und Kunst
Das Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus zeigt rund 2.000 Schmuckkunst-Exponate – von der Antike bis zur Gegenwart. Damit reicht der zeitliche Bogen weit, während das Stadtmuseum einen anderen Zugang zur Vergangenheit bietet: Es präsentiert Pforzheims Geschichte vom Mittelalter bis in die Nachkriegszeit. Wer sich für eine einzelne Persönlichkeit interessiert, findet im Museum Johannes Reuchlin auf vier Ebenen Themen zu Herkunft, Leben, Werk und Wirken des Pforzheimer Humanisten.
Auch die Pforzheim Galerie verbindet einen konkreten Ort mit Kunstbezügen zur Stadt und Region. Sie befindet sich in der ehemaligen Schmuckfabrik Kollmar & Jourdan und zeigt regelmäßig wechselnde Ausstellungen aus der städtischen Kunstsammlung. Im Mittelpunkt stehen Künstlerinnen und Künstler des 19. bis 21. Jahrhunderts, die einen Bezug zu Pforzheim und zum Nordschwarzwald haben. Da das Ausstellungsprogramm wechselt, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Ausstellungen.
Im Archäologischen Museum am Kappelhof begegnen Sie Originalfunden aus Pforzheim und dem Enzkreis an einem archäologischen Schauplatz mit Fundamenten römischer Wohngebäude. Zusammen mit Stadtmuseum und Reuchlin-Museum ergibt sich so ein Wechsel zwischen archäologischen Spuren, der Stadtgeschichte über mehrere Jahrhunderte und dem Leben einer einzelnen historischen Persönlichkeit.
Gasometer: Industriegeschichte und Panorama
Der Gasometer Pforzheim wurde 1912 erbaut und diente fast 100 Jahre als Ausgleichsbehälter der Pforzheimer Gasversorgung. Heute gehört er landesweit zu den letzten erhaltenen Glockengasbehältern. Die Industriegeschichte des Bauwerks bildet einen eigenen Aspekt eines Besuchs, der sich zugleich auf das dort gezeigte Panorama richtet.
Das 3.000 m² große Riesenrundgemälde AMAZONIEN zeigt unterschiedliche Vegetationsformen des Amazonasbeckens und dessen komplexes Ökosystem. Vom Besucherturm aus lässt sich das Panorama auf mehreren Ebenen betrachten. Da sich Ausstellungsinhalte durch das Programm ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch, was aktuell gezeigt wird.
Surfen, Wildpark und Klettergarten
Mitten in Pforzheim liegt die blackforestwave im Metzelgraben, einem von der Nagold abgeleiteten Kanal zwischen Stadtgarten und Kupderdächle. Der Betrieb wird von den Wasserständen beeinflusst. Nichtmitglieder können bei bestimmten Veranstaltungen, den sogenannten Open Surf Days, online buchbare Surfslots reservieren. Prüfen Sie vor der Anreise die Veranstaltungstermine und Buchungsbedingungen.
Ein anderer Schwerpunkt liegt im Wald: Der Wildpark Pforzheim befindet sich in einer idyllischen Waldlandschaft und ermöglicht Begegnungen mit heimischen und bedrohten Tierarten in naturnaher Umgebung. Direkt neben dem Wildpark liegt der Waldklettergarten. Dort gibt es zehn Parcours in bis zu 13 Metern Höhe; Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene können klettern. Saisonale Betriebsdetails können variieren, daher ist es sinnvoll, diese vor einem Besuch zu prüfen.
Anreise und Ausgangspunkt für Wanderungen
Pforzheim ist mit Zug, Auto und Bus gut erreichbar; der Hauptbahnhof liegt zentral in der Stadt. Die Tourist-Information befindet sich am Schloßberg 15–17 und ist vom Bahnhof aus zu Fuß erreichbar. Da sich Öffnungszeiten ändern können, informieren Sie sich am besten vor Ihrem Besuch über die aktuellen Öffnungszeiten.
Pforzheim ist außerdem ein Ausgangspunkt der Fernwanderwege Westweg, Mittelweg und Ostweg. Wenn Sie eine Wanderung planen, prüfen Sie Wegführung, Beschilderung und Bedingungen vor Ort.
Pforzheim und der Enzkreis: Stadt und Region unterscheiden
Der Enzkreis liegt in der Region Nordschwarzwald im Herzen Baden-Württembergs zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe und umschließt die kreisfreie Stadt Pforzheim. Seine Landschaften sind vielfältig: Der Nordwesten gehört zum Kraichgau, wo Äcker, Wiesen und Weinberge das Bild bestimmen. Im Stromberg wechseln bewaldete Höhen, sanfte Täler und sonnige Weinlagen. Im Heckengäu prägen Wacholderheiden sowie Schlehen- und Weißdornhecken die kargere Landschaft; im Südwesten öffnet sich der Nordschwarzwald mit Tannenwäldern, Waldwiesen, Hochebenen und engen Tälern.
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