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Rund einen Kilometer nordwestlich von Wallhausen versickert der Weidenbach am Drachenwald in klüftigem Muschelkalk. Ein großer Teil seines Wassers fließt anschließend fast 18 Kilometer unterirdisch, bevor der Bach bei Neubronn in die Bühler mündet. Der Drachenwald ist damit ein konkreter Landschaftspunkt; der unterirdische Verlauf zeigt zugleich die größere Dimension des Gewässers.

Weidenbach, Landschaft und Wege

Auch der Honigbergwasen in Schainbach gehört zum Gemeindegebiet und ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Für Wanderungen mit dem Rollstuhl sind drei Wege ausgewiesen: Sie führen nach Michelbach/Lücke, zum Feuchtbiotop Eschbühl und entlang des Weidenbachs. Die Ziele unterscheiden sich damit zwischen einem Ort, einem Biotop und dem Bachlauf. Wallhausen gilt außerdem als Ausgangspunkt für Spaziergänge zu Natur-, Bau- und Geschichtszeugnissen Hohenlohe-Frankens.

Für längere Radtouren ist das mit Wallhausen verbundene Rad-Schmetterling-Netz eine eigene Option. Es umfasst vier Rundtouren mit zusammen 240 Kilometern; die einzelnen Routen sind zwischen 54 und 67 Kilometer lang und führen durch den Naturpark Frankenhöhe und Hohenlohe. Die Angaben helfen dabei, Wanderwege und Radrouten als unterschiedliche Arten der Erkundung einzuordnen, ohne sie zu einer gemeinsamen Strecke zu verbinden.

Jüdische Geschichte in Michelbach an der Lücke

Die ehemalige Synagoge in Michelbach an der Lücke gilt als die älteste noch erhaltene jüdische Kultstätte in Württemberg. Ihre Dauerausstellung erläutert Aspekte der regionalen jüdischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Geöffnet ist die Synagoge am ersten Sonntag jedes Monats von Mai bis Oktober, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Da sich die Öffnungsregelung ändern kann, prüfen Sie die Zeiten vor der Anreise.

Etwa einen Kilometer außerhalb von Michelbach liegt der jüdische Friedhof, der 1840 angelegt wurde. Zwischen 1840 und 1900 wurden dort knapp 300 Menschen bestattet. Ausstellung und Friedhof setzen unterschiedliche Akzente: Hier stehen historische Entwicklungen der Region im Mittelpunkt, dort lassen sich ein konkreter Zeitraum und die Bestattungsgeschichte des Friedhofs benennen.

Schulgeschichte und Aussichtspunkt

Das Dorfschulmuseum Hengstfeld bietet Führungen zur Schulzeit von Kindern an. Inhaltlich geht es um die Nachkriegszeit und die 1960er-Jahre bis zur Schließung der Volksschulen. Die Tourenplanung kann sich ändern; erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach den aktuellen Möglichkeiten. Der Julius-Wengert-Raum im Museum widmet sich außerdem der Laufbahn eines Lehrers aus Wallhausen, der Königlicher Musikdirektor wurde.

Wer sich für einen Blick von oben interessiert, findet die Aussichtsplattform des Wasserturms als weiteren Orientierungspunkt. Der Schlüssel dafür ist im Rathaus erhältlich. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch beim Rathaus, ob die Ausgabe weiterhin so geregelt ist.

Übernachten und regionaler Rahmen

In Wallhausen gibt es traditionelle Gasthöfe mit Übernachtungsmöglichkeit, Ferienwohnungen und eine gemütliche Kneipe. Einzelne Betriebe und Leistungen können sich ändern; prüfen Sie das konkrete Angebot daher vor der Buchung. So können Sie die Übernachtungsform nach Ihren eigenen Vorstellungen wählen, ohne davon auszugehen, dass alle Häuser dieselben Leistungen bieten.

Im übergeordneten Reiseziel Schwäbisch Hall liegt ein eigener kulturhistorischer Schwerpunkt. Die historische Altstadt verbindet nahezu unveränderte mittelalterliche Gassen mit Teilen der Stadtmauer, Türmen, überdachten Holzbrücken, Treppen und Stäffele sowie einem historischen Marktplatz. Das Hällisch-Fränkische Museum ist in sieben historischen Gebäuden untergebracht. In der Stiftskirche St. Nikolaus im Kloster Großcomburg befindet sich ein romanischer Radleuchter.

Weitere Reiseziele entdecken: Braunsbach, Vellberg, Schwäbisch Hall, Cröffelbach, Crailsheim, Blaufelden, Oberrot, Ilshofen.

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