Kirche, Schloss, Mühle und Wald geben Zichow mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: mittelalterliche Baugeschichte, barocke Architektur, Mühlentechnik und eine von Landwirtschaft geprägte Umgebung. Wer ein Reiseziel nach konkreten Kultur- und Landschaftsthemen auswählt, kann diese Merkmale gut gegeneinander abwägen.
Kirche und Schloss: verschiedene Bauzeiten
Die Kirche Zichow ist ein Bauwerk des 13. Jahrhunderts. Ihr querrechteckiger Turm ist ebenso breit wie das Schiff; daran schließt sich der eingezogene Rechteckchor an. Turm, Schiff und Chor bilden eine klar gegliederte Abfolge. Auch die Ausstattung verweist auf mehrere Jahrhunderte: In der Kirche befindet sich ein hölzerner Kruzifixus aus dem 16. Jahrhundert, und zwei ihrer Glocken stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Bau und Ausstattung bringen damit unterschiedliche Zeitspuren an einem Ort zusammen.
Schloss Zichow wurde 1745 im Barockstil errichtet. Zur Anlage gehört außerdem ein sichtbarer Rest der alten Burganlage: der Fangerturm aus dem 13. Jahrhundert. Die barocke Schlossanlage und der ältere Turm stehen so für zwei deutlich auseinanderliegende Bauzeiten. Mit seiner neu angelegten Parkanlage steht das Schloss jährlich im kulturellen Mittelpunkt des Ortes. Das Schloss selbst wartet auf eine neue Nutzung.
Mühle und Ausblicke über Zichow
Die Mühle spricht Reisende an, die neben historischen Gebäuden auch Technik kennenlernen möchten. Dort können die gut erhaltene Mühlentechnik besichtigt und von der oberen Etage aus Rundblicke über Zichow genossen werden. Zu den Blickpunkten zählen Schloss und Park; Fernblicke reichen ins Randowtal, nach Schwedt, in Richtung Polen sowie nach Gramzow und in die Umgebung. Technik und Aussicht geben dem Mühlenbesuch damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte. Prüfen Sie vor der Planung den aktuellen Zugang zur Mühle.
Waldlandschaft und geschützte Natur
Der Zichower Wald ist neben dem nördlich gelegenen Zehnebecker Wald das einzige größere Waldgebiet in der von Ackerbau geprägten Umgebung. Er besteht aus Rotbuchen-, Eichen-Hainbuchen- und Auenwäldern. Gerade dieser Kontrast prägt die Landschaftsbeschreibung: Waldflächen stehen einer Umgebung gegenüber, die überwiegend vom Ackerbau geprägt ist.
Das FFH-Gebiet Zichower Wald – Weinberg (DE 2750-304) umfasst circa 129,1 Hektar und liegt im Landkreis Uckermark nordöstlich von Berlin in den Gemeinden Zichow und Gramzow. Der Managementplan vom 24. Februar 2020 beziffert seine Fläche mit ungefähr 129,1 Hektar.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Uckermark
Im übergeordneten Reiseziel Uckermark eröffnet der Naturpark Uckermärkische Seen eine eigene Perspektive auf Landschaft und Aktivitäten. Er umfasst Klarwasserseen, Sölle und Moore in einer sanft gewellten Landschaft. Für Wasserwanderungen gibt es dort mehr als 150 Kilometer Wege, außerdem über 600 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege. Diese regionalen Größenordnungen sind hilfreich, wenn Sie Naturthemen über den einzelnen Ort hinaus betrachten möchten.
Einen anderen Schwerpunkt setzt das Eisenbahnmuseum Gramzow. Es zeigt historische Eisenbahnfahrzeuge aus unterschiedlichen Zeiten und Ausstellungen zu Gleisbau, Werkstattwesen, Betriebs- und Verkehrsdienst sowie technische Anlagen im Freigelände und in Gebäuden. An Fahrtagen sind Mitfahrten auf historischen Eisenbahnfahrzeugen und das Selbstfahren mit Draisinen möglich. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel Uckermark neben Landschaft und Wegen auch Eisenbahngeschichte und Fahrten als eigene Themen zur Auswahl.
Weitere Reiseziele entdecken: Prenzlau, Gramzow, Boitzenburger Land, Mark Landin, Neuhof, Oder-Welse, Grünow, Gartz
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