Der Görlsdorfer Wald, die Dorfkirche und der Kornradenweg eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Natur, Geschichte und Wegeplanung. Ein weiterer Naturblick reicht von der Aussichtsplattform am Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen über den Schlabendorfer See und seine geschützten Uferbereiche.
Naturbeobachtungen im Görlsdorfer Wald
Im Görlsdorfer Wald kommen 14 der 18 in Brandenburg heimischen Fledermausarten vor. Dazu zählt die Mopsfledermaus, eine der seltensten Arten Deutschlands. Auch die urigen Alteichen sind bemerkenswert: Sie bieten den selten gewordenen Käfern Eremit, Hirschkäfer und Großem Heldbock Lebensraum. Fledermausvorkommen und Käferhabitate zeigen zwei unterschiedliche Seiten des Waldgebiets – von den dort vorkommenden Arten bis zum Lebensraum, den alte Bäume bieten.
Einen anderen Blick auf die Natur bietet die Aussichtsplattform am Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen. Von dort reicht die Sicht über den neu entstandenen Schlabendorfer See und die geschützten Ufer- und Flachwasserbereiche. Während des Vogelzugs lassen sich dort tausende Kraniche nieder. Die Plattform ist über eine Rampe auch mit Kinderwagen und Rollstühlen befahrbar.
Im Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum werden im September und Oktober regelmäßig öffentliche Kranichbeobachtungen angeboten. Wenn Sie Ihre Reise auf diese Beobachtungen ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine und Preise vorab; sie können variieren. So lässt sich die saisonale Veranstaltung gezielt in die Planung einbeziehen, ohne sie mit einem ganzjährigen Angebot zu verwechseln.
Wege und Anfahrt
Der Kornradenweg verläuft größtenteils über ruhige Ortsverbindungsstraßen und Feldwege. Einzelne Abschnitte sind sandig und können je nach Witterung zeitweise mit dem Fahrrad schlecht zu befahren sein. Wenn Sie den Weg mit dem Fahrrad nutzen, berücksichtigen Sie diese wetterabhängige Einschränkung bei Ihrer Planung.
Das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen ist mit dem Auto oder Fahrrad über den Luckauer Ortsteil Görlsdorf erreichbar. Ab den Ortsverbindungsstraßen Görlsdorf–Garrenchen und Görlsdorf–Beesdau ist die Zufahrt ausgeschildert. Prüfen Sie die Beschilderung vor Ort, wenn Sie die Anfahrt planen.
Dorfkirche und Gutsanlage
Die Dorfkirche in Görlsdorf bewahrt im westlichen Abschnitt des Langhauses einen mittelalterlichen Feldsteinkern, vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Dieser wurde 1782/83 nach Osten verlängert. 1891 erhielt die Kirche durch querhausartige Logen eine Kreuzform. Die Baugeschichte umfasst damit einen vermutlich mittelalterlichen Kern und zwei spätere Veränderungen, die sich zeitlich voneinander unterscheiden.
An der Südwand befindet sich ein Sandsteinepitaph zum Gedenken an Hans Adam v. Stammer (†1753) und seine Frau Johanna Eleonora Sophia, geb. v. Pflug (†1755). Das Epitaph wurde 2016 restauriert. Als weiteres bauliches Merkmal umfasst die Gutsanlage in Görlsdorf ein Herrenhaus.
Stadtgeschichte in Luckau
Auch Luckau, das übergeordnete Reiseziel, bietet einen eigenen Schwerpunkt auf Geschichte. Das Niederlausitz-Museum befindet sich in einem ehemaligen Dominikanerkloster, das später als Gefängnis genutzt wurde und mit Insassen wie Karl Liebknecht verbunden ist. Die Dauerausstellung „Luckau – Tor zur Niederlausitz. Mensch, Kultur, Natur.“ beleuchtet die Entwicklung Luckaus und seiner Umgebung.
Zum Museumsangebot gehören interaktive Hör- und Medienstationen für Kinder und Erwachsene sowie ein Audioguide mit Geschichten aus der ehemaligen Haftanstalt. Da sich Besucherangebote ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch, welche Präsentationen verfügbar sind. Auch ein Rundgang an der Stadtmauer setzt einen anderen Akzent: Sie ist vollständig erhalten, etwa 1,8 Kilometer lang, umschließt den Altstadtkern und eignet sich für einen Spaziergang.
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