Mühlhausen im Täle liegt im Double Albtrauf der Schwäbischen Alb und im Filstal. Wer den Ort für eine Reise auswählt, kann zwischen Wanderwegen mit unterschiedlichen Landschaftsbildern, Höhlenformationen und kulturhistorischen Stationen wählen. Die Wege führen durch Täler und über offene Flächen; an mehreren Stellen gehören Ausblicke auf das Filstal und seine markanten Bauwerke dazu.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Die Schönbachrunde folgt dem Schönbachtal in Richtung der Hänge des Rufsteins. Ziegen- und Schafbeweidung entlang der Runde erhält Wacholderheiden und Kalkmagerrasen am Albtrauf. Damit gehört neben dem Wegverlauf auch die durch Beweidung geprägte Landschaft zu den Besonderheiten dieser Tour. Die Runde erreicht außerdem die Kreuzkapelle, von der aus sich Blicke auf Gosbach und Mühlhausen im Täle bieten.
Der Buchweg führt auf die Buchhochfläche und eröffnet einen Blick auf Mühlhausen im Täle. Seine Strecke quert offene Wiesen, Hecken und eine Wacholderheide am Albtrauf. Hinzu kommen Ansichten der Eisenbahntunnel und beider Filstalbrücken. Die Filstalbrücke liegt an der ICE-Strecke zwischen Mühlhausen im Täle und Wiesensteig. Wer bei einer Wanderung sowohl offene Landschaft als auch die Bahnarchitektur im Blick haben möchte, findet auf dem Buchweg eine andere Kombination als auf der Schönbachrunde.
Auch die Eselhöfe-Tour verbindet verschiedene Weg- und Landschaftstypen: Sie verknüpft Wald- und Feldwege mit der Todtsburger Höhle und dem Todtsburger Schacht. Offener Wald, Felsformationen und Ausblicke ins Obere Filstal prägen die Tour. Der Abschnitt des Albtraufgängers durch Mühlhausen umfasst Wacholderheiden und Blicke auf die Filstalbrücke. Diese Wege setzen jeweils eigene Akzente, statt dieselbe Landschaftsperspektive zu wiederholen.
Höhlen und Felslandschaft
Der Eingangsraum der Todtsburger Höhle ist etwa 120 Quadratmeter groß; die Höhle weist ausgedehnte Sinterbildungen auf. Ihr Alter wird auf ungefähr 8.300 Jahre geschätzt. Beim Todtsburger Schacht liegt die Seeigelhalle 44 Meter unter dem Eingang. Für die Erkundung des Schachts sind bergsteigerische und klettertechnische Ausbildung sowie ein Qualifikationsnachweis für den Eingangsschlüssel erforderlich. Klären Sie diese Voraussetzung vor einem Besuch vor Ort. So unterscheiden sich die Höhlen als Landschaftsthema deutlich von den Wegen, deren besondere Merkmale vor allem Täler, Heideflächen und Ausblicke sind.
Ortsgeschichte und St. Margaretha
Im Jahr 861 erscheint Mühlhausen im Täle unter dem Namen „Mulenhuson“. Eine Deutung verbindet den Ortsnamen Mühlhausen mit einer oder mehreren Mühlen, die an der Fils in Betrieb waren. Eine Mühle aus der Stauferzeit hieß Esso’s Mühle und wurde später auch Exen- oder Hexenmühle genannt. Diese historischen Namen geben einen eigenen Zugang zur Ortsgeschichte neben den Landschaftserlebnissen.
Bei St. Margaretha lassen sich unterschiedliche Bauphasen unterscheiden: Der Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert, das Kirchenschiff wurde 1715 neu errichtet. Zur Ausstattung gehören barocke Werke, darunter der Hauptaltar und Holzskulpturen. St. Margaretha gilt als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Für eine Reiseplanung ergibt sich damit eine klare Wahl zwischen Tagen, die vor allem den Wanderwegen und Landschaftsformen gelten, und einem stärker kulturhistorischen Schwerpunkt.
Anreise, Rast und Hotelwahl
Die A8 verläuft neben Mühlhausen im Täle; erreichbar ist sie über die Anschlussstelle Mühlhausen. In Mühlhausen gehört die Filspromenade als Rast- und Haltepunkt zur Filstalroute. Für die Übernachtungssuche können Sie Ihren geplanten Schwerpunkt voranstellen: Wanderrouten, Höhlen und Felslandschaft oder Ortsgeschichte verlangen unterschiedliche Zeitanteile. Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Mühlhausen im Täle suchen, lässt sich die Auswahl so an den eigenen Reiseplan anknüpfen, ohne alle Themen zu einer einzigen festen Route zusammenzufassen.
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