Külsheim verbindet einen historischen Ortskern mit Brunnen, Baugeschichte, Wein und Wanderwegen. Für Ihre Reiseplanung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: die Altstadt- und Brunnentour, Weinbau und Verkostungen oder Rundwanderwege mit klar benannten Streckenlängen. So lässt sich der Aufenthalt an den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
Brunnenstadt und Baugeschichte
Im historischen Ortskern gibt es 18 Brunnen; sie geben Külsheim den Beinamen „Brunnenstadt“. Die offizielle Altstadt- und Brunnentour beginnt am Schlossplatz. Dort stehen Parkmöglichkeiten für Pkw und Busse zur Verfügung. Da sich Parkregelungen ändern können, empfiehlt sich vor der Anfahrt ein aktueller Check.
Zu den Stationen der Tour gehört Schloss Külsheim mit seinem imposanten Bergfried aus dem späten 13. Jahrhundert. Auch die katholische St.-Martin-Kirche ist Teil der Route; ihr romanischer Turmunterbau stammt aus der Zeit um 1200. Weitere markante Jahreszahlen der örtlichen Baugeschichte sind 1444 für die Katharinenkapelle und 1522 für das als Fachwerkbau errichtete Alte Rathaus. Die Daten ordnen die Bauwerke zeitlich ein, ohne dass sich die Geschichte Külsheims auf eine einzelne Epoche beschränkt.
Külsheim wurde erstmals 1144 erwähnt. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft über den Ort häufig durch Verpfändung oder Verkauf. 1255 kam Külsheim unter das Erzstift Mainz; danach folgten weitere Herrschaftswechsel in rascher Folge. Einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte bietet das Museum Külsheimer Höhe: Im Mittelpunkt stehen Lebensgeschichten von Menschen, die in Külsheim gelebt und gearbeitet haben. Wenn Sie einen Museumsbesuch fest einplanen, prüfen Sie vorab die Besuchsmöglichkeiten.
Wein und Wege rund um Külsheim
Ein signalisierter Weinrundweg führt zwischen Külsheim und Uissigheim entlang und schließt Verkostungen ein. Weg und Verkostungsangebote können saisonabhängig sein. Zum örtlichen Weinbau gehört auch der Hohe Herrgott: Das Weinbergareal umfasst etwa 36 Hektar und wird seit 1951 wieder bewirtschaftet. Weine vom Hohen Herrgott und vom Uissigheimer Stahlberg werden in den charakteristischen fränkischen Bocksbeuteln abgefüllt. Damit stehen auf derselben Reiseplanung zwei unterschiedliche Weinbezüge nebeneinander: eine Route mit Verkostungen und die benannten Weine samt ihrer Flaschenform.
Für Wanderungen lassen sich zwei Rundwege anhand ihrer ungefähren Länge vergleichen. Der zertifizierte LT 6 – Wasser.Wein.Weite. beginnt am Schlossplatz in Külsheim und ist rund elf Kilometer lang. Der ausgeschilderte LT 4 – Schönert ist etwa 14,5 Kilometer lang. Er führt durch die Hildbrandzellenklinge und anschließend durch ruhigen Hochwald. Die Längen geben einen konkreten Anhaltspunkt für den geplanten Streckenumfang; beim LT 4 ist außerdem der beschriebene Wechsel zwischen Klinge und Hochwald ein eigenes Landschaftsmerkmal.
Auch für Radreisende führt eine längere Route durch Külsheim: Der Sportive verläuft auf 160 Kilometern von Wertheim nach Rothenburg ob der Tauber durch den Ort. Die Route ist damit ein weiterer Bezugspunkt für die Reiseplanung, neben den Rundwegen, deren Start in Külsheim liegt.
Ein weiterer Ausflugsort im Amorsbachtal
Die Kneippanlage an der Grotte liegt etwa zwei Kilometer nordöstlich von Külsheim im Amorsbachtal. Eine Quelle aus einer Mariengrotte speist das Kneippbecken; Bänke und Tische bieten Plätze zum Ausruhen. Wenn Sie die Anlage einplanen, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf ihren aktuellen Zustand.
Weitere Reiseziele entdecken: Niederstetten, Schwarzenbronn, Bad Mergentheim, Grünsfeld, Igersheim, Werbach, Creglingen, Bieberehren.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Main-Tauber-Kreis.