Der Rundwanderweg um den Machnower See gibt der Entdeckung Kleinmachnows einen roten Faden: Er führt durch den historischen Ortskern und bis zur Machnower Schleuse. Waldflächen und Kulturangebote setzen weitere Akzente. So können Sie bei der Wahl des Reiseziels abwägen, ob Spaziergänge, Ortsgeschichte oder Kultur stärker zu Ihrem Aufenthalt passen.
Rundweg, See und Orientierung
Die Route führt am Fuß der alten Neuen Hakeburg vorbei, durch den historischen Ortskern mit Alter Dorfkirche und Medusentor, durch das Landschaftsschutzgebiet Bäketal und bis zur Machnower Schleuse. Damit verbindet der Rundweg den Machnower See mit Landschaft, Dorfgeschichte und dem Teltowkanal. Wenn Sie eine bestimmte Wanderung planen, können Karten mit den ausgeschilderten Wanderrouten bei der Orientierung helfen.
Diese Karten liegen an der Schleuse, an der Friedensbrücke und am Ortseingang an der Karl-Marx-Straße aus. Prüfen Sie vor einer konkreten Tour, ob die Karten an den genannten Stellen verfügbar sind.
Altes Dorf und Machnower Schleuse
Zum historischen Dorfkern von Kleinmachnow, dem Alten Dorf, gehören die Kirche, das Medusentor und die Ruine der Alten Hakeburg. Das Medusentor ist nach dem Medusenhaupt an seiner Krone benannt und im historischen Dorfkern noch heute zu sehen. Die Dorfkirche im Alten Dorf wurde 1597 unter dem Patronat derer von Hake eingeweiht. Von der Alten Hakeburg ist nur noch das 2003 freigelegte Kellergewölbe erhalten. Die Route führt außerdem am Fuß der alten Neuen Hakeburg vorbei.
Am Teltowkanal ist die Machnower Schleuse ein eigener historischer Bezugspunkt: Sie ist die einzige Schleuse des Kanals und diente als Vorbild für das Schleusensystem des Panamakanals (1909–1914). Direkt an der Schleuse befindet sich die Schleusnerbude, ein Informationszentrum zum Teltowkanal, zu den Besonderheiten der Schleuse und zur Kulturgeschichte der Umgebung. Ortsgeschichte und Kanalthemen gehören hier damit zu den Motiven, die sich beim Erkunden Kleinmachnows aufgreifen lassen.
Wald und Schutzgebiete
Die Waldflächen von Kleinmachnow grenzen unmittelbar an die Siedlungsbereiche an und sind größtenteils über natürliche Pfade zugänglich. Der Gemeindewald wird zum Spazierengehen, Joggen und Fahrradfahren genutzt. Wenn Sie eine konkrete Runde suchen, bietet der Machnower See den beschriebenen Rundwanderweg; der Gemeindewald ist dagegen durch mehrere genutzte Aktivitäten charakterisiert. Beide Themen helfen, den Schwerpunkt eines Aufenthalts im Freien zu wählen, ohne eine bestimmte Gehzeit oder Schwierigkeit vorauszusetzen.
Das Landschaftsschutzgebiet „Parforceheide“ verläuft innerhalb der Gemarkung Kleinmachnow entlang des Teltowkanals. Südlich der Wohnsiedlung Stolper Weg liegt in Kleinmachnow seit 2018 ein 12,88 Hektar großes Fauna-Flora-Habitat-Gebiet mit der EU-Nummer DE 3645_301. Diese Schutzgebiete ergänzen die örtlichen Naturthemen um eine genauere räumliche Einordnung.
Kultur und Veranstaltungen
Auch für einen kulturellen Schwerpunkt gibt es unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Kammerspiele wurden ursprünglich von 1936 bis 1938 als reines Lichtspielhaus erbaut; die Neuen Kammerspiele bieten Kinobetrieb. Zum Kulturprogramm gehören Lesungen, Musik- und Theaterveranstaltungen sowie ein vielfältiges Kinderprogramm.
Ein weiterer Ort mit historischem Bezug ist der erhaltene Kommandantenturm des früheren DDR-Grenzübergangs Drewitz. Heute ist er Ausstellungs- und Veranstaltungsort des Vereins Checkpoint Bravo. Zusammen mit Dorfkirche, Medusentor und Schleuse macht der Turm unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte sichtbar; die Kammerspiele ergänzen diese historischen Stationen um Kino und Kulturveranstaltungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Gräben, Päwesin, Michendorf, Borkheide, Groß Briesen, Petzow, Wusterwitz, Stahnsdorf.
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