Der Ebnisee liegt in einem Tal zwischen Ebni und Kaisersbach. Seine Wasserfläche umfasst rund 6,7 Hektar, er ist bis zu etwa fünf Meter tief. Hauptsächlich gespeist wird er vom Sommerbach, der am Nordufer einfließt. Rund um den See treffen ein Uferweg und Angebote am Wasser auf Natur- und Kulturthemen, die Sie bei der Planung Ihrer Zeit in Ebni berücksichtigen können.
Am Ebnisee: Uferweg, Baden und Boote
Der Weg rund um den Ebnisee ist etwa 1,7 Kilometer lang und fast eben. Auf der Ostseite ist er asphaltiert; abgesehen von einer kleinen Steigung lässt er sich gut mit Kinderwagen oder Rollstuhl befahren. Damit unterscheidet sich die kurze Runde am Wasser von der Wanderung auf den Spuren des Limes, die ein eigenes Thema und einen anderen Wegverlauf hat.
Der Ebnisee wird als Badesee genutzt. Am Ufer können Sie spazieren gehen, auf Liegewiesen Erholung finden und an ausgewiesenen Grillplätzen grillen. Im Sommer sind außerdem Tret- und Ruderbootfahren möglich. Ob Bootsfahrten bei Ihrem Besuch angeboten werden, kann von den Bedingungen abhängen; prüfen Sie die aktuelle Möglichkeit daher vorab. Baden, eine Runde am Ufer und eine Pause auf der Liegewiese setzen unterschiedliche Schwerpunkte, ohne dass Sie dafür eine längere Wanderung einplanen müssen.
Naturwege und Limesgeschichte
In der Umgebung des Ebnisees liegt das Naturdenkmal „Gallengrotte“. Vom nördlichen Seeufer führt ein wildromantischer Pfad dorthin. Die Bedingungen auf dem Pfad können sich mit seinem Zustand ändern; berücksichtigen Sie das bei Ihrer Wahl des Weges.
Eine andere Perspektive bietet die Wanderung „Vom Ebnisee zum Welterbe Limes“. Sie führt teilweise über den alten Grenzwall und an Resten von Wachtürmen sowie einem ehemaligen Kleinkastell vorbei. Mehrere Informationstafeln entlang des Weges geben Einblicke in das Leben der Römer an der Grenze zu Germanien. So stehen am Ebnisee ein kurzer Weg rund um das Wasser und eine Wanderung mit römischer Geschichte als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander.
Geschichte des Sees und des Namens
Der Ebnisee wurde im Winter 1745/1746 erstmals angestaut; seit 1884 ist er dauerhaft angestaut. Danach begann zunächst ein bescheidener Tourismus rund um den See, der sich über die folgenden Jahrzehnte bis heute zu einem Ziel der Naherholung entwickelte. Auch der Name Ebni hat einen möglichen historischen Bezug: Er steht wahrscheinlich mit der mittelalterlichen Glasherstellung in Verbindung und geht möglicherweise auf das Einebnen des zunächst als Hohlkörper geblasenen Glases zurück. Diese Deutung bleibt eine Möglichkeit, keine gesicherte Erklärung.
Weitere Ziele in Kaisersbach
Zum übergeordneten Reiseziel Kaisersbach gehören auch die Hägelesklinge und die Brunnenklinge. Die beiden Schluchten liegen zwischen den Kaisersbacher Teilorten Ebersberg und Täle und sind seit 1969 Naturschutzgebiet. Sie setzen einen anderen Landschaftsschwerpunkt als der Ebnisee.
Für kulturgeschichtliche Interessen gibt es in Kaisersbach außerdem zwei Mühlen aus dem 14. Jahrhundert. Die Menzlesmühle liegt im Osten der Gemeinde am Mühlenwanderweg und besitzt ein oberschlächtiges Wasserrad. Die Ebersberger Mühle befindet sich im Täle der Blinden Rot; seit den 1920er-Jahren wird sie von einer Turbine angetrieben. Diese Ziele ergänzen die Limesgeschichte um weitere Einblicke in die regionale Bau- und Technikgeschichte.
Praktische Hinweise für den Besuch
Im übergeordneten Reiseziel Kaisersbach gibt es am Ebnisee ungefähr 300 gebührenpflichtige Parkplätze. Kapazität und Zahlungsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor Ihrer Fahrt. Toiletten für Menschen mit Behinderung befinden sich am Kiosk beim Parkplatz und an der Waldschenke am Ebnisee. Überprüfen Sie die Verfügbarkeit bei Ihrem Besuch.
Weitere Reiseziele entdecken: Sulzbach, Winterbach, Alfdorf, Winnenden, Oppenweiler, Allmersbach Im Tal, Weinstadt, Berglen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rems-Murr-Kreis.