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Wulkow ist vom barocken Gutshofensemble geprägt, doch Dorfkirche, das „UFO“ genannte Domespace und der Schlosspark eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte. Kunst im Atelier und Radthemen am Ökospeicher ergänzen die Anknüpfungspunkte. So können Sie den Schwerpunkt eines Aufenthalts zwischen Architektur, Bildhauerei und Landschaft setzen.

Gutshofensemble und Dorfkirche

Das barocke Gutshofensemble bildet den historischen Ortskern von Wulkow und ist ein touristischer Anziehungspunkt. Zum Stand vom 1. Januar 2026 gehören zum denkmalgeschützten Ensemble ein Herrenhaus mit Park, ein Wirtschaftshof mit Speicher, eine Stellmacherei sowie zwei Wirtschaftsgebäude. Erst die Umbauten von Richard Schulz machten Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem barocken Gutshaus ein schlossartiges Anwesen. Zum Gutshofensemble gehören außerdem die denkmalgeschützte Dorfkirche von 1687 und ein 1695 errichtetes Grufthaus mit Familienwappen. In der evangelischen Kirche von Wulkow befindet sich ein Hochaltaraufsatz aus der Zeit um 1700. Die ehemalige Orangerie gehörte zur früheren Schlossgärtnerei und diente unter anderem zur Unterbringung exotischer Kübelpflanzen.

Schlosspark und markante Bauformen

Der etwa 300 Jahre alte Schlosspark besitzt einen denkmalgeschützten Baumbestand. Im Park liegt außerdem eine deutsche Kriegsgräberstätte, die 1977 erweitert wurde. In Wulkow steht zudem die größte Wildbirne des Landes.

Das Domespace, in Wulkow auch „UFO“ genannt, erinnert an eine fliegende Untertasse. Ursprünglich war es als Büro und Seminarzentrum für den Ökospeicher-Verein konzipiert. Diese Bauform setzt einen anderen Akzent neben der barocken Geschichte des Gutshofensembles.

Kunst, Ökospeicher und Radangebote

Im Atelier Jannulis Tembridis entstehen Skulpturen aus Stein, Marmor und Terrakotta; Werke können dort käuflich erworben werden. Wenn ein Kauf für Sie Teil der Reiseplanung ist, prüfen Sie die aktuellen Möglichkeiten vorab. Im Ökospeicher gibt es seit 2017 den Büchertalk „Ich lese was, was Du nicht liest“.

Beim Ökospeicher gibt es eine E-Bike-Ladestation; prüfen Sie ihre Verfügbarkeit vor der Reise. Für Radfahren oder Skaten ist eine etwa 10 km lange Strecke des Oder-Neiße-Radwegs vorgeschlagen. Die Tour „Lebus und zurück“ führt auch in das Ökodorf Wulkow bei Booßen. Routendetails können sich ändern, daher empfiehlt sich vor der Abfahrt ein Blick auf den aktuellen Verlauf.

Lebus als weiterer regionaler Blickwinkel

Im übergeordneten Reiseziel Lebus verläuft der Natura Trail „Steppenflora im Lebuser Land“ als 36 km langer Radwanderrundweg. Er verbindet vier FFH-Gebiete von europäischer Bedeutung: das NSG Oderberge Lebus, das NSG Zeisigberg, die Preisterschlucht und die Oderhänge Mallnow. Auf seinem Abschnitt bei Lebus führt der Trail über den Oder-Neiße-Radweg bis zur Abfahrt Podelzig-Klessin. Vom Burgberg in Lebus bietet sich ein Panoramablick entlang der Oder bis weit ins polnische Land. Unterhalb des Burgbergs liegt die Pfarrkirche: Sie wurde 1806 wieder aufgebaut, diente bis 1945 als Stadtkirche und nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1954 in ihrer heutigen Größe erneut errichtet. Sie gilt als Wahrzeichen der Unterstadt. An den Oderhängen bei Mallnow blühen im Frühjahr zuerst Adonisröschen; später kommen Hornveilchen und Schlüsselblumen hinzu.

Weitere Reiseziele entdecken: Rauen, Wiesenau, Berkenbrück, Fürstenwalde/Spree, Bad Saarow, Herzberg, Jacobsdorf, Storkow

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oder-Spree.

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