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Am Bremer Marktplatz stehen Rathaus und Roland für bürgerliche Autonomie und staatliche Souveränität, wie sie sich im Heiligen Römischen Reich entwickelten. Gemeinsam bilden sie eine 2004 eingetragene UNESCO-Welterbestätte. Das Rathaus ist für Gäste geöffnet, unter anderem für Führungen, Ausstellungen und Märkte in der Unteren Rathaushalle. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie die aktuellen Besuchszeiten.

Auch die Bremer Stadtmusikanten sind eng mit dem Rathaus verbunden: Die 1953 von Gerhard Marcks geschaffene Bronzestatue steht mit dem Rücken zum Rathaus und blickt zum Liebfrauenkirchhof. Nach einem überlieferten Besucherglauben soll das Berühren der Vorderbeine des Esels Glück bringen. Einen anderen historischen Blick eröffnet der St.-Petri-Dom. Sein Museum widmet sich der 1.200-jährigen Geschichte des Doms, seiner Baugeschichte, sakraler Kunst und den Ausgrabungsfunden aus sieben Bischofsgräbern. Der südliche der beiden mehr als 90 Meter hohen Domtürme kann bestiegen werden und bietet einen Blick über Bremen; die Zugangsregelungen können sich ändern.

Kunst, Weltblicke und historische Gassen

Die Sammlungen und Museen Bremens setzen unterschiedliche Akzente. In der Kunsthalle reicht die europäische Malerei vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart; hinzu kommen Skulpturen aus dem 16. bis 21. Jahrhundert und internationale Medienkunst. Mehr als 220.000 Zeichnungen und Druckgrafiken gehören ebenfalls zur Sammlung. Die Präsentationen wechseln, sodass die gezeigten Werke variieren können. Das Übersee-Museum richtet den Blick auf die Vielfalt der Welt und zeigt dazu Ausstellungen auf mehreren Etagen.

Statt eines einzelnen Museumsgebäudes prägt im Schnoor ein ganzes Viertel das Stadtbild: Bremens ältestes Stadtviertel besteht aus Gassen mit kleinen Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Dort befindet sich auch das Museum Bremer Geschichtenhaus. In der Bremer Bonbon Manufaktur können Sie Vorführungen der Süßwarenherstellung erleben; außerdem werden Workshops angeboten, deren Verfügbarkeit variieren kann.

Die Böttcherstraße verbindet traditionelle mit expressionistischer Backsteinarchitektur und vereint Museen und Kunsthandwerk. Im Haus des Glockenspiels erklingen 30 Meißner Porzellanglocken, während sich an der Fassade zehn geschnitzte Holztafeln mit Darstellungen berühmter Seefahrer drehen. Im Handwerkerhof des Paula-Modersohn-Becker-Museums können Sie Goldschmieden und Glasbläsern bei der Arbeit zusehen. So begegnen Ihnen in Bremen Geschichte und Gestaltung nicht nur in Sammlungen, sondern auch in Straßen, Gebäuden und Handwerk.

Mitmachen, draußen sein und die Weser erleben

Wenn Sie Ausstellungen lieber aktiv erkunden, setzt das Universum Bremen auf Mitmachen: Das Science Center im walförmigen Gebäude widmet sich Mensch, Natur und Technik. Sein 5.000 Quadratmeter großer Außenbereich umfasst Mitmachexperimente, eine Kletterwand, einen Kriechtunnel und einen Moon-Jumper. Die botanika ist ein Familienziel mit interaktiven Aktivitäten. In ihrem Discovery Centre erschließen Stationen und Exponate die Pflanzen- und Tierwelt.

Für Bewegung im Grünen bietet sich der Bremer Bürgerpark an. Zusammen mit dem angrenzenden Stadtwald bildet er eine 200 Hektar große grüne Oase mit zahlreichen Freizeiteinrichtungen nahe dem Bremer Hauptbahnhof. Entlang der Weser laden ausgedehnte Wegenetze zum Radfahren, Joggen und Inlineskaten ein. Auf dem Fluss werden außerdem Rudern und Segeln ausgeübt. Park und Weser eröffnen damit andere Möglichkeiten als die Museen und historischen Straßen – ohne dass Sie sich auf eine einzige Art der Stadterkundung festlegen müssen.

Eine weitere Perspektive auf die Weser bieten Fahrten vom Martinianleger: Dazu zählen Weserrundfahrten, Hafenrundfahrten und Fahrten nach Bremerhaven, Oldenburg oder Verden. Routen und Fahrpläne können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor Ihrer Planung. Auch für Radreisende ist die Verbindung zwischen Bremen und Bremerhaven relevant: Ein 91 Kilometer langer Abschnitt des Weser-Radwegs verbindet die beiden Städte. Fahrräder können zwischen ihnen auf Schiffen oder in Zügen mitgenommen werden; auch diese Transportmöglichkeiten sollten Sie vorab prüfen.

Maritimes Essen am Fluss

An der Schlachte verbindet sich die Weserlage mit Bremens Gastronomie: Die maritime Meile umfasst zahlreiche Restaurants, Bars, Kneipen und örtliche Biergärten. Damit stehen neben Museen, Architektur und Aktivitäten auf dem Wasser auch Orte zum Essen und Verweilen am Flussufer zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Vegesack, Bremen, Blumenthal, Bremerhaven.

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