Die Mathildenhöhe macht Darmstadts Architektur- und Kulturgeschichte an einem konkreten Ensemble greifbar. Dazu kommen Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Parks und ein Rosarium mit langer Blütezeit. So können Sie für Ihren Aufenthalt zwischen Welterbe, Kunstgeschichte und grünen Erholungsräumen wählen.
Mathildenhöhe: Künstlerkolonie und UNESCO-Welterbe
Die Künstlerkolonie Darmstadt auf der Mathildenhöhe wurde 1897 von Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen, als Zentrum für neue Reformbewegungen in Architektur, Kunst und Kunsthandwerk gegründet. Seit 2021 zählt die Mathildenhöhe zum UNESCO-Welterbe. Es umfasst zwei Bestandteile mit insgesamt 23 Elementen. Dazu gehören der Hochzeitsturm und das Ausstellungsgebäude von 1908, der Platanenhain von 1833 beziehungsweise 1904–1914 sowie die Russian Chapel of St. Maria Magdalena von 1897–1899.
Das Museum Künstlerkolonie im 1901 erbauten Ernst Ludwig-Haus dokumentiert die Geschichte der Künstlerkolonie Darmstadt von 1899 bis 1914. Es gibt außerdem einen umfassenden Überblick über das kreative Schaffen stilprägender Universalkünstler wie Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens. Eine Führung über das UNESCO-Welterbe erzählt die Geschichte des Gesamtensembles mit Atelierhaus, Ausstellungsgebäude, Künstlerhäusern und Parkanlage. Damit stehen zwei unterschiedliche Zugänge zur Wahl: der Blick auf die Künstlerkolonie und ihre Künstler im Museum oder die Geschichte des Ensembles in der Führung.
Anreise zur Mathildenhöhe
Die Mathildenhöhe liegt im nordöstlichen Stadtgebiet Darmstadts. Vom Schloss beziehungsweise Darmstadtium führt ein ansteigender Spazierweg in etwa 15–20 Minuten dorthin. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist sie über die Haltestelle Lucasweg/Hochzeitsturm erreichbar. Berücksichtigen Sie beim Spaziergang den Anstieg und die ungefähre Dauer; die Haltestelle bietet einen eigenen Orientierungspunkt für die Anreise mit dem Nahverkehr.
Parks und Rosenhöhe
Der Herrngarten ist der größte und älteste Park Darmstadts. Er entstand im 16. Jahrhundert durch die Zusammenlegung mehrerer Gärten, die zuvor als Küchengärten genutzt wurden. Seine ausgedehnten Parkwiesen laden zum Picknicken, Lesen, Entspannen und Treffen mit Freunden ein. Die Parkgeschichte und die heutigen Möglichkeiten auf den Wiesen geben dem Herrngarten einen anderen Charakter als den Museen und Bauwerken der Mathildenhöhe.
Im Rosarium der Rosenhöhe blühen von Mai bis November mehr als 10.000 Rosen in über 200 Arten und Sorten. Der genaue Blühzeitpunkt kann variieren. Wer bei der Reiseplanung auch die Jahreszeit berücksichtigt, findet hier einen deutlichen Kontrast zum kulturhistorischen Schwerpunkt der Mathildenhöhe: Das Rosarium ist durch seine saisonale Rosenblüte geprägt, während der Herrngarten mit seinen Wiesen zum Verweilen einlädt.
Weitere Kultur- und Lernangebote
Im MUSEUM Jagdschloss Kranichstein geben die Räume und eine umfangreiche Sammlung historischer Jagdwaffen und Trophäen Einblick in die von der Jagd geprägte Geschichte des Anwesens. Zum Angebot gehören Führungen, auch in historischem Kostüm, interaktive Workshops und Exkursionen über das Schlossgelände. So verbindet sich die Geschichte des Ortes mit verschiedenen Vermittlungsformaten.
Die Zooschule des Zoo Vivarium Darmstadt ermöglicht kleinen Gästen an einem außerschulischen Lernort Biologieunterricht mit allen Sinnen: durch Sehen, Hören, Riechen und Berühren.
Weitere Reiseziele entdecken: Münster, Groß-Bieberau, Dieburg, Roßdorf, Babenhausen, Pfungstadt, Weiterstadt, Mühltal.
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