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Auf der Wanderung durch die Saarmunder Heide wechseln ausgedehnte Sandflächen mit Silbergrasfluren und Besenheide. Dieser Landschaftswechsel gibt Nuthetal einen konkreten Naturakzent. Auch die Ortsgeschichte zeigt sich in unterschiedlichen Facetten: in Dorfkirchen verschiedener Bauzeiten, in historischen Hochrädern und in der Geschichte des Segelflugs. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Landschaft, Baugeschichte oder Technikgeschichte ausrichten.

Heidelandschaft und seltene Lebensräume

Die Saarmunder Heide erschließt sich über den Wechsel ihrer offenen Sandflächen und der Pflanzenbestände. Silbergrasfluren und Besenheide prägen die Wanderung; die Landschaft ist damit nicht auf eine einzige Oberfläche oder Vegetation beschränkt. Für die Naturseite Nuthetals ist gerade dieser Wechsel ein charakteristisches Detail.

Im FFH-Gebiet Saarmunder Berg gibt es Besenheideflächen, silbergrasreiche Trockenrasen und freie Sandflächen. Letztere sind europaweit selten. Die Beschreibung des Gebiets ergänzt den Blick auf die Wanderung um konkrete Lebensräume und deren Seltenheit. Wer sich für Heidelandschaften interessiert, findet hier zwei unterscheidbare Zugänge: den Wechsel der Flächen entlang der Wanderung und die Lebensraumtypen im FFH-Gebiet.

Dorfkirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten

In den Nuthetaler Ortsteilen Saarmund, Bergholz-Rehbrücke und Nudow stehen drei Kirchen für verschiedene Kapitel der Baugeschichte. Die heutige Kirche in Saarmund wurde von 1846 bis 1848 von Friedrich August Stüler nach Plänen seines Vorgängers Ludwig Persius erbaut. Ihre Entstehungszeit liegt damit deutlich später als die der beiden Kirchen aus dem 18. Jahrhundert.

Die Fachwerkkirche in Bergholz-Rehbrücke stammt aus dem Jahr 1716 und ist das älteste Gebäude des Dorfes. In Nudow wurde die Kirche 1733/34 als eine der wenigen „Kronkirchen“ Brandenburgs im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. erbaut. Kanzel, Teile der Empore und Gestühl stammen noch aus der Bauzeit.

Die Jahreszahlen helfen, die drei Baugeschichten auseinanderzuhalten: Auf die Fachwerkkirche von 1716 folgt die königlich beauftragte Kirche in Nudow; die heutige Kirche in Saarmund entstand erst gut ein Jahrhundert später. In Nudow sind zudem Teile des Innenraums aus der Entstehungszeit erhalten. So bietet die Ortsgeschichte nicht nur unterschiedliche Daten, sondern auch unterschiedliche bauliche Merkmale.

Technikgeschichte und Ausflugsziele

Auch Technikgeschichte gehört zu den lokalen Themen. Die ältesten Modelle im Oldtimermuseum Bergholz-Rehbrücke sind zwei Hochräder aus dem späten 19. Jahrhundert. Auf den Saarmunder Bergen entstand in den 1920er Jahren ein Segelflugplatz. Flugmodellsportler sowie Segel- und Drachenflieger nutzten ihn.

Die „Kieskuten“ sind im Sommer ein beliebter Badeort und ganzjährig ein Ausflugsziel für Spaziergänger. Für ein Bad prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsmöglichkeiten. Damit stehen neben Wanderung und Ortsgeschichte auch ein saisonaler Badeanlass und ein ganzjähriges Ziel für Spaziergänge zur Auswahl.

Bei der Planung können Sie diese Schwerpunkte getrennt gewichten: Die Saarmunder Heide und das FFH-Gebiet sprechen für Landschaft und Lebensräume, die Kirchen für Baugeschichte und die Hochräder für Technikgeschichte. Die Kieskuten ergänzen diese Auswahl um Baden im Sommer oder Spaziergänge zu anderen Jahreszeiten. Welche dieser Seiten Nuthetals Ihre Reise prägen soll, lässt sich so gezielter entscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Seddiner See, Borkheide, Niemegk, Roskow, Gollwitz, Geltow, Rabenstein/Fläming, Petzow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Potsdam-Mittelmark.

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