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Engen verbindet die Vulkanlandschaft des Hegaus mit einer historischen Altstadt und einer außergewöhnlichen Eiszeitgeschichte. Der Hohenhewen gilt als Engens Hausberg; am Stadtrand liegt mit dem Brudertal und Petersfels eine bedeutende Fundstätte aus der Eiszeit. So begegnen Ihnen beim Entdecken des Ortes unterschiedliche Facetten seiner Geschichte und Landschaft.

Altstadt, Führungen und Museum

Die historische Altstadt lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Bei geführten Stadtrundgängen geht es um Engens Geschichte und Gegenwart, darunter auch um die Inschrift am romanischen Portal der katholischen Stadtkirche. Eine Führung bietet damit einen konkreten Zugang zur Stadtgeschichte und zu einem Detail, das sich leicht übersehen lässt.

Das Städtische Museum Engen + Galerie ist im ehemaligen Dominikanerkloster St. Wolfgang untergebracht. Seine Dauerausstellung behandelt 900 Jahre Engener Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zu den Themen gehören lokale archäologische Funde, die Geschichte von Jägern und Sammlern vor rund 15.000 Jahren und die Venus von Engen. Ergänzend zeigt das Museum wiederkehrende Sonderausstellungen zur Klassischen Moderne nach 1900; das jeweilige Ausstellungsprogramm wechselt. Die ehemalige Klosterkirche St. Wolfgang wurde 1629 erbaut.

Petersfels und die Eiszeitlandschaft

Das Brudertal mit Petersfels am Stadtrand von Engen zählt zu den bedeutenden eiszeitlichen Fundstätten Europas. Bei Ausgrabungen kamen rund 50.000 Feuersteinartefakte und 1.000 Werkzeuge aus Knochen und Geweih zutage. Im Museum veranschaulichen zwei Dioramen die Gegend um den Petersfelsen und stellen eine Rentierjagd vor rund 15.000 Jahren dar. Die archäologischen Funde und ihre Darstellung geben dem Besuch einen zeitlichen Rahmen, der weit über die Stadtgeschichte hinausreicht.

Der Eiszeitpark Engen greift die Landschaftsgeschichte vor Ort auf: Er rekonstruiert die spätglaziale Steppen-Tundra-Vegetation rund um den Petersfelsen. Dazu gehören ein Moor mit Tamarisken, Wollgras und Birken. Der Park ist ganzjährig frei zugänglich. Da sich Zugangsbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, vor dem Besuch aktuelle Hinweise zu prüfen.

Hohenhewen und Wege durch den Hegau

Am Hohenhewen sind Landschaft und Schutzgebiet eng mit dem Charakter der Umgebung verbunden: Ein 39 Hektar großer Teil des Berges ist seit 1982 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Hewensteig ist ein sechs Kilometer langer Premium-Rundweg zum Hohenhewen mit zwei Aufstiegsvarianten. Von der Route reichen die Ausblicke über die Vulkanlandschaft des Hegaus bis zu den Alpen in der Schweiz und in Österreich; bei wechselnder Sicht hängt der Fernblick vom Wetter ab.

Auf dem Gipfelplateau des Hohenhewen sind etwa drei Meter hohe Reste der Burgmauer und ein Turm mit Aussichtsplattform erhalten. Davon zu unterscheiden ist die größere Routenperspektive: Der Querweg Freiburg–Bodensee und der Schwarzwald-Jura-Bodensee-Weg führen durch Engen in Richtung Bodensee. Die Wege bieten unterschiedliche Maßstäbe für die Planung, vom sechs Kilometer langen Rundweg bis zu überregionalen Routen.

Weitere Erlebnisse und die Übernachtungswahl

Das Erlebnisbad Engen ergänzt die Kultur- und Landschaftsthemen um ein Angebot im Wasser. Eine 89 Meter lange Edelstahlrutsche führt in ein Erlebnisbecken mit einem 15 Meter langen Strömungskanal. Außerdem gibt es zwei verbundene Kinderbecken mit Wasserspielfunktionen und Rutschen. Eine umweltfreundliche Solarheizung dient dazu, angenehme Wassertemperaturen zu halten. Da sich die Anlagen verändern können, prüfen Sie bei konkreten Plänen die aktuellen Angaben.

Für die Wahl der Übernachtung kann auch die Engener Gästekarte relevant sein: Sie kann berechtigten Übernachtungsgästen bei teilnehmenden Unterkunftsbetrieben nach mindestens einer Nacht kostenlose oder ermäßigte Leistungen bieten.

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