Zwischen mittelalterlichen Plätzen, eindrucksvollen Fachwerkhäusern und verspielten Barockbauten an den Ufern der Lahn zeigt Wetzlar mehrere Seiten. Die Altstadt ist ein markanter Schwerpunkt; dazu kommen Wege unterschiedlicher Länge, Goethes Verbindung zur Stadt und die Optik als eigenes Thema. Für Ihre Planung können Sie danach entscheiden, ob Sie historische Straßen erkunden, literarischen Bezügen folgen oder Zeit für längere Spaziergänge einplanen möchten.
Altstadtrundgang oder längerer Weg
Der offizielle Rundgang durch die Wetzlarer Altstadt ist 1,3 Kilometer lang. Der Grüngürtelweg führt rund um die Altstadt, ist etwa 2 Kilometer lang und dauert ungefähr 1,5 Stunden. Damit stehen für die Planung eine klar benannte Altstadtrunde und ein Weg um die Altstadt mit einer ungefähren Zeitangabe zur Auswahl.
Mit einem literarischen Schwerpunkt können Sie auf dem Wetzlarer Goetheweg wandern. Er folgt Pfaden, die Johann Wolfgang Goethe häufig gegangen ist. Zitatsteine markieren Stellen, die seinen Schilderungen im Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ zugrunde liegen. Der Weg ist rund 7,5 Kilometer lang, weist 220 Höhenmeter auf und dauert etwa 2 bis 3 Stunden. Im Zeitaufwand lässt er sich so vom Grüngürtelweg unterscheiden, für den ungefähr 1,5 Stunden angegeben sind.
Goethes Werther und Wetzlars Geschichte
Das Lottehaus setzt einen weiteren Akzent auf Goethes Werk „Die Leiden des jungen Werthers“: Drei Räume sind dem Roman gewidmet. Zu den Ausstellungsstücken gehören der Erstdruck, internationale Werther-Ausgaben aus dem 18. bis 20. Jahrhundert sowie Druckgrafiken und Gemälde mit literarischen Motiven des Werks. So steht neben dem Weg durch die Stadt auch die Wirkungsgeschichte des Romans im Mittelpunkt.
Im Lottehaus veranschaulichen außerdem Nachahmungen, Streitschriften, Parodien und Übersetzungen die Wirkung des Romans in seiner Zeit. Dazu zählt das bald nach Erscheinen einsetzende „Werther-Fieber“. Historische Möbel, Gemälde, Handschriften und Haushaltsgegenstände der Familie Buff ergänzen diese literarischen Themen um weitere ausgestellte Objekte.
Ein anderer Blick auf die Geschichte führt zum Kalsmuntturm. Er ist der Bergfried der ehemaligen Reichsburg Kalsmunt. Die Burg wurde Ende des 12. Jahrhunderts zum Schutz der aufstrebenden Reichsstadt Wetzlar errichtet. Der Turm lässt sich damit in die damalige Stadtgeschichte einordnen, während Lottehaus und Goetheweg unterschiedliche Zugänge zu Goethes literarischem Bezug auf Wetzlar bieten.
Optik im Stadtraum und im Museum
Der Optikparcours verläuft durch Wetzlar und lädt an seinen Stationen zum Experimentieren und Entdecken ein. Seine einzelnen Objekte befinden sich im Altstadt- und Innenstadtbereich. Das Thema Optik begegnet Ihnen damit als Teil der Stadterkundung. Wer sich auch für optische Präzision interessiert, findet im Museum Viseum Wetzlar einen eigenen Schwerpunkt: Es befindet sich in einem restaurierten Stadthaus aus dem 18. Jahrhundert und vermittelt die Welt der Optik und der optischen Präzisionsindustrie anhand verschiedener Objekte und interaktiver Exponate.
Anreise und Hotelsuche planen
Der Bahnhof Wetzlar liegt 1.200 Meter Fußweg vom Domplatz entfernt und wird von zahlreichen Zügen angefahren. Der kostengünstige Citybus verbindet in Wetzlar den Bahnhof mit der Altstadt. Wenn Sie den Bus für Ihre Wege einplanen möchten, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Für die Zeitplanung bieten die Streckenangaben und die ungefähren Gehzeiten der längeren Wege konkrete Orientierung; die Altstadtrunde ist als Distanz angegeben. So können Sie Ihren Aufenthalt nach den Themen und Wegen gestalten, die Sie in Wetzlar interessieren.
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