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Flächen des Naturschutzgebiets Stollhofener Platte liegen in der Gemarkung Söllingen. Der Ortsbezug verbindet einen geschützten Naturraum mit weiteren klar unterscheidbaren Themen: dem Polder Söllingen/Greffern, der historischen Geleitstation und Zollstätte, St. Mauritius und der Entwicklung des heutigen Baden-Airparks. Für die Planung ist diese Mischung hilfreich, weil sie unterschiedliche Interessen anspricht – Natur- und Wasserwirtschaft, Ortsgeschichte, Kirchenkunst oder eine Flughafenführung mit bezifferter Dauer.

Naturraum und Wasserwirtschaft

Das Naturschutzgebiet Stollhofener Platte umfasst Flächen in der Gemarkung Söllingen. Der Polder Söllingen/Greffern ergänzt das Landschaftsthema um die technische Seite des Hochwasserschutzes: Er umfasst 580 Hektar und verfügt über ein Rückhaltevolumen von 12 Millionen Kubikmetern. Diese Angaben beschreiben zwei verschiedene Dimensionen – die Fläche des Polders und die Menge Wasser, die das Rückhaltevolumen aufnehmen kann. Bei extremen Hochwasserereignissen wird der Polder eingesetzt. Schutzgebiet und Polder stehen damit für unterschiedliche Aspekte des Landschaftsthemas: geschützte Flächen und technische Hochwasservorsorge.

Der Polder-Infopfad informiert auf Tafeln über Hochwasserschutz, das Integrierte Rheinprogramm, den Polder Söllingen/Greffern sowie Funktion und Leistungsfähigkeit wichtiger Bauwerke. Damit führt er vom Thema Hochwasserschutz bis zu den konkreten Bauwerken. Wer sich für die technische Seite der Wasserwirtschaft interessiert, erhält so einen klaren Schwerpunkt.

Ortsgeschichte und St. Mauritius

Söllingen war eine wichtige Geleitstation mit einer seit dem frühen 14. Jahrhundert nachweisbaren reichslehenbaren Zollstätte. Beide Angaben verknüpfen den Ort mit historischem Reiseverkehr: Die Geleitstation verweist auf die Funktion des Geleits, während die Zollstätte den Zolleinzug benennt. Das ist ein anderer Blick auf Söllingen als Natur- oder Wasserwirtschaft; die Geschichte des Ortes erscheint hier durch seine frühere Funktion im Verkehr.

Die Kirche St. Mauritius in Rheinmünster-Söllingen ist auf 1842/1843 datiert und besitzt bemerkenswerte Barockaltäre aus der Rastatter Bernhardskirche. Die Datierung ordnet die Kirche ein, während die Herkunft der Altäre einen eigenen kunstgeschichtlichen Bezug benennt. Zusammen mit dem Nachweis der Zollstätte aus dem frühen 14. Jahrhundert ergeben sich zwei deutlich verschiedene historische Ankerpunkte: eine belegte Ortsfunktion und ein datiertes Kirchengebäude.

Vom Airbase-Gelände zum Baden-Airpark

Die kanadische Airbase Söllingen wurde 1994 geschlossen. Auf dem rund 700 Hektar großen Gelände in der Nähe von Baden-Baden sollte ein Regionalflughafen entstehen, der heute als Baden-Airpark firmiert. Die Airbase-Geschichte ordnet die Entwicklung des Standorts ein; eine Flughafenführung ist dagegen eine heutige Aktivität mit einem konkreten Zeitrahmen.

Der Baden-Airpark bietet Familientouren durch den Flughafen an, die etwa 1,5 bis 2 Stunden dauern. Die ungefähre Dauer liefert einen konkreten Anhaltspunkt für den eigenen Zeitplan. Prüfen Sie vor der Planung aktuelle Termine und die Verfügbarkeit der Tour.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rheinmünster.

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