Steinheim am Albuch verbindet die Spuren eines Asteroideneinschlags mit unterschiedlichen Möglichkeiten, sie zu erkunden: im Meteorkrater-Museum, auf geologischen Lehrpfaden und bei einer Radtour zwischen zwei Kraterlandschaften. Auch die Heimatstube auf dem Klosterhof setzt einen eigenen Akzent. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie die Reise danach ausrichten, ob Geologie, Landschaft oder lokale Geschichte im Mittelpunkt stehen soll.
Kraterbecken und Museum
Das Steinheimer Becken entstand vor etwa 15 Millionen Jahren durch einen Asteroideneinschlag. Es gilt als einer der am besten erhaltenen und markantesten Meteoritenkrater Europas; zu seiner Form gehört ein zentraler Kegel. Im Meteorkrater-Museum in Sontheim stehen der Einschlag, seine Auswirkungen und das Leben rund um den Steinheimer See im Miozän im Mittelpunkt. Fossilisierte Pflanzen und Tiere aus Ablagerungen des Kratersees ergänzen dieses Thema um Spuren der damaligen Lebenswelt. Wissenschaftlich betreut wird das Museum von Mitarbeitenden des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart.
Zu Fuß und mit dem Rad unterwegs
Der geologische Lehrpfad kann auf der vollständigen Strecke von 9 km oder in zwei Teilstrecken von 6 km und 3 km begangen werden. Die kürzere Teilstrecke ist halb so lang wie die längere; zusammen ergeben sie die gesamte Route. So können Sie den geplanten Umfang Ihrer Wanderung anhand konkreter Kilometerangaben wählen.
Fürs Rad gibt es den Radweg von Krater zu Krater, der das Nördlinger Ries mit dem Steinheimer Becken verbindet. Die Tour beginnt am Meteorkrater-Museum in Sontheim. Nach dem Abschnitt bis Nördlingen führt sie über den Kraterrand und den Kinderfestplatz zurück nach Steinheim. Damit steht neben dem Lehrpfad eine Route zwischen zwei Kraterlandschaften zur Wahl.
Das Wental ist ein Trockental, dessen bizarre Dolomitfelsen ein früherer Fluss geformt hat. Der interaktive Wental-Lehrpfad beginnt in Steinheim und führt durch das Tal bis zum Landhotel Wental in Essingen. Bei der Routenplanung gehört also auch der Zielpunkt in Essingen zum Blick auf diesen Weg.
Am Ortsrand bietet der Aufschluss Steinheimer Schneckensand einen weiteren Blick auf Fossilien. Dort können Sie fossile Schnecken entdecken und ihre Entwicklung anhand einer Informationstafel verfolgen. Anders als die großen Formen des Beckens stehen hier kleine Funde und deren Entwicklung im Mittelpunkt.
Einblicke in die Heimatgeschichte
Auf dem Klosterhof widmet sich die Heimatstube lokaler Kulturgeschichte. Der zuständige Verein bewahrt lokale Bräuche, demonstriert alte Handwerkstechniken und sichert historische Ausstellungsstücke. Zu sehen sind Trachten, Werkzeuge und Erinnerungsstücke von Vertriebenen aus Neudorf und Weindorf, die sich in Steinheim niedergelassen haben. Auch eine erhaltene alte Schmiede und die Klosterküche können Sie besichtigen; richten Sie Ihren Besuch dabei nach den Regelungen der Einrichtung.
Den Aufenthalt passend planen
Für die Wahl Ihrer Übernachtung können Sie zuerst den Schwerpunkt der Reise festlegen: Soll vor allem der Einschlag und seine Folgen im Mittelpunkt stehen, möchten Sie eine Strecke zu Fuß oder mit dem Rad wählen, oder interessiert Sie besonders die Heimatgeschichte?
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