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Steinreich vereint Dorfgeschichte und unterschiedliche Landschaftsbilder. Steinreichs Glieniger Bereich, zu dem Damsdorf und Schenkendorf gehören, liegt in der Grenzzone zwischen Mark, Niederlausitz und Niederem Fläming. Für die Reiseplanung ergibt sich daraus ein thematischer Rahmen: Historische Dorf- und Bauformen stehen neben besonderen Vegetationsbeschreibungen und den Produkten der Brennerei Sellendorf. Je nachdem, ob Sie sich vor allem für Kirchen, historische Spuren, Landschaft oder regionale Erzeugnisse interessieren, setzen Sie andere Schwerpunkte.

Grenzzeichen und Schenkendorfer Ortsgeschichte

An der Straße zwischen Schenkendorf und Damsdorf markiert ein Grenzstein die früheren Provinzen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Sein Bezug gilt damit einer historischen Einteilung. Auch Schenkendorfs Ortsgeschichte lässt sich an konkreten Angaben ablesen: Der Ort gilt als Angerdorf und ehemaliges Gutsdorf. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er am 3. August 1301 unter dem Namen Schenkendorp. Siedlungsform, frühere Bezeichnung als Gutsdorf und die historische Namensform geben verschiedene Anknüpfungspunkte, um die Entwicklung des Ortes zeitlich einzuordnen.

Feldsteinkirche und historische Bauformen

Die mittelalterliche Feldsteinkirche in Schenkendorf besitzt einen Turm an der Westseite. Eine außen liegende Treppe führt zu den Turmebenen und bildet ein markantes Detail des Kirchenbaus. Der Innenraum stammt aus der Zeit um 1700. Zu seiner Ausstattung gehören eine Patronatsloge von 1713 und ein Altarretabel aus der Zeit um 1724. So stehen am selben Bauwerk mittelalterlicher Feldsteinbau und Ausstattungsstücke aus dem frühen 18. Jahrhundert nebeneinander. Die ungefähren Datierungen des Innenraums und des Retabels sowie das genaue Jahr der Patronatsloge sollten dabei auseinandergehalten werden.

Eine andere Baugeschichte zeigt das Schloss Glienig. Das verputzte Gebäude mit barocken Elementen und einem mehrfach geschweiften Giebel wurde zwischen 1875 und 1906 errichtet. Neben dem Schloss liegt ein Park mit Teich, einer künstlichen Korallentropfsteinhöhle und einem Tiergehege. Die beschriebenen Merkmale unterscheiden sich deutlich von der mittelalterlichen Feldsteinkirche und ihrer späteren Ausstattung: In Glienig stehen die Bauzeit des Schlosses und die besondere Gestaltung des Giebels im Mittelpunkt, in Schenkendorf der Kirchenbau und seine Ausstattung.

Wacholderschlucht und Landschaft bei Sellendorf

Auch die Landschaft ist mit konkreten Merkmalen beschrieben. Die Wacholderschlucht nahe Hohendorf umfasst 34 Hektar. Zu ihrer Vegetation zählen Wacholderbestände, Waldkiefern, Ginster und Birkenbestände. Sellendorf wiederum ist als bewaldeter Bereich mit Wiesen, Alleen und kleinen Gewässern charakterisiert. Diese Beschreibungen setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Wacholderschlucht stehen bestimmte Gehölze und die Flächengröße im Vordergrund, bei Sellendorf das Nebeneinander von Wald, Wiesen, baumbestandenen Alleen und kleineren Wasserflächen. Wer Steinreich wegen seiner Landschaft auswählt, kann diese beiden Ortsbeschreibungen als unterschiedliche Motive für die Reiseentscheidung betrachten.

Produkte aus der Brennerei Sellendorf

Ein kulinarischer Bezugspunkt ist die Brennerei Sellendorf. Zum Sortiment gehören Weizenkorn, Kornbrand, Apfellikör, Kräuterliköre, Fruchtliköre und weitere Spirituosen auf Fruchtbasis. Da sich das Sortiment ändern kann, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuelle Verfügbarkeit. Damit ergänzen lokale Erzeugnisse die historischen und landschaftlichen Themen, ohne dass Sie Ihre Reise auf nur eine Art von Entdeckung festlegen müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Luckau, Neuendorf Am See, Halbe, Teupitz, Unterspreewald, Niederlehme, Schönefeld, Straupitz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dahme-Spreewald.

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