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Schönau bietet mehrere Perspektiven auf seine Klostergeschichte: die Gründung der ehemaligen Abtei, ihre unter der Straßenfläche markierten Originale und die spätere Entwicklung der Stadt. Ein historischer Rundgang greift diese Themen mit nummerierten Stationen auf; das Museum Hühnerfautei ergänzt den kulturhistorischen Schwerpunkt.

Klostergründung und Spuren im Straßenbild

1142 gründeten Zisterziensermönche im abgeschiedenen Tal der „schönen Au“ am Zusammenfluss von Steinach und Greiner Bach ein Kloster. Während der Reformation wurde die Abtei 1558 aufgelöst. Die beiden Jahreszahlen markieren den Beginn und das Ende der Abtei in Schönau. Der historische Rundgang nimmt neben der Klosteranlage auch die Entwicklung der Stadt in späteren Jahrhunderten auf und reicht damit thematisch über die Gründungszeit hinaus.

In Schönau markiert ein deutlich abgesetztes, großformatiges Sandsteinpflaster die unter der Straßenfläche vorhandenen Originale der ehemaligen Klosteranlage. Das Pflaster macht die frühere Anlage im heutigen Straßenbild kenntlich. Es setzt einen anderen Akzent als der Rundgang: Hier steht die markierte Klosterspur im Mittelpunkt, dort auch die spätere Stadtgeschichte.

Rundgang und App zur Stadtgeschichte

Die Stadt Schönau hat gemeinsam mit dem Verein „Alt Schönau“ einen historischen Rundgang erarbeitet. Seine nummerierten Stationen vermitteln Eindrücke von der ehemaligen Klosteranlage und von der Entwicklung der Stadt in späteren Jahrhunderten. Damit verbindet der Rundgang zwei zeitliche Perspektiven: die Geschichte des Klosters und die späteren Kapitel der Stadt.

Nach Angaben des Vereins ist die kostenlos herunterladbare App „Altstadtrundgang Schönau“ für Smartphones und Tablets entwickelt worden. Sie erläutert die Geschichte der Klosteranlage in ihrem heutigen und ursprünglichen Zustand und bietet eine Tour für Erwachsene sowie eine für Kinder und Jugendliche. Rundgang und App setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Stationen beziehen auch die Stadtentwicklung ein, während die App die Klosteranlage in den Mittelpunkt stellt.

Museum Hühnerfautei

Das kulturhistorische Museum Hühnerfautei bietet einen weiteren Anknüpfungspunkt für die Beschäftigung mit Schönauer Geschichte. Laut Veranstaltungskalender 2026 ist es ab dem 19. April 2026 sonntags von 14:30 bis 17:00 Uhr sowie zu besonderen Veranstaltungen geöffnet. Änderungen sind möglich; prüfen Sie die Angaben daher vor Ihrem Besuch, wenn Sie den Museumsbesuch fest einplanen.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Rhein-Neckar-Kreis

Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Neckar-Kreis finden sich weitere kulturhistorische Schwerpunkte an unterschiedlichen Orten. Das kurfürstliche Schwetzinger Schloss verfügt über ein Rokokotheater und einen weltberühmten Park. In Ladenburg sind große Teile des historischen Stadtkerns bis heute vom Mittelalter und teilweise von der römischen Zeit geprägt; in Wiesloch sind Teile der ehemaligen Stadtmauer und Wehrtürme erhalten. Die Beispiele setzen verschiedene Akzente: Schloss und Park stehen neben historischen Stadtbildern und Befestigungsresten.

Auch für Aktivitäten gibt es unterschiedliche Ansätze. Eberbach verfügt über 150 Kilometer markierte Wanderwege. Das Jahresprogramm „Ab in den Wald“ bietet im gesamten Rhein-Neckar-Kreis kostenlose Waldführungen und Exkursionen. Am Waidsee in Weinheim gibt es Reviere für Paddler, Segler und Windsurfer; am Badesee von St. Leon werden Wasserski oder Wakeboardfahren an einer Seilbahn angeboten. In Schwetzingen wird seit ungefähr 350 Jahren Spargel angebaut. So reicht die Auswahl im Rhein-Neckar-Kreis von Kulturgeschichte und Wandern bis zu Wassersport und regionaler Esskultur, während Schönau seinen eigenen Schwerpunkt bei der ehemaligen Klosteranlage und der Stadtentwicklung hat.

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