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Lehnitz verbindet eine ausgeprägte Uferlandschaft mit vielschichtiger Ortsgeschichte. Der Lehnitzsee ist ein schmaler Toteissee: Er misst 2,3 Kilometer in der Länge und bis zu 450 Meter in der Breite. Lehnitz erstreckt sich an seinem östlichen Ufer; Mischwälder umgeben den Ort und reichen kilometerweit bis zu den benachbarten Orten Schmachtenhagen, Summt und Borgsdorf. Für Ihre Reiseplanung stehen damit zwei klare Themen im Vordergrund: die Landschaft am See und die historischen Orte Lehnitz’.

Am Lehnitzsee: Rundwanderung und Schleuse

Die Rundwanderung um den Lehnitzsee bietet Ausblicke auf den See sowie Rastmöglichkeiten an versteckten Buchten und Badestränden. Ein hervorgehobener Punkt der Runde ist die Lehnitzschleuse. Dort werden Güterschiffe, Sportboote und Ausflugsschiffe gleichermaßen geschleust. So stehen Uferlandschaft und Schiffsverkehr als unterschiedliche Facetten der Wanderung nebeneinander.

Für die Rundwanderung führt eine ÖPNV-Verbindung vom Berliner Hauptbahnhof mit dem RE5 oder der S1 nach Oranienburg und anschließend mit dem Bus 805 in Richtung Liebenwalde bis zur Haltestelle „Finanzamt Oranienburg“. Prüfen Sie vor der Fahrt die Fahrpläne.

Ortsgeschichte und Gedenkorte

Das ehemalige jüdische Erholungsheim in Lehnitz wurde 1899 gegründet und diente bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten bedürftigen jüdischen Menschen als Erholungsort. Am Hafenbecken erinnert ein 2015 eingeweihter Gedenkort an die Opfer des KZ-Außenlagers „Klinkerwerk“.

Ein weiterer historischer Schwerpunkt ist die denkmalgeschützte Waldsiedlung Lehnitz-Nord, ein Siedlungsensemble in Lehnitz. Sie wurde im Oranienburger Forst von 1938 bis 1943 auf einer Fläche von sieben Hektar mit 20 Einfamilienhäusern für Testpiloten und Offiziere der Luftwaffe errichtet. Bauzeit, Fläche und ursprüngliche Nutzung geben dem Ensemble einen klar umrissenen historischen Rahmen.

Die Friedrich-Wolf-Gedenkstätte bietet Führungen durch das Haus in der originalen Wohnumgebung mit Büchern, Bildern und erhaltenen Zeitzeugnissen. Freitags von 12 bis 16 Uhr ist sie für alle Besucher geöffnet.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Oranienburg

Im übergeordneten Reiseziel Oranienburg ergänzen eigenständige Kulturthemen den Blick auf Lehnitz. Schloss Oranienburg ist einer der bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg. Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen erinnern am authentischen Ort an die Geschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen (1936–1945), des sowjetischen Speziallagers Nr. 1/7 (1945–1950) und der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte (1945–1961). In erhaltenen Gebäuden des Lagers sind 13 Dauerausstellungen zu besichtigen, die ihre thematischen Schwerpunkte jeweils mit den entsprechenden Orten verbinden. Zur Gedenkstätte gehört außerdem ein umfangreiches museumspädagogisches Vermittlungsangebot.

Für Radreisende verläuft im Stadtgebiet von Oranienburg auch die 300 km lange Regionalparkroute „Rund um Berlin“: Sie führt von Leegebruch kommend durch Eden bis zum Schloss, anschließend durch das Zentrum und über die Lehnitzschleuse nach Schmachtenhagen und Wensickendorf. Prüfen Sie vor der Fahrt die Routenbedingungen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oranienburg.

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