Potsdam verbindet historische Plätze und Bauwerke mit Gärten, Kulturangeboten und großen Freizeitflächen. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte geben Ihnen Spielraum bei der Planung: Sie können Stadtgeschichte in den Mittelpunkt stellen, sich mit Pflanzenwelten beschäftigen oder Zeit für Bewegung einplanen. Auch die Jahreszeit spielt bei einzelnen Kulturangeboten eine Rolle.
Stadtgeschichte an Plätzen und Bauwerken
Das Holländische Viertel wurde zwischen 1734 und 1742 für holländische Handwerker erbaut, die König Friedrich Wilhelm I. nach Potsdam geholt hatte. Am Alten Markt zeigt sich eine andere Prägung: Unter Friedrich dem Großen wurde er Mitte des 18. Jahrhunderts nahe der Havel als römischer Platz gestaltet. Das Nauener Tor im Potsdamer Stadtzentrum ist eines der drei noch erhaltenen Stadttore der Stadt. Zusammen bieten diese Orte unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf Potsdams Geschichte.
Schloss Sanssouci wurde von 1745 bis 1747 durch Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff nach Vorstellungen und Skizzen Friedrichs II. errichtet. Der Park Sanssouci mit seinen Schlössern wird von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verwaltet. Im weiteren regionalen Umfeld gehören zum Berlin-Potsdamer Welterbe außerdem Sacrow, Glienicke, Babelsberg, Charlottenhof, Schloss und Park Lindstedt sowie der Neue Garten. Diese Einordnung reicht über einzelne Potsdamer Sehenswürdigkeiten hinaus.
Ein weiterer Ort mit einem besonderen historischen Detail ist der Friedhof Bornstedt. Dort befindet sich das Grabmal des Gelehrten und späteren Hofnarren Freiherr Jakob Paul von Gundling (1673–1731). Sein farbig gefasstes Sandstein-Epitaph liegt unter der Orgelempore und zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Kirche und Friedhof. Der Ort verbindet so die Erinnerung an eine konkrete Person mit einem markanten Grabmal.
Gartenkultur, Veranstaltungen und Freizeit
Im Botanischen Garten Potsdam werden rund 10.000 verschiedene Pflanzenarten aus tropischen und subtropischen Gebieten kultiviert: in Gewächshäusern und auf einem fünf Hektar großen Freigelände. Das Bildungs- und Kulturprogramm lädt dazu ein, mehr über die Pflanzenwelt zu erfahren und Kultur mit Naturerfahrung zu verbinden. Die Zahl der Pflanzenarten ist als Richtwert zu verstehen; konkrete Programmangebote können variieren.
Der Volkspark Potsdam setzt einen anderen Schwerpunkt. Zu seinen Angeboten gehören ein vier Kilometer langer Rundweg, ein Skateparcours, Wasser- und Sandspielplätze, Basketballplätze und Bolzplätze. Wer Bewegung oder unterschiedliche Freizeitmöglichkeiten in den Tagesplan aufnehmen möchte, findet hier eine konkrete Auswahl an Aktivitäten und Flächen.
Im Belvedere auf dem Pfingstberg finden vor allem in den Sommermonaten Führungen, Theater, Konzerte, Kleinkunst und Ausstellungen statt. Das saisonale Kulturangebot unterscheidet sich damit vom ganzjährig beschriebenen Pflanzenbestand des Botanischen Gartens. Wenn Sie einen bestimmten Termin im Blick haben, prüfen Sie das jeweilige Programm, denn die konkreten Veranstaltungen variieren.
Potsdam auf unterschiedlichen Wegen erkunden
Potsdam lässt sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Wasser erkunden. Tourenvorschläge verbinden Sehenswürdigkeiten mit Ausblicken auf die Kulturlandschaft und die Havel. Damit können Sie bei der Planung nicht nur einzelne Ziele, sondern auch die Art der Erkundung gewichten: eher zu Fuß, per Rad oder auf dem Wasser. Die genannten Möglichkeiten beschreiben unterschiedliche Perspektiven auf Potsdam, ohne dass ein bestimmter Rundgang vorausgesetzt wird.
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