Fürstenberg/Havel verbindet einen markanten Wasserbezug mit mehreren unterschiedlichen Geschichtsthemen: einer Kanurundfahrt um die Altstadt, einer stadtgeschichtlichen Ausstellung, der Alten Burg, einer an Land liegenden Eisenbahnfähre und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Für die Planung hilft die Frage, welcher Schwerpunkt Ihren Aufenthalt prägen soll: eine überschaubare Runde auf dem Wasser, Einblicke in die Stadtgeschichte oder die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück.
Fürstenberg/Havel auf dem Wasser erleben
Die leichte Kanurundfahrt um die Altstadt ist 2,3 Kilometer lang und dauert etwa eine Stunde. Sie führt über die Gänse-, Priester- und Schulhavel, die durch den Fisch-Kanu-Pass durchgängig befahrbar sind. Damit lässt sich die Runde als eigener, zeitlich gut umrissener Programmpunkt einordnen. Die ungefähre Dauer bleibt eine Orientierung für Ihre Planung.
Der Fisch-Kanu-Pass ist 50 Meter lang und überwindet einen Höhenunterschied von 1,60 Metern. Er ist der größte Fisch-Kanu-Pass Brandenburgs. So bekommt die kurze Rundfahrt neben dem Verlauf um die Altstadt auch einen besonderen Bezug zur Wasserbauanlage.
Als Alternative zum selbst geplanten Rundkurs werden geführte Stadttouren durch die historischen Straßen angeboten. Naturführungen führen zu den umliegenden Seen und Wäldern. Es sind unterschiedliche Angebote: Die Stadttour richtet den Blick auf die Straßen und Geschichte des Ortes, die Naturführung auf die Umgebung. Termine und Buchungen erhalten Sie über die Tourist-Information.
Stadtgeschichte und historische Spuren
Die Heimatkundliche Ausstellung Fürstenberg/Havel am Markt 5 vermittelt anhand von Audiodokumenten, Karten und Gegenständen aus der Stadtgeschichte einen Einblick in die Entwicklung der Stadt über die Jahrhunderte. Die verschiedenen Medien geben dafür unterschiedliche Zugänge: Karten zeigen räumliche Zusammenhänge, Gegenstände und Audiodokumente ergänzen den Blick auf einzelne Aspekte der Geschichte.
In den Ausstellungsräumen ist außerdem eine Replik des Fürstenberger Goldschatzes zu sehen. Der Goldschatz wurde 2008 bei Bauarbeiten an der Brandenburger Straße nahe der Burg gefunden. Die Ausstellung verbindet damit einen konkreten Fundort mit einem Objekt, das heute als Replik gezeigt wird.
Eine weitere historische Spur ist die Alte Burg. Sie war einst eine Wasserburg und ist das älteste, in Teilen noch erhaltene Gebäude der Stadt Fürstenberg/Havel. Die Eisenbahnfähre erzählt eine andere, jüngere Geschichte: 2013 wurde sie im Auftrag der Stadt aus dem Wasser gehoben und mit Korrosionsschutz versehen. Seitdem liegt sie an Land und kann aus nächster Nähe betrachtet werden. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob sich an diesem beschriebenen Zustand etwas geändert hat.
Ein eigener Schwerpunkt: Ravensbrück
Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ist ein offener Bildungsort am Ufer des Schwedtsees im ehemaligen Dorf Ravensbrück. Ihre Dauerausstellung „Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück – Geschichte und Erinnerung“ behandelt die Geschichte und Nachgeschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück in der Zeit des Nationalsozialismus. Inhaltlich unterscheidet sich dieser Besuch deutlich von den stadtgeschichtlichen Ausstellungen: Hier steht die Geschichte des Konzentrationslagers und ihre Nachgeschichte im Mittelpunkt. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besucherinformationen der Gedenkstätte.
Für einen Aufenthalt mit mehreren Interessen lassen sich die Angebote nach ihrem jeweiligen Thema ordnen, statt sie als gleichartige Stationen zu behandeln: Die Kanurundfahrt erschließt die Havelarme rund um die Altstadt, die Heimatkundliche Ausstellung widmet sich der Stadtgeschichte, und Ravensbrück setzt einen eigenen historischen Schwerpunkt. Geführte Stadttouren und Naturführungen bieten eine weitere Möglichkeit, die Auswahl an den gewünschten Blick auf Fürstenberg/Havel und seine Umgebung anzupassen.
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