Hönow lässt sich aus zwei Perspektiven entdecken: Die im Wesentlichen erhaltene Gestalt eines märkischen Angerdorfs erzählt von der Ortsgeschichte, während der Hönower Weg und die ZR1 konkrete Tourenbezüge bieten. Für Ihre Planung macht das einen Unterschied: Sie können den Ort selbst zum Schwerpunkt machen oder Hönow als Endpunkt einer Wanderung beziehungsweise Ausgangspunkt einer Radtour betrachten.
Ein märkisches Angerdorf mit erhaltener Form
Hönow wurde im 13. Jahrhundert von den markgräflichen Brüdern Johann I. und Otto III. kolonisiert und zu einem typischen märkischen Angerdorf ausgebaut. Seine Form ist im Wesentlichen bis heute erhalten. Der historische Blick richtet sich damit nicht nur auf ein einzelnes Datum, sondern auch auf die Siedlungsform, die Hönow prägt. Wenn Sie den Ort besuchen, lohnt es sich deshalb, neben einzelnen Bauwerken auch die überlieferte Gestalt des Dorfs in den Blick zu nehmen.
Die Dorfkirche Hönow ist ein weiterer konkreter Bezugspunkt. In der Denkmalliste des Landes Brandenburg ist sie mit Stand 1. Januar 2026 unter der ID-Nummer 09180476 für Dorfstraße 32 verzeichnet. Für Besichtigungen ist ein saisonaler Zeitplan angegeben: Von April bis Oktober sind Besuche samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr vorgesehen; außerhalb dieser Zeiten ist eine Besichtigung nach Anmeldung im Gemeindebüro vorgesehen. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob diese Zeiten für Ihren Termin gelten.
Der Hönower Weg und die ZR1
Der 23 Kilometer lange Hönower Weg beginnt in Friedrichshain und endet in Hönow. Die Distanz macht ihn zu einer eigenständigen Wanderung; für die Planung zählen daher sowohl der Ausgangspunkt als auch das Ziel. Wer den Weg in einen Aufenthalt einbezieht, kann Hönow als Abschluss der Strecke betrachten, statt den Weg mit einem kurzen Ortsbesuch gleichzusetzen.
Für eine Radtour liegt der Startpunkt am U-Bahnhof Hönow; von dort führt sie auf die ZR1 in Richtung Altlandsberg. Die Route verläuft über gut ausgebaute Radwege sowie über Feld- und Waldwege, die je nach Witterung gut befahrbar sind, und teilweise straßenbegleitend. Der Wechsel der Wegarten ist für die Tourenplanung relevant: Die Witterung kann sich auf die Befahrbarkeit der Feld- und Waldabschnitte auswirken. Prüfen Sie die Bedingungen vor der Fahrt.
Historische Themen im übergeordneten Reiseziel Hoppegarten
Im übergeordneten Reiseziel Hoppegarten kommen weitere historische Blickwinkel hinzu. Der zum Gut Dahlwitz gehörende 30 Morgen große Park wurde 1821 im Auftrag des Grafen von Hacke vom Landschaftsgestalter Peter Josef Lenné angelegt. Auch die Bahnhofsarchitektur erzählt eine eigene Geschichte: 1890 wurde das kleine Empfangsgebäude in Hoppegarten zum stattlichen Kaiserbahnhof mit Fürstenzimmer ausgebaut. Ein Oberlicht und viel Stuck prägen den prunkvollen Eindruck des Fürstenzimmers.
Die Galopprennbahn Hoppegarten wurde am 17. Mai 1868 eröffnet. Von April bis Oktober finden dort jährlich etwa zehn Rennveranstaltungen statt. Wenn Sie einen konkreten Renntag in Ihre Reise einplanen, prüfen Sie die Termine beim Betreiber. Eine andere historische Perspektive bietet die Dorfkirche Dahlwitz: Sie stammt aus dem Jahr 1375, ist das älteste Bauwerk des Ortes und steht unter Denkmalschutz. So stehen in Hoppegarten Parkgestaltung, Bahnhofsarchitektur, Rennsport und Kirchenbau neben Hönows eigener Geschichte als Angerdorf.
Weitere Reiseziele entdecken: Wilkendorf, Heckelberg-Brunow, Zechin, Buckow, Petershagen/Eggersdorf, Treplin, Fredersdorf-Vogelsdorf, Hennickendorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.