Kuppenheim bietet einen besonderen Wechsel zwischen Ortsgeschichte und Aufenthalt im Freien: Im Heimatmuseum und an Erinnerungsorten erschließen sich verschiedene Kapitel der Stadt, während Bürgerpark und Wege durch Wiesen, Wald und Harsbachtal andere Schwerpunkte setzen. Auch für die Planung gibt es unterschiedliche Maßstäbe – vom Aufenthalt im Park bis zu längeren Wander- und Radrouten. So lässt sich der Aufenthalt nach Kultur, Landschaft oder einer Kombination aus beidem ausrichten.
Stadtgeschichte an konkreten Orten
Kuppenheim wurde um 1095 erstmals schriftlich erwähnt. Von den früheren Befestigungsanlagen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts der größte Teil abgetragen; Teile der ehemaligen Stadtmauer sind erhalten geblieben. Das Heimatmuseum Kuppenheim behandelt die Geschichte und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt in zwölf thematischen Bereichen.
Am Synagogenplatz wird des jüdischen Lebens in Kuppenheim gedacht. Zugleich erinnert der Platz an die Synagoge, die während des Pogroms von 1938 niedergebrannt wurde. Der jüdische Bezirksfriedhof Kuppenheim wurde erstmals 1694 schriftlich erwähnt und gehört als Bezirksfriedhof zur Geschichte jüdischen Lebens in Mittelbaden.
Auch der Beiname „Knöpflestadt“ führt zu einer lokalen Überlieferung. Er ist mit einer Legende aus dem Dreißigjährigen Krieg verbunden, nach der damals Knöpfle – eine Art Spätzle – gekocht worden sein sollen. Zusammen eröffnen diese Orte unterschiedliche Blickwinkel auf die Stadt: ihre Befestigungsgeschichte, jüdisches Leben und eine überlieferte Erklärung für den Beinamen.
Bürgerpark und Wege durch Wald und Tal
Der Bürgerpark an der Murg bietet Erholung für Familien und einen modernen Spielplatz. Im Park gibt es außerdem ein maßstabsgetreues Modell der Murg von der Quelle bis zur Mündung, ergänzt durch Erläuterungsstationen. So stehen im selben Grünraum Freizeitangebote und Informationen zum Flussverlauf nebeneinander.
Für Wanderungen bieten die beiden Fichtental-Routen einen klaren Längenvergleich: Sie sind 4,4 und 8,5 Kilometer lang und führen durch Wiesen, Wald und das Harsbachtal. Der unterschiedliche Wegumfang erleichtert die Auswahl, wenn Sie die Länge Ihrer Tour planen möchten. Kuppenheims Stadtwald ist ein Laubwaldgebiet auf dem Höhenrücken zwischen Fichtental und Murgtal; von dort gibt es Ausblicke zu beiden Seiten. Der 6,7 Kilometer lange O5-Weg führt an Schloss Bad Rotenfels und am Unimog-Museum vorbei. An der Großaustraße liegt außerdem eine Leichtathletikanlage.
Radfahren und S-Bahn-Verbindungen
Die Tour de Murgtal ist eine 61 Kilometer lange Familienradroute von Baiersbronn nach Rastatt. Eine beschriebene Variante ab Kuppenheim verbindet zunächst eine S-Bahn-Fahrt zu einem Einstiegspunkt bis Baiersbronn mit der anschließenden Rückfahrt per Rad nach Kuppenheim. Die S-Bahn verbindet Kuppenheim mit Rastatt und Karlsruhe sowie im Schwarzwald bis Freudenstadt. Wenn Sie die Bahn-Rad-Kombination planen, prüfen Sie die aktuellen Fahrzeiten.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Rastatt
Im übergeordneten Reiseziel Rastatt befindet sich das Stadtmuseum Rastatt in einem barocken Stadtpalais gegenüber dem Residenzschloss. Seine Dauerausstellungen behandeln die Geschichte Rastatts der vergangenen 300 Jahre sowie Ur- und Frühgeschichte. Schloss Rastatt war die erste auf deutschem Boden errichtete barocke Residenz und wurde nach dem Vorbild von Versailles gestaltet.
Weitere Reiseziele entdecken: Ötigheim, Bühl, Bühlertal, Durmersheim, Forbach, Gernsbach, Moos, Muggensturm.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rastatt.