Der Winterhalter-Themenweg bietet einen konkreten Zugang zur Geschichte Menzenschwands: Er führt über 3,4 Kilometer durch und rund um den Ort und zeichnet das Leben und das umfangreiche Werk der Malerbrüder Franz Xaver und Hermann Winterhalter nach. Beide wurden in Menzenschwand geboren und wuchsen dort auf. Der Themenweg wurde am 14. Juni 2025 eröffnet und umfasst neun Stationen.
Winterhalter und Ortsgeschichte
Die Alte Dorfkirche eröffnet einen anderen Blick auf die Geschichte des Ortes. Sie wurde 1687–1688 als katholische Pfarrkirche St. Martin erbaut, 1976 an die evangelische Kirchengemeinde übergeben und 1978 als Erlöserkirche eingeweiht. Auch die Decken- und Wandmalereien gehören zu dieser Geschichte: Alte Malereien wurden unter mehreren Farbschichten gefunden und nach der Restaurierung von 1976 bis 1978 freigelegt. Bauzeit, Übergabe und Restaurierung markieren damit unterschiedliche Stationen in der Entwicklung der Kirche.
Der Winterhalterverein veranstaltet in der Alten Dorfkirche Filmabende, Konzerte, Ausstellungen und Lesungen. Das Programm einzelner Veranstaltungen kann variieren. Wer sich für das kulturelle Leben interessiert, kann neben der Biografie der Malerbrüder also auch die Veranstaltungsthemen des Vereins in den Blick nehmen.
Naturthemen und saisonale Wahl
Für eine naturbezogene Perspektive sind die Menzenschwander Wasserfälle ein besonderes Highlight des Menzenschwander Geißenpfads. Die Wasserfälle sind damit ein eigener Orientierungspunkt neben den kulturgeschichtlichen Themen des Ortes.
Eine konkrete Winteroption ist die Mösleloipe I. Sie ist eine einfache klassische Rundtour mit Start im Menzenschwander Hinterdorf und eignet sich für Anfänger, da sie überwiegend über ebene Flächen verläuft. Ihr saisonaler Einsatz hängt von den Schneeverhältnissen ab. Das macht sie zu einer anderen Art von Reiseerlebnis als der Winterhalter-Themenweg oder die Geschichte der Dorfkirche.
Die Themen lassen sich nach Interesse unterscheiden: Der Winterhalter-Themenweg folgt einer Künstlerbiografie, die Kirche bündelt Bau- und Nutzungsgeschichte, und die Mösleloipe I beschreibt eine einfache klassische Rundtour, deren saisonaler Einsatz von den Schneeverhältnissen abhängt. Die Wasserfälle setzen dazu einen Naturakzent am Geißenpfad. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise an den Fragen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
St. Blasien im übergeordneten Reiseziel
Wenn Sie den Blick auf das übergeordnete Reiseziel ausweiten, bietet St. Blasien eigene kulturgeschichtliche Bezugspunkte. Der Dom St. Blasien wurde 1783 als Abteikirche eingeweiht; seine Kuppel war damals die drittgrößte Kirchenkuppel Europas. Der zentrale Kuppelraum misst 36 Meter im Durchmesser. Dieses Maß entspricht genau der Höhe vom Fußboden bis zum Scheitel der Kuppel.
Auch der Sanagarten erzählt von der Geschichte St. Blasiens als Kurort. Die Parkanlage entstand zwischen 1923 und 1925 als Wandelgarten des früheren Lungensanatoriums. Sie gilt als hervorragendes Beispiel repräsentativer Gartenarchitektur der 1920er Jahre und als Zeugnis der glamourösen Vergangenheit der Stadt.
Für St. Blasien ist der Wochenmarkt freitags von 8 bis 13 Uhr auf dem Sparkassenvorplatz angegeben; prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Termin. Mit dem Auto ist St. Blasien über die Schnellstraße B500 aus Richtung Titisee, Schluchsee und Häusern oder über Aha am Schluchsee und Menzenschwand erreichbar. Ganzjährig besteht Linienverkehr der SBG ab Bahnhof Seebrugg. Prüfen Sie für die Fahrt die aktuellen Fahrpläne.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Blasien.