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Mehr als 80 Kilometer markierte Rundwanderwege führen durch Wüstenrot. Dazu kommen Naturpfade, besondere Bäume und Museen, die unterschiedliche Akzente setzen. Der Ort liegt mitten im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, zwischen Lautertal und Brettachtal, auf knapp 500 Höhenmetern.

Wandern und Naturpfade

Das Wanderwegenetz umfasst 13 markierte Rundwanderwege mit Wandermöglichkeiten von 1,5 bis 3,5 Stunden. Die Wege führen durch schattige Wälder und vorbei an Feldern, Wiesen und malerischen Seen. Damit lässt sich der Wandertag nach dem gewünschten Zeitrahmen planen, ohne dass alle Wege denselben Landschaftseindruck bieten.

Eine eigene Runde ist der Dachsi NaturErlebnisPfad Wüstenrot: Der 2,6 Kilometer lange Rundweg führt durch Wiesen und Wald sowie am Dachsbach und am Finsterroter See entlang. An seinen 11 Stationen steht das Naturerlebnis im Mittelpunkt. Rund um den See ermöglicht der Pfad Naturbeobachtungen und das Entdecken von Schmetterlingen, Libellen, Bienen und der Unterwasserwelt. Für diese Strecke brauchen Sie Trittsicherheit und festes Schuhwerk. Wegen teils schmaler und unbefestigter Wege ist sie für Rollstühle und Kinderwagen ungeeignet.

Nordic Walking und Radfahren

Wüstenrot ist seit Juni 2007 Nordic-Walking-Zentrum des Deutschen Skiverbands. Zwölf Touren führen durch die Wüstenroter Waldlandschaft; zusammen sind sie rund 80 Kilometer lang und weisen bis zu 300 Höhenmeter auf. An jeder Einstiegsstelle gibt es Parkmöglichkeiten. Die Strecken sind durchgehend beschildert und mit Pulsmessstationen ausgestattet.

Auch die 5-Landkreis-Radtour beginnt und endet in Wüstenrot und verbindet fünf Landkreise. Für die Einschätzung der Strecke sind ihre Steigungen und Straßenverhältnisse wichtig: Drei längere Anstiege machen sie selbst für routinierte Radfahrerinnen und Radfahrer herausfordernd. Meist verläuft die Tour über verkehrsarme Straßen; ausnahmsweise müssen auch verkehrsreichere Straßen befahren werden.

Waldlandschaft und markante Bäume

In den Wäldern von Wüstenrot und dem benachbarten Löwenstein wachsen über hundert Jahre alte Wellingtonien. Am Wellingtonienplatz erreichen die Baumriesen fast 45 Meter Höhe und bis zu 165 Zentimeter Durchmesser, gemessen in 1,5 Metern Höhe. Im Forstbezirk Löwenstein gehören sie zu den höchsten und dicksten Bäumen. Der Wüstenrot Rundwanderweg 3 beginnt am Wellingtonienplatz und führt durch Wüstenrot; so ist der Platz zugleich ein konkreter Startpunkt für eine Wanderung und ein Ort mit bemerkenswerten Bäumen.

Museen und Naturerlebnisse

Das Bauspar-Museum zeigt Dokumente zum Leben und Werk Georg Kropps sowie zur Gründung der Bausparkasse Wüstenrot. Im Glasmuseum steht eine Kollektion wertvoller Gläser und weiterer Gegenstände aus der frühen Glasproduktion. Die beiden Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Das eine führt zu Georg Kropp und der Bausparkasse, das andere zur frühen Glasproduktion.

Das Natur-Erlebniscamp lädt Bürgerinnen und Bürger aus Wüstenrot ebenso wie Gäste von außerhalb zu abenteuerlichen Stunden in der vielfältigen Natur rund um den Ort ein. Der Hochseilgarten in Wüstenrot ist der erste freistehende Hochseilgarten in Baden-Württemberg; er kann nur im Voraus gebucht werden.

In der Greifvogelanlage werden Flugvorführungen samstags, sonntags und an Feiertagen um 15 Uhr sowie wochentags nach Vereinbarung angeboten. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besuchsbedingungen. Eine klare Zugangsbeschränkung gilt für den Silberstollen: Er liegt etwa 150 Meter hinter dem Ortsausgang von Wüstenrot in Richtung Schmellenhof und ist nicht begehbar. Seine Gänge „Unverhofftes Glück“ und „Soldatenglück“ sind 127,6 beziehungsweise 34,85 Meter lang; herabstürzendes Geröll und der Schutz der Tierwelt schließen einen Besuch im Inneren aus.

Weitere Reiseziele entdecken: Erlenbach, Massenbachhausen, Bad Wimpfen, Möckmühl, Zaberfeld, Offenau, Leingarten, Löwenstein.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Heilbronn.

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