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Bonndorf im Schwarzwald lässt sich anhand zweier verschiedener Themen vorstellen: den Bonndorfer Schloss-Narrenstuben und dem FFH-Gebiet Wutachschlucht. Sie stehen für Fasnachtskultur und einen Naturraum, dessen Gesamtfläche, Anteil auf Gemeindegebiet und eingeschlossene Naturschutzgebiete benannt sind. Für den Kulturteil sind Sammlungsobjekte prägend; beim Naturschutzthema bilden Fläche und Gemeindeanteil den Maßstab.

Fasnacht in den Schloss-Narrenstuben

Die Bonndorfer Schloss-Narrenstuben zeigen mehr als 400 originalgetreue Miniatur-Narrenfiguren, die Theo Hany selbst hergestellt hat. Im Schlossgewölbe befinden sich außerdem mehr als 300 originale Masken oder Larven aus der gesamten Fasnachtslandschaft. Die Sammlungsstücke unterscheiden sich damit nicht nur in ihrer Zahl. Bei den Narrenfiguren sind Miniaturform und Hersteller benannt; die Masken und Larven sind als Originale aus der gesamten Fasnachtslandschaft eingeordnet. So stehen zwei Perspektiven nebeneinander: die Arbeit eines genannten Herstellers in Miniaturform und ein Bestand mit Bezug zur gesamten Fasnachtslandschaft. Wenn Sie die Schloss-Narrenstuben fest einplanen, prüfen Sie vorab die Besucheröffnungszeiten.

Wutachschlucht als Schutzgebiet

Das 3.543 Hektar große FFH-Gebiet Wutachschlucht erstreckt sich zu 24 Prozent über die Gemeinde Bonndorf und umfasst die beiden Naturschutzgebiete Wutachschlucht und Vogtsberg. Bei diesen Zahlen sind Gesamtfläche und kommunaler Anteil auseinanderzuhalten: Die 3.543 Hektar gelten für das FFH-Gebiet insgesamt, die 24 Prozent für seinen Anteil mit Bezug zur Gemeinde Bonndorf. Wutachschlucht ist dabei sowohl der Name des FFH-Gebiets als auch eines der beiden eingeschlossenen Naturschutzgebiete; Vogtsberg ist das zweite. Diese doppelte Verwendung des Namens hilft, die Gesamtfläche des FFH-Gebiets nicht mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet zu verwechsel. Für die Reiseplanung lässt sich so der Naturbezug Bonndorfs genauer einordnen.

Stadtgeschichte im übergeordneten Reiseziel Waldshut

Im übergeordneten Reiseziel Waldshut kommt ein eigener stadtgeschichtlicher Akzent hinzu. Als die Kaiserstraße 1989 zur Fußgängerzone wurde, verlegte man den Stadtbach wieder in die Straßenmitte und errichtete erneut drei Brunnen. Die Jahreszahl verankert den Wandel in einem konkreten Zeitpunkt; die weiteren Angaben beschreiben, wie sich die Umgestaltung nicht nur auf die Straßennutzung, sondern auch auf die Mitte der Kaiserstraße bezog. Für eine Reiseauswahl, die neben Bonndorfs Sammlung und Schutzgebiet auch Stadtgeschichte im Blick hat, ist das ein eigener Themenakzent im übergeordneten Reiseziel Waldshut.

Für die Auswahl der Reisethemen ist die Abgrenzung hilfreich: In Bonndorf stehen ein kultureller Schwerpunkt und eine über größere Fläche eingeordnete Naturperspektive nebeneinander; die Geschichte der Kaiserstraße bildet einen eigenen stadtgeschichtlichen Akzent im übergeordneten Reiseziel Waldshut. Diese Themen lassen sich nach Kultur, Natur und Stadtentwicklung sortieren, statt sie zu einem einzigen Besuchsprogramm zu vermischen.

Weitere Reiseziele entdecken: Rickenbach, Görwihl, Todtmoos, Wutöschingen, Wutach, Murg, Bad Säckingen, Häusern

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Waldshut.

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