Neunkirchen verbindet Wandern mit Ortsgeschichte und wiederkehrenden Festen. Markierte Wege führen zum Reihersee, zu den Ruinen Stolzeneck und Minneburg sowie zu Aussichtspunkten über das Neckartal. Dazu kommt ein beschildertes Radwegenetz. Für Ihre Reiseplanung können Sie zunächst entscheiden, ob der Schwerpunkt auf einer Wanderung, einer Radtour oder einem Festtermin im Ort liegen soll.
Wandern am Neckarsteig und zu den Burgruinen
Neunkirchen liegt direkt am zertifizierten Neckarsteig. Der Fernwanderweg zwischen Heidelberg und Bad Wimpfen ist rund 128 Kilometer lang und in neun Etappen gegliedert. Im Gemeindegebiet verlaufen Etappe 5 von Eberbach nach Neunkirchen und Etappe 6 von Neunkirchen nach Neckargerach. So können Sie Neunkirchen als Etappenort einordnen oder die markierten Wege nach ihrem konkreten Ziel auswählen: Reihersee, Burgruine oder Aussichtspunkt.
Die Minneburg liegt verwaltungsmäßig in der Gemeinde Neunkirchen und ist ausschließlich zu Fuß von Wanderparkplätzen bei Neunkirchen, Neckarkatzenbach und Guttenbach aus erreichbar. Über den Neckarsteig ist sie mit dem regionalen Wanderwegenetz verbunden. Ein bauliches Kennzeichen der Stolzeneck-Ruine ist ihre 21 Meter hohe Schildmauer mit einer Mauerstärke von fast 3 Metern. Prüfen Sie vor dem Besuch die Zugangsbeschränkungen an den Burgruinen. Aussichtspunkte beim Wandern bieten Blicke Richtung Neckartal und Kraichgau.
Radwege, Ortsgeschichte und Feste
Auch für die Entscheidung zwischen Wandern und Radfahren bietet Neunkirchen verschiedene Ansatzpunkte. Das beschilderte Kleiner-Odenwald-Radwegenetz verbindet Aglasterhausen, Neunkirchen und Schwarzach; von dort können Radfahrende in Richtung Eberbach, Mosbach und Brunnenregion weiterfahren. Anders als der Neckarsteig ist dieses Netz über verbundene Orte und Fortsetzungen in verschiedene Richtungen beschrieben. Das gibt Ihnen eine andere Orientierung, wenn Sie Ihre Aktivität lieber an einer Zielrichtung als an einer nummerierten Wanderetappe ausrichten möchten.
Die St.-Bartholomäus-Kirche ist neugotisch und stammt aus dem Jahr 1851. Das Heimatmuseum Neunkirchen präsentiert die Geschichte und den Alltag Neunkirchens und der umliegenden Region. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Akzente: Die Kirche liefert einen konkreten Bau- und Zeitbezug, das Museum widmet sich der Ortsgeschichte und dem täglichen Leben. So bietet sich neben Wander- und Radthemen auch ein kultureller Blick auf Neunkirchen.
Das Kirschenfest findet alle zwei Jahre statt und bietet Musik, geselliges Beisammensein und regionale Spezialitäten. Die Kerwe wird traditionell am ersten Septemberwochenende gefeiert; dazu gehören ein Jahrmarkt und die Bewirtung durch örtliche Vereine. Termine und Programm können sich in einzelnen Jahren ändern. Wenn eines der Feste für Ihre Reise ausschlaggebend ist, prüfen Sie die jeweiligen Daten vor der Anreise.
Ein weiterer Landschaftsblick im Neckar-Odenwald-Kreis
Im übergeordneten Reiseziel Neckar-Odenwald-Kreis setzt der Katzenbuckel in Waldbrunn einen eigenen Landschafts- und Geologieakzent. Mit 626 Metern ist er der höchste Berg im Odenwald. Ein 20 Meter hoher Aussichtsturm bietet einen Panoramablick über den Odenwald; der geologische Naturlehrpfad „Pfad der Kristalle“ erklärt, wie der Katzenbuckel aus einem erloschenen Vulkan entstand. Dieser regionale Themenblick unterscheidet sich von den markierten Wegen, Burgruinen und der Ortsgeschichte Neunkirchens.
Weitere Reiseziele entdecken: Ravenstein, Neckarzimmern, Limbach/Laudenberg, Walldürn, Elztal, Neckargerach, Zwingenberg, Waldbrunn
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neckar-Odenwald-Kreis.