Das Enkheimer Ried verbindet einen großen Teich, geschützte Lebensräume und einen Aussichtspunkt mit Rundumblick. Bergen-Enkheim bietet darüber hinaus historische Bauwerke, konkrete Wegpunkte und eine Literatur- und Veranstaltungsgeschichte. So lassen sich für die Reiseplanung unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Natur, Bewegung oder Kulturgeschichte.
Natur und stille Erholung
Das Enkheimer Ried mit dem großen Riedteich steht seit über 80 Jahren unter Naturschutz. Dort leben und blühen bedrohte Tier- und Pflanzenarten, darunter mehrere Orchideenarten und die Europäische Sumpfschildkröte. Vom Aussichtspunkt bietet sich ein Rundumblick über das Ried und den Teich. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad lässt sich das Gebiet über den GrünGürtel-Rad-Rundweg erkunden.
Ein anderer Akzent ist der Schelmenburgweiher, der der stillen Erholung dient. Die Berger Warte wiederum bildet die höchste Markierung des Berger Rückens. Zusammen geben diese Orte verschiedene Anhaltspunkte für die Auswahl eines Ausflugsziels: geschützte Natur und Artenvielfalt im Ried, ruhige Erholung am Weiher oder ein markanter Landschaftspunkt am Berger Rücken.
Wege und Orientierung
Der GrünGürtel-Radrundweg führt über den Berger Rücken und den 203 Meter hohen Gisisberg hinab nach Bergen-Enkheim. Ausgeschildert ist er mit einem Fahrradsymbol auf einem gelben Punkt. Die Route hat damit konkrete Orientierungspunkte sowohl im Landschaftsverlauf als auch bei der Beschilderung.
Für Wanderungen sind weitere Wege beschrieben. Etappe 5 des GrünGürtel-Rundwanderwegs endet an der Haltestelle „Michlersbrunnen“ der Buslinien 42 und 43 in Bergen-Enkheim. Der Quellenwanderweg führt zwischen Seckbach (Atzelbergstraße) und Bergen-Enkheim (Marktstraße); am Wegesrand stehen 19 Informationsstelen und -tafeln. Bei der Wahl zwischen den Wegen helfen diese unterschiedlichen Angaben: Beim Radrundweg sind Verlauf und Fahrradsymbol benannt, bei Etappe 5 der Endpunkt und beim Quellenwanderweg die Punkte entlang der Strecke sowie die Informationstafeln.
Historische Bauwerke
Zu den historischen Sehenswürdigkeiten gehören das Heimatmuseum im gotischen Rathaus von Bergen, der spätgotische Weiße Turm aus dem 15. Jahrhundert als Teil der alten Stadtmauer und die Schelmenburg. Das Heimatmuseum befindet sich seit 1959 im Alten Rathaus von Bergen. Der Weiße Turm verbindet eine konkrete architektonische Einordnung mit seiner Funktion als Teil der früheren Stadtmauer.
Die Schelmenburg zählt zu den mittelalterlichen Wasserburgen. Erhalten ist ein barockes Wasserschlösschen, das 1700 auf den Grundmauern der ehemaligen Kernburg erbaut wurde. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann so unterschiedliche Merkmale betrachten: das gotische Rathaus, den spätgotischen Turm und die bauliche Entwicklung der Schelmenburg vom ehemaligen Kernburggrundriss zum barocken Wasserschlösschen.
Literatur und Kultur
Auch Bergen-Enkheims Literaturgeschichte hat ein konkretes Datum: Der Stadtschreiberpreis wurde 1974 eingeführt und war der erste Preis dieser Art im deutschsprachigen Raum. Eine weitere historische Spur führt zum Berger Markt. Er war ursprünglich ein Viehmarkt; seine erste schriftliche Dokumentation stammt aus dem Jahr 1728.
In der Reihe „Kultur in der Nikolauskapelle und der Stadthalle“ finden Kleinkunstabende, Kabarett, Konzerte und Autorenlesungen statt. Damit reichen die kulturellen Anknüpfungspunkte von Bauwerken und Ortsgeschichte bis zu Literaturpreis und Bühnenprogramm. Für Ihren Aufenthalt können Sie nach Interesse gewichten: Wer Natur und Bewegung sucht, findet konkrete Wege und Landschaftsmerkmale; wer sich für Kulturgeschichte interessiert, kann Bauwerke, Museum und literarische Tradition in den Mittelpunkt stellen.
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