Neuffen verbindet Weinbaugeschichte mit markanten Bauwerken und einem konkreten Wanderziel: der Burg Hohenneuffen. Am Kelterplatz wird die enge Verbindung von Stadt- und Weingeschichte greifbar; zugleich beginnt in Neuffen der Premiumwanderweg „hochgehkeltert“. So können Sie für Ihren Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte setzen: auf Ortsgeschichte, Wein oder eine Wanderung durch Weinberge und Heide hinauf zur Burg.
Weinbau und Stadtgeschichte
Die Stadt- und Weintour in Neuffen lädt zu einem Augen- und Gaumenschmaus ein. Erste Eindrücke und Geschichten am Kelterplatz zeigen, wie eng Stadt- und Weingeschichte miteinander verbunden sind. Dort steht die 2006 errichtete Scheune am Kelterplatz, eingefasst von zwei denkmalgeschützten Häusern. Sie wurde als Marktscheune für einen Erzeuger- beziehungsweise Wochenmarkt gebaut.
Der Weinbau ist eng mit der Geschichte Neuffens verbunden und wurde dort erstmals 1239 erwähnt. Im Mittelalter gab es nachweislich vier Keltern. Auch die heutige Sortenvielfalt gibt Einblick in den Weinbau: Zu 50 Prozent ist die Rebfläche mit weißen Rebsorten bestockt, darunter Silvaner, Müller-Thurgau, Kerner, Riesling, Weißburgunder und Ruländer. Daneben werden rote Sorten angebaut: Spätburgunder, Schwarzriesling, Dornfelder, Portugieser, Lemberger, Trollinger und Acolon. Die Sortenverteilung kann sich im Lauf der Zeit verändern.
Martinskirche und Großes Haus
Die Ursprünge der Martinskirche reichen vermutlich bis ins 6. Jahrhundert zurück. Die Kirche in ihrem heutigen Ausmaß wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. In ihrem Inneren befindet sich der Ölberg, ein 1504 von Albert Schaich gestiftetes Steinmetzkunstwerk. Es zeigt den Gebetskampf Jesu im Garten Gethsemane und den Verrat des Judas und überstand die Brandkatastrophe.
Für die Martinskirche sind von April bis Oktober täglich Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr angegeben. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob diese Zeiten weiterhin gelten. Das Große Haus beherbergt das Stadtmuseum und die Stadtbücherei. Als selten gewordenes Beispiel eines adeligen Freisitzes an der Stadtmauer ist es auch aus architektonischer Sicht bemerkenswert. Informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Besuchsmodalitäten.
Wandern zur Burg Hohenneuffen
Der Hohenneuffen zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen der Gegend. Von dort reicht der Ausblick entlang der Albkette über das Neckarland und die Stuttgarter Höhen bis zum Schwarzwald und ins Schwäbische Bergland. An der Burg sind Teile der mehr als drei Meter starken Schildmauer und der inneren Ringmauer erhalten.
Der Premiumwanderweg „hochgehkeltert“ beginnt direkt in Neuffen und führt durch Weinberge und die Neuffener Heide hinauf zur Burg Hohenneuffen mit ihrem Aussichtsrestaurant. Die Route verbindet damit den Weg durch die Landschaft mit einem Ziel, das zugleich für seine Aussicht und erhaltenen Mauerteile bekannt ist.
Für weitere Wandermöglichkeiten enthält die Neuffener Wanderkarte fünf Touren, die mit Unterstützung der Ortsgruppe Neuffen des Schwäbischen Albvereins zusammengestellt wurden. Während „hochgehkeltert“ mit Start, Landschaften und Ziel konkret beschrieben ist, bietet die Karte einen Überblick über fünf zusammengestellte Wandertouren. So können Sie bei der Planung zwischen einer klar benannten Route zur Burg und der Auswahl aus mehreren Touren unterscheiden.
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