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Rheinstetten wird als von den Vogesen und dem Schwarzwald flankiert beschrieben. Für die Reiseplanung sind vor allem die kulturellen Stationen, die unterschiedlichen Regeln an den Seen und die Radverbindungen interessant. Diese Schwerpunkte sprechen verschiedene Interessen an: Das Museum behandelt die Siedlungsgeschichte am Oberrhein, die Gewässer haben jeweils eigene Nutzungsbedingungen, und bei den Radangeboten reicht der Blick von der Verbindung zum Fermasee bis zu grenzüberschreitenden Touren.

Kulturgeschichte: Ausstellung, Kirchen und Grenzsteine

Die Dauerausstellung des Museums behandelt die Siedlungsgeschichte am Oberrhein anhand von Beispielen aus Forchheim, Mörsch und Neuburgweier. Eine Museumsrallye nutzt Fragen und Rätsel, damit Kinder ab etwa acht Jahren das Museum eigenständig erkunden können. Offene Mitmachangebote für Kinder vermitteln Bräuche und Handwerkstechniken früherer Generationen praktisch. Sie finden gelegentlich statt, und das Programm kann variieren.

Ein Grenzspaziergang entlang von Grenzsteinen an der ehemaligen Gemeindegrenze von Neuburgweier beginnt am Museum. Damit stehen neben der Ausstellung auch Grenzsteine und der frühere Grenzverlauf als Themen für einen Aufenthalt zur Wahl.

Der gotische Chor der St.-Ursula-Kapelle stammt aus der Zeit um 1440; die Kapelle ist damit das älteste Kirchengebäude Rheinstettens. Prof. Emil Wachter entwarf die Fenster. Die St.-Ursula-Kirche wurde dagegen 1951/52 gebaut. Bei ihr gestaltete Wachter Innenausmalung, Fenster und Fassade. Die Zeitangaben setzen zwei unterschiedliche Bauphasen nebeneinander: eine ungefähre Datierung des Chors und die Baujahre der Kirche.

Auch die ehemaligen Tabakscheunen in Rheinstetten-Forchheim haben einen historischen Bezug: Zu den überlieferten Spuren zählen Graffiti aus der Bauzeit und den Kriegsjahren. Bei der Sanierung sollen sie erhalten bleiben.

Seen mit verschiedenen Nutzungsregeln

Am Epplesee gibt es einen ausgewiesenen Badebereich; der See wird außerdem zum Tauchen und Segeln genutzt. Bade- und Betriebsregeln können sich saisonal ändern, prüfen Sie daher vor Ihrem Besuch die geltenden Vorgaben. Am Südufer beginnt unmittelbar das Naturschutzgebiet Allmendäcker; dieses Ufer ist für den Zutritt gesperrt.

Am Fermasee gilt eine andere Kombination von Nutzungsregeln: Er liegt im Natur- und Landschaftsschutzgebiet Altrhein Neuburgweier, Bootfahren ist verboten und Baden im Südosten erlaubt. Bade- und Zugangsregeln können saisonal wechseln; informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die geltenden Hinweise. Die beiden Seen unterscheiden sich damit sowohl bei den genannten Wassersportarten als auch bei den konkreten Einschränkungen.

Radverbindungen und öffentlicher Verkehr

Der Fermasee ist von Karlsruhe oder Au am Rhein mit dem Fahrrad über den parallel zum Rhein verlaufenden Damm erreichbar. Die PAMINA-Rheinpark-Nord-Rundroute führt nach Rheinstetten, weiter nach Neuburgweier und anschließend per Fähre in die Pfalz. Da regionale Routen angepasst werden können, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Streckenangaben und den Fährfahrplan.

Im PAMINA-Radwegenetz gibt es grenzüberschreitende Themenrundtouren von etwa 300 bis 400 Kilometern, die Nordelsass, Pfalz und Baden verbinden. Ihre Schwerpunkte sind Genuss, Kultur und Natur. Damit sind neben der konkreten Fahrradverbindung zum Fermasee auch weit gefasste Themenrouten Teil des Radangebots, ohne dass sich aus den Angaben eine bestimmte Streckenlänge für die einzelne Verbindung ableiten lässt.

Für die Anreise per Bus verbinden zwei Linien unterschiedliche Orte mit Rheinstetten. Linie 106 verbindet Ettlingen über Silberstreifen, Neue Messe und Rösselsbrünnle mit Rheinstetten-Neuburgweier. Linie 222 verknüpft Karlsruhe und Rastatt mit Haltestellen, die Rheinstetten bedienen. Prüfen Sie die Fahrpläne für Ihren Reisetag, da sich Verkehrsangebote und Zeiten ändern können.

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