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Im alten Öschinger Rathaus von 1700 ist das Holzschnitt-Museum Klaus Herzer eingerichtet. Zusammen mit einer Wanderroute und historischen Spuren am Öschenbach ergeben sich unterschiedliche Themen für die Aufenthaltsplanung: Kunst und Ortsgeschichte ebenso wie Bewegung im Gelände. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, können Sie zunächst überlegen, welcher Schwerpunkt Ihren Aufenthalt stärker prägen soll.

Kunst, Baugeschichte und Ortsüberlieferung

Das Holzschnitt-Museum umfasst rund 1.800 Blätter im Holz- und Metalldruckverfahren. Hinzu kommen Druckstöcke, Holzplastiken, Monotypien, die große Grieshaber-Druckpresse und eine weitere Andruckpresse. Die Verbindung von Druckblättern, Stöcken und Pressen gibt der Sammlung einen klaren Bezug zu unterschiedlichen Seiten der Druckkunst.

Auch die Bau- und Ortsgeschichte lässt sich an konkreten Daten ablesen. Die frühere Öschinger Mahlmühle am Öschenbach konnte nach einem Vergleich zwischen der Gemeinde Öschingen und den Gönninger Müllern im Frühjahr 1764 gebaut werden; ihr Betrieb endete 1978. Ein 1522 genannter Flurname lässt darauf schließen, dass in Halden an den Südhängen des Firstbergs Weinbau betrieben wurde. Das Hauhäusle und das Unternhardthäusle zählen zu den Kleindenkmalen von Öschingen.

Die Burg First auf dem Firstberg steht im Zusammenhang mit den niederadeligen Herren von First. Kraft von Firste erscheint 1288, Marquart von Firste 1300 erstmals in Urkunden. Die Jahreszahlen verweisen damit auf zwei Personen der Überlieferung und bieten einen weiteren Zugang zur Geschichte des Firstbergs.

Wanderroute und Landschaft

Vom Wanderheim Roßberghaus führt ein Weg westlich des Langenbergs durch eine Waldschlucht hinab zum Sträßchen am Öschenbach. Anschließend geht es über eine wenig befahrene Fahrstraße hinauf zum Filsenberg. Der Verlauf wechselt also vom Abstieg durch die Schlucht zu einem Abschnitt am Öschenbach und einem anschließenden Anstieg. Da sich Markierungen und Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie die Wegführung vor dem Start.

Mössingen als eigener Natur- und Kulturkontext

Im übergeordneten Reiseziel Mössingen steht mit dem Bergrutsch am Hirschkopf auch die Erdgeschichte im Mittelpunkt. Das Ereignis fand am 12. April 1983 auf rund 50 Hektar statt; insgesamt rutschten 5 bis 6 Millionen Kubikmeter Erde und Geröll ins Tal. Seit 1988 ist der Bergrutsch am Hirschkopf auf 39 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen und zählt zu den Nationalen Geotopen Deutschlands. Nach dem Bergrutsch entwickelte sich dort im Laufe der Jahre eine eindrucksvolle neue Flora und Fauna. Die Angaben zu rund 50 und 39 Hektar beziehen sich auf unterschiedliche Aspekte: das Ereignis und die Ausweisung des Schutzgebiets.

Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Mössingen verläuft der Premium-Wanderweg Dreifürstensteig. Die Route ist gut 13 Kilometer lang und führt durch Streuobstwiesen zu einem Aussichtspunkt mit weiten Ausblicken, unter anderem zum Hohenzollern. Als Parkausgangspunkte sind die Olgahöhe, der Parkplatz Buch, der Hirschkopfparkplatz und der Parkplatz Linden genannt. So lässt sich für Mössingen eine weitere Wanderoption mit benannter Streckenlänge und mehreren aufgeführten Ausgangspunkten in die Planung einbeziehen.

Für Kulturinteressierte bietet Mössingen einen eigenen Schwerpunkt: Die Kulturscheune im alten Ortskern zeigt wechselnde Ausstellungen zur Mössinger Stadtgeschichte aus einer Sammlung von etwa 30.000 Exponaten; dort finden regelmäßig Kulturveranstaltungen statt. Im Café Chamäleon werden selbstgebackene Kuchen und weitere Spezialitäten aus der Region angeboten. Prüfen Sie vor einem Besuch das aktuelle Veranstaltungsprogramm und Caféangebot.

Weitere Reiseziele entdecken: Kirchentellinsfurt, Hirrlingen, Kusterdingen, Bühl, Starzach, Weingarten, Mössingen, Stetten Am Kalten Markt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tübingen.

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