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Grötzingen verbindet Moor- und Bruchwaldlandschaft mit Wegen durch Streuobstwiesen und historischen Bauwerken. Am Baggersee gelten je nach Seeteil unterschiedliche Nutzungsregeln; die Geschichte des Ortes reicht von der Kirche bis zu einem Erinnerungspfad.

Moor, Wald und Wege

Das Naturschutzgebiet „Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen“ ist Rückzugsort für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Besonders für Amphibien gilt es als Gebiet von europäischem Rang. Im Kernbereich befinden sich ein Bohlenweg und eine Aussichtsplattform.

Der Biodiversitätspfad Karlsruhe-Grötzingen führt an Streuobstwiesen und dichten Heckenlandschaften vorbei, durch einen alten Hohlweg und am Waldrand entlang. Unterwegs bietet er Ausblicke auf die Rheinebene und die Schwarzwald-Vorbergzone. Als mögliche Startpunkte kommen der Parkplatz beim Naturfreundehaus Grötzingen und der Parkplatz an der Reithohle infrage. Ein weiterer Weg beginnt am Naturfreundehaus Knittelberghaus in Karlsruhe-Grötzingen: Dort startet der Natura Trail Pfinzgau-West.

Der Baggersee: Nutzung und Lebensraum

Am Grötzinger Baggersee unterscheiden sich die Möglichkeiten je nach Abschnitt. Im südlichen Seeteil sind behutsame Freizeitnutzungen wie Baden und Segeln eingeschränkt gestattet. Im nördlichen Teil, der innerhalb des Naturschutzgebiets „Weingartener Moor – Bruchwald Grötzingen“ liegt, sind Baden und Wassersport nicht möglich. Wenn Baden oder Segeln für Ihren Besuch wichtig ist, prüfen Sie die örtlichen Regeln vorab; die Vorgaben zur Nutzung können sich ändern.

Der See ist von feuchten Bruchwäldern und dem Niedermoor des „Weingartener Moores“ umgeben und liegt in der als „Kinzig-Murg-Rinne“ bezeichneten Landschaft. Er ist Lebensraum für viele Tierarten; an ruhigen Ufern brüten Hauben- und Zwergtaucher. So stehen am See eingeschränkte Freizeitnutzung und geschützte Lebensräume nebeneinander – mit unterschiedlichen Bedingungen im Süden und Norden.

Bauwerke und Erinnerungsgeschichte

Die evangelische Grötzinger Kirche wurde 1255 als dörfliche Chorturmkirche errichtet. Schloss Augustenburg steht für eine spätere Bauphase: Markgräfin Augusta Maria ließ das Gebäude 1697 bis 1699 umbauen und gab ihm damit sein heutiges Gesicht und seinen Namen.

Der historische Erinnerungspfad richtet den Blick auf ehemalige Grötzinger Örtlichkeiten. Er wurde im April 1991 mit 38 Tafeln zu deren Erinnerung eingeweiht. Die ursprünglichen Holztafeln wurden inzwischen durch Metalltafeln ersetzt. Damit ergänzen lokale Erinnerungsorte die Baugeschichte von Kirche und Schloss um eine weitere Perspektive auf die Geschichte Grötzingens.

Weitere Themen im Reiseziel Karlsruhe

Im übergeordneten Reiseziel Karlsruhe kommen andere Kultur- und Landschaftsthemen hinzu. Das ZKM ist seit 1997 im denkmalgeschützten ehemaligen Industriebau Hallenbau A untergebracht. Der Bau entstand 1915 bis 1918 und zählte damals zu den architektonisch fortschrittlichsten Gebäuden Deutschlands. Das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe zeigt Dauerausstellungen zur einheimischen und exotischen Tierwelt sowie zu Gesteinen, Mineralien und Fossilien. Als weitere Naturroute in Karlsruhe gibt es die etwa zehn Kilometer lange „AugenBlick“-Runde, die an verschiedenen Punkten begonnen werden kann, zum Beispiel am Turmberg.

Weitere Reiseziele entdecken: Durlach, Oststadt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Karlsruhe.

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