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Entringen lässt sich über zwei unterschiedliche Seiten erschließen: die Bau- und Ausstattungsgeschichte der Evangelischen Michaelskirche und die Lage am westlichen Rand des Naturparks Schönbuch. Hinzu kommen archäologische Funde aus der Alemannenzeit. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie so entscheiden, ob Kulturgeschichte, Wege im Grünen oder die Verbindung beider Interessen im Mittelpunkt stehen soll.

Landschaft und Wege am Schönbuch

Entringen liegt am westlichen Rand des Naturparks Schönbuch. In der unmittelbaren Umgebung können Besucherinnen und Besucher Wander- und Radwege, Spiel- und Rastplätze, ein ausgedehntes Streuobstwiesenschutzgebiet sowie Schloss Hohenentringen erreichen. Damit gibt es verschiedene Ansatzpunkte für Zeit im Freien und für kulturhistorische Entdeckungen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie überlegen, ob Sie eher Wege und Landschaft oder die Geschichte des Ortes in den Vordergrund stellen möchten.

Anreise nach Entringen

Entringen ist mit der Ammertalbahn erreichbar; von Herrenberg und Tübingen fährt sie im Viertelstundentakt. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Abfahrt. Auch über Rad- und Wanderwege aus dem Ammertal und dem Schönbuch sowie über die B296 ist Entringen erreichbar. So stehen unterschiedliche Anreisewege zur Orientierung bereit.

Michaelskirche: mehrere Epochen an einem Ort

Der Standort der Evangelischen Michaelskirche reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück; die gotische Kirche stammt von 1452. Romanische Reste ergänzen diesen historischen Rahmen. Zu den weiteren Merkmalen zählen ein befestigter Turm mit Schießscharten, ein mittelalterlicher Glockenstuhl aus Eiche, spätgotische Ausstattung, historische Grabsteine und ein vorreformatorisches Weihwasserbecken. Die verschiedenen Bauteile und Ausstattungsstücke verweisen auf mehrere geschichtliche Schichten statt auf einen einzigen Bauabschnitt.

Besuche sind sonntags von April bis Oktober nach dem Gottesdienst bis 18 Uhr möglich. Prüfen Sie diese Besuchsregelung vorab, wenn Sie den Kirchenbesuch einplanen.

Alemannische Funde und Gräber

Nahe dem Dorf wurden ein Schwert mit goldenem Griff und ein Helm aus dem 5. Jahrhundert gefunden. Spätere Ausgrabungen wiesen bei der Zehntscheuer alemannische Reihengräber sowie weitere alemannische und frühchristliche Gräber nach. So reichen die archäologischen Zeugnisse von Fundstücken aus der Völkerwanderungszeit bis zu Hinweisen auf mehrere Begräbnisstätten. Sie geben der Ortsgeschichte neben der Kirchenarchitektur einen eigenen Schwerpunkt.

Ammerbuch als übergeordneter Rahmen

Auch das übergeordnete Reiseziel Ammerbuch bietet einen regionalen Kultur- und Landschaftsrahmen. Dort werden der Schönbuch und das Ammertal als Landschaftsräume hervorgehoben. Ammerbuch gehört seit 2021 zur Europäischen Kulturstraße Heinrich Schickhardt, einer vom Europarat anerkannten Kulturroute. Sie verbindet bedeutende Stationen aus dem Leben und Werk des Renaissance-Baumeisters Heinrich Schickhardt.

Vom Schlosshof des Schlosses Hohenentringen reicht der Ausblick über Ammerbuch und das Obere Gäu bis zum Schwarzwald. Das Schloss ist ein langgestreckter, dreigeschossiger Steinbau mit Walmdach aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Im Frühjahr 2018 gehörten zwei Runden in Ammerbuch zum Angebot der Premiumwanderwege und Premiumspazierwanderwege am Früchtetrauf. Zu den in Ammerbuch hervorgehobenen Sehenswürdigkeiten zählen außerdem der Flugplatz sowie Streuobstwiesen und Weinberge.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ammerbuch.

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