Östringen liegt in den Kraichgau-Hügeln und ist durch ausgedehnte Wälder, Weinberge und traditionelle Streuobstwiesen geprägt. Dazu kommen ein Geo-Pfad-Netz, die öffentlich zugängliche Schwefelquelle und historische Orte wie der Stifterhof. Wenn Sie ein Quartier suchen, können Sie Ihre Tagesplanung nach den unterschiedlichen Schwerpunkten ordnen: Wandern, Naturziele und Kulturgeschichte setzen jeweils andere Akzente.
Geo-Pfade mit unterschiedlichen Verläufen
Das Geo-Pfad-Netz umfasst den Brunnenweg rund um Östringen und den Hügelweg, der von Odenheim über Eichelberg und Tiefenbach führt. Der Brunnenweg ist ungefähr 13 Kilometer lang. Damit können Sie zwischen einem Weg rund um Östringen und einer Strecke wählen, deren Verlauf mehrere benannte Orte verbindet. Beim Brunnenweg gibt die ungefähre Länge einen Maßstab für die Wanderplanung; beim Hügelweg ist der Verlauf über die Orte prägend.
Für Geo-Pfad-Ausflüge führen Busverbindungen von Eichelberg und Tiefenbach zurück nach Odenheim. Wenn Sie die Rückfahrt auf den Bus stützen, prüfen Sie vor der Tour den aktuellen Fahrplan.
Naturziele in Tiefenbach und Krummbachwald
Im Östringer Stadtteil Tiefenbach liegt das Naherholungsgebiet Kreuzbergsee; Wege zum Spazierengehen und Radfahren führen rund um den See. Ein weiteres Naturziel ist die Schwefelquelle im Krummbachwald, etwa 500 Meter nördlich von Östringen. Sie ist öffentlich zugänglich, und Besucher können das Wasser der Quelle kostenfrei probieren. So stehen Wege am See und ein Quellort mit zugänglichem Wasser als unterschiedliche Naturthemen nebeneinander.
Kunst, Kirche und Klostergeschichte
Die Gustav-Wolf-Kunstgalerie widmet sich dem künstlerischen Erbe Gustav Wolfs. Er war ein jüdischer Maler, Grafiker, Radierer und Lithograf. Regelmäßige Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler ergänzen die Würdigung seines Werks um wechselnde Positionen der Gegenwart. Damit reicht das Kunstthema von einer einzelnen künstlerischen Biografie bis zu aktuellen Ausstellungen.
Die Pfarrkirche St. Cäcilia ist ein neoromanischer Bau, der 1895 errichtet wurde. Ihr siebenteiliges Geläut umfasst zwei historische Barockglocken, die 1709 gegossen wurden. Baujahr der Kirche und Gussjahr der Glocken verweisen auf verschiedene Zeiten: Die beiden Glocken sind älter als der Kirchenbau.
Auf dem Stifterhof sind Reste des ehemaligen Klosterkomplexes Wigoldesberg aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Zwei Wehrtürme in der Nähe weisen auf die frühere Ausdehnung der Anlage hin. Für die historische Einordnung sind damit sowohl die erhaltenen Reste als auch die Hinweise auf den einstigen Umfang des Komplexes relevant.
Weinbau und Anreise
Weinberge gehören neben Wäldern und Streuobstwiesen zum Landschaftsbild Östringens. Das VDP-Weingut Heitlinger liegt in den Tiefenbacher Weinbergen. Es bewirtschaftet etwas mehr als 100 Hektar Rebfläche, überwiegend biodynamisch; Rebfläche und Bewirtschaftungsweise können sich im Laufe der Zeit verändern. So ist der Weinbau sowohl Teil der Landschaft als auch durch einen konkret benannten Betrieb vertreten.
Für die Anreise bestehen Straßenverbindungen über die Bundesstraße B 292 sowie die Autobahnen A 5 und A 6.
Weitere Reiseziele entdecken: Tiefenbach, Ubstadt-Weiher, Bruchsal, Waldbronn, Karlsruhe, Oberhausen-Rheinhausen, Zaisenhausen, Linkenheim-Hochstetten.
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