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Eine Marienwallfahrt, die Eremitage und das historische barocke Wegenetz geben Waghäusel verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Wer Hotels in Waghäusel sucht, kann zunächst entscheiden, ob Pilgergeschichte, eine Tour zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder die barocke Vergangenheit den Schwerpunkt bilden soll. Die Themen führen in unterschiedliche Zeiten: Die Überlieferung der Wallfahrt reicht ins 15. Jahrhundert zurück, die erste Anlage der Eremitage entstand im 18. Jahrhundert.

Marienwallfahrt und Pilgerwege

Der Ursprung der Waghäuseler Marienwallfahrt wird einer Legende zufolge mit dem Fund einer Marienstatue durch einen Schäfer im Jahr 1435 verbunden. 1472/73 ließ Bischof Matthias Rammung für die Pilger eine Kapelle errichten. So stehen die legendäre Ursprungserzählung und der spätere Kapellenbau als unterschiedliche Kapitel der Wallfahrtsgeschichte nebeneinander.

Der Marienweg in Waghäusel führt über mehrere Stationen und lädt zu einer Wallfahrt zu Fuß oder mit dem Fahrrad ein. Beim Pilgerweg Vin Sancti Martini ist der Verlauf des Hauptwegs konkret benannt: Er führt von Bruchsal über die Marienkapelle in Wiesental nach Speyer. Für die Planung ist das ein hilfreicher Unterschied: Beim Marienweg treten Stationen und Fortbewegungsarten hervor; beim Vin Sancti Martini lässt sich die Abfolge von Ausgangsort, Zwischenpunkt und Ziel nachvollziehen.

Eremitage und Radthemen

Die erste Anlage der Eremitage in Waghäusel entstand zwischen 1724 und 1729 als Jagdschloss und Rückzugsort von Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn. Damit tritt neben die Wallfahrt eine fürstbischöfliche Geschichte mit klar benannter Funktion. Wer historische Schwerpunkte auswählt, kann die Pilgertradition und die Eremitage als zwei unterschiedliche Zugänge betrachten: hier Legende und Kapellenbau, dort ein Jagdschloss und Rückzugsort des Fürstbischofs.

Die Stadt dokumentierte die Station des Projekts zu den Schönborner Alleen in Kirrlach, einem Ortsteil von Waghäusel, am 18. Juni 2026. Die Station informiert über das historische barocke Wegenetz, eignet sich für eine kurze Pause während einer Radtour und lädt dazu ein, das Wegenetz mit dem Fahrrad zu entdecken. Das ergibt einen anderen Radakzent als der Marienweg: Die Station verbindet eine mögliche kurze Pause mit dem Thema des Wegenetzes; beim Marienweg steht die Wallfahrt über mehrere Stationen im Vordergrund.

Der weitere Rahmen: Karlsruhe

Im übergeordneten Reiseziel Karlsruhe eröffnet der Landkreis Karlsruhe einen größeren landschaftlichen Rahmen: Er erstreckt sich von der Rheinebene im Westen über die Hügellandschaft des Kraichgaus im Osten bis zu den Ausläufern des Nordschwarzwaldes im Süden. Außerdem verfügt der Landkreis über ein mehr als 1.500 km umfassendes Radwegenetz. Die veröffentlichte Netzlänge kann sich mit der Weiterentwicklung der Infrastruktur ändern. Landschaftsspanne und Radwegenetz geben Gästen, die weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Karlsruhe einbeziehen möchten, eine regionale Perspektive.

Auch Schloss Bruchsal setzt im übergeordneten Reiseziel Karlsruhe einen kulturellen Akzent. Es ist eine fürstbischöfliche Residenz und zählt zu den prächtigsten fürstbischöflichen Residenzen in Deutschland. Besonders bekannt ist das Treppenhaus von Balthasar Neumann, das als „Krone aller Treppenhäuser des Barockstils“ bezeichnet wird. Im dritten Obergeschoss des Barockschlosses befindet sich das Städtische Museum Bruchsal; es dokumentiert die Geschichte des Bruchsaler Raums von der Steinzeit bis zur Gegenwart. So stehen im weiteren Rahmen Architekturgeschichte und eine epochenübergreifende Geschichtssammlung als unterschiedliche Kulturthemen nebeneinander.

Weitere Reiseziele entdecken: Wiesental, Pfinztal, Karlsruhe, Stupferich, Bad Schönborn, Kürnbach, Kraichtal, Bruchsal.

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