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Bad Hersfeld vereint eine lange Theatertradition mit mittelalterlichen Spuren und einem großen Kurpark. Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: die Stiftsruine und die historische Altstadt, der Museumsbesuch oder Wege und Grünflächen im Freien. Ein Veranstaltungstermin kann die Reisezeit bestimmen; für einen Aufenthalt ohne Festspielbesuch bieten die Baugeschichte und die verschiedenen Routen andere Anknüpfungspunkte.

Festspiele und historische Spuren

Die Bad Hersfelder Festspiele ziehen seit 1951 jährlich zwischen Juli und September Theaterbegeisterte zur Stiftsruine Bad Hersfeld. Die Stiftsruine ist die größte romanische Kirchenruine der Welt. Wer den Aufenthalt an den Festspielen ausrichten möchte, kann sich an diesem Zeitraum orientieren; konkrete Termine sollten Sie für das jeweilige Jahr prüfen.

In der historischen Altstadt lassen sich mehr als 200 denkmalgeschützte Gebäude besichtigen. Der Klausturm ist einer der wenigen erhaltenen Türme der ursprünglich 16 Türme umfassenden mittelalterlichen Stadtbefestigung von Bad Hersfeld. Die Zahl der geschützten Gebäude und der erhaltene Turm setzen unterschiedliche Akzente: hier die historische Bausubstanz der Altstadt, dort ein verbliebener Teil der mittelalterlichen Befestigung.

Das Museum der Stadt Bad Hersfeld befindet sich im erhaltenen Klostergebäude der ehemaligen Abtei. Ein weiteres Museum erinnert an das Leben und Werk Konrad Dudens: Es wurde 1999 in seinem ehemaligen Wohnhaus am Neumarkt 31, neben der Alten Klosterschule, eröffnet. Besuche dort sind nur nach telefonischer Vereinbarung möglich. Planen Sie diesen Museumsbesuch deshalb mit einem vorherigen Telefontermin.

Kurpark und Wege im Freien

Der Kurpark der Jahreszeiten ist mit etwa sieben Hektar Bad Hersfelds größte zusammenhängende Grünfläche. Stadthalle und Kurhaus flankieren den Park. Seine Geschichte reicht bis zur Anlage im Jahr 1906 zurück; grundlegend saniert wurde er 2006/2007, fertiggestellt war die Anlage im Mai 2008. Im Kurpark liegt auch die Magische Quelle. Sie gilt als Unikat und symbolisiert die Heilquellen Bad Hersfelds sowie die lange Kur- und Bädertradition der Stadt.

Für Wege durch die Fuldaaue sind mehrere Routen benannt: Dort verlaufen unter anderem der Fuldaradweg, der Radweg Deutsche Einheit und der Lutherpilgerweg. Eine andere Wegoption ist der Rundweg um den Fuldasee. Der 2020 eingeweihte barrierefreie Rundweg ist mit Geräten für verschiedene Sinne ausgestattet; am Anfang steht eine Informationstafel, die auch in Brailleschrift lesbar ist. Die genannten Wege und der Rundweg unterscheiden sich damit in ihrer Ausrichtung: durch die Fuldaaue führen mehrere Rad- und Pilgerwege, um den Fuldasee verläuft ein Rundweg mit Sinnesstationen.

Auch am Katharinenturm gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die sich gut auseinanderhalten lassen. Jeden ersten Freitag im Monat um 15 Uhr findet eine öffentliche Besteigung des Turms statt; prüfen Sie den Termin vor Ihrem Besuch. Der Katharinenweg beginnt am gleichnamigen Turm und führt durch den Südwesten sowie das Stadtzentrum von Bad Hersfeld. So können Sie zwischen einem fest terminierten Aufstieg und einem Rundweg wählen.

Der 2,1 Kilometer lange Waldsportpfad bietet Stationen zur Kräftigung und Dehnung der Muskeln sowie zum Training der Koordination. Am Beginn liegt eine Kneippanlage, die vom Frühjahr bis in den Herbst genutzt werden kann. Der Pfad verbindet damit Bewegung an den Stationen mit einem saisonal nutzbaren Kneippangebot.

Weitere Reiseziele entdecken: Cornberg, Philippsthal, Bebra, Kirchheim, Friedewald, Wildeck, Neuenstein, Ronshausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hersfeld-Rotenburg.

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