Messel bietet drei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: die Fossillagerstätte Grube Messel, den denkmalgeschützten historischen Ortskern und mehrere Wanderwege. Natur- und Baugeschichte ergänzen sich hier mit Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß zu erkunden.
Grube Messel und Fossilien
Die Grube Messel wurde 1995 als Deutschlands erste UNESCO-Weltnaturerbestätte ausgezeichnet. Die Fossillagerstätte dokumentiert die Entwicklungsgeschichte der Erde vor 47 Millionen Jahren; Erhaltungszustand, Menge und Vielfalt der dort gefundenen Fossilien sind einzigartig. Von einer Aussichtsplattform auf dem Gelände bietet sich ein Blick in die Grube. Das Besucherzentrum „Zeit und Messelwelten“ fungiert als nördliches Eingangstor zum Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.
Das Fossilien- und Heimatmuseum Messel bietet für ausgewählte Ausstellungsstücke, insbesondere Fossilien, über das Smartphone abrufbare gesprochene Erläuterungen. Zusätzlich gibt es schriftliche Erklärungen an den Exponaten. So können Sie die Ausstellung anhand der Texte erkunden und für ausgewählte Stücke auch gesprochene Erläuterungen abrufen.
Historischer Ortskern
Die denkmalgeschützte Gesamtanlage Historischer Ortskern Messel umfasst vor allem beidseitige Bebauung in Bruchgasse, Langgasse, Hanauer Straße und Holzhäusergasse. Giebelständige zweigeschossige Fachwerkhäuser, Hofreiten, Sandsteinpfosten und steile, rot gedeckte Satteldächer prägen die Straßenbilder. Die Siedlungsstruktur lässt sich bis in die karolingische Zeit zurückverfolgen. Neben der Erdgeschichte der Grube eröffnet der Ortskern damit einen Blick auf Messels Bau- und Siedlungsgeschichte: Fachwerk, Höfe und Dachformen geben den Straßenbildern ihr konkretes Gepräge.
Wanderwege nach Länge und Thema
Der 11 km lange, leichte Urpferdchen-Weg verläuft als Rundwanderung rund um das UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel. Er führt am Heimatmuseum Messel und an Abraumhalden vorbei und folgt den Spuren des Urpferdchens. Die 14,8 km lange, sehr leichte Mörsbacher Grund-Runde führt durch ausgedehnte Wälder, Wiesen und kleine Teiche; am Weg liegen das Fossilienmuseum in Messel, ein landgräflicher Jagdpavillon und Hügelgräber.
Der Kranichsteiner Waldweg ist 15,2 km lang und leicht zu laufen. Er führt von der Grube Messel durch den Kranichsteiner Forst zum Jagdschloss Kranichstein. Die ersten beiden genannten Wege sind Rundwanderungen; der Kranichsteiner Waldweg führt von der Grube durch den Forst zu einem benannten Ziel. Damit unterscheiden sich die Optionen neben ihrer Länge auch in Verlauf und Thema. Mit 11 km ist der Urpferdchen-Weg die kürzeste der drei genannten Strecken.
Orientierung vor Ort
Für die Wanderung um die Grube Messel stehen am Besucherzentrum Grube Messel Parkplätze zur Verfügung. Die Adresse lautet Roßdörfer Straße 108, 64409 Messel; dort befindet sich außerdem die Bushaltestelle Besucherzentrum Grube Messel. Wenn Sie mit dem Bus anreisen, prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.
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