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Die denkmalgeschützte Pyramidenruine von Garzau liegt auf einem ehemaligen Weinberg. Dazu führt der Europäische Radwanderweg R 1 durch Garzau, während Ausgrabungen und Reste eines slawischen Burgwalls Einblicke in die frühe Geschichte von Garzau und Garzin geben. Diese unterschiedlichen Themen machen den Ort zu einem Ziel für alle, die Kulturgeschichte und Radwandern in ihre Reiseplanung einbeziehen möchten.

Die Pyramide von Garzau: Ruine und Wiederaufbau

Die Pyramide steht auf einem Gelände, das früher als Weinberg genutzt wurde. Ihre heutige Gestalt geht auf Arbeiten des Vereins Pyramide und Schloßpark Garzau e. V. zurück: Zwischen 2000 und 2010 ließ der Verein anhand historischer Pläne aus einer Ruine wieder eine Pyramide entstehen. Die Rekonstruktion wurde überwiegend mit eigenen Mitteln des Vereins ermöglicht. So treffen an diesem Ort zwei verschiedene historische Ebenen aufeinander: die frühere Nutzung des Weinbergs und der jüngere Wiederaufbau auf Grundlage historischer Pläne.

Für die Reiseplanung ist die Pyramide ein klarer Anknüpfungspunkt, wenn Sie sich für das bauliche Erbe von Garzau interessieren. Der R 1 eröffnet einen anderen Blick auf den Ort: Der Radwanderweg durchquert Garzau entlang einer alten Heeresstraße. Diese wurde zur Zeit der Napoleonischen Kriege bis zur Oder und weiter ostwärts benutzt. Die Route verbindet damit eine heutige Radwanderung mit einer historischen Wegelinie; der überlieferte Zweck der Straße gehört dabei zu ihrer Geschichte.

Garzau und Garzin: Spuren früher Besiedlung

Auch die Geschichte der beiden Ortsteile lässt sich gemeinsam betrachten. Ausgrabungen und die Überreste eines slawischen Burgwalls bezeugen, dass Garzin ebenso wie Garzau einst im Schutz slawischer Burganlagen entstand. Diese archäologischen Hinweise ergänzen die Geschichte der Pyramide um eine deutlich frühere Besiedlungsperspektive. Wer bei einem Aufenthalt sowohl das Denkmal in Garzau als auch die Ortsgeschichte in den Blick nehmen möchte, findet damit zwei unterschiedliche historische Themen, ohne sie miteinander zu verwechseln.

Märkisch-Oderland als weiterer Entdeckungsraum

Über Garzau-Garzin hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Märkisch-Oderland eigene Kultur- und Naturthemen. In Buckow ist das Brecht-Weigel-Haus seit 1977 ein Museum. Das Literaturmuseum veranstaltet ganzjährig Lesungen, Konzerte, Gespräche, Diskussionen, Filme, Ausstellungen und Sonderführungen; die konkreten Angebote variieren. Damit steht neben der Ortsgeschichte von Garzau-Garzin ein weiteres literarisch-kulturelles Ziel in Märkisch-Oderland zur Auswahl.

Auch für Natur- und Radwanderungen gibt es in Märkisch-Oderland verschiedene Möglichkeiten. Die Märkische Schweiz lässt sich auf dem 17 Kilometer langen Natura Trail oder der knapp 21 Kilometer langen zertifizierten Naturparkroute Märkische Schweiz erkunden. Der Längenvergleich gibt eine erste Orientierung zum Umfang der beiden Routen; prüfen Sie die Bedingungen vor Ort, bevor Sie Ihre Tour planen. Als weitere regionale Radroute verläuft die Hauptroute des Oderbruchbahn-Radwegs in Märkisch-Oderland von Fürstenwalde/Spree oder alternativ von Müncheberg nach Wriezen. Er führt durch die Landschaft des Oderbruchs und greift zugleich die Anfänge des 20. Jahrhunderts und die Geschichte des Eisenbahnverkehrs auf.

Das Brecht-Weigel-Haus und die genannten Routen sind dagegen weitere Ziele im übergeordneten Märkisch-Oderland.

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Freienwalde, Lebus, Falkenhagen, Rehfelde, Letschin, Groß Neuendorf, Hoppegarten, Buchholz

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.

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