Hadamar lässt sich auf verschiedenen Wegen entdecken: in Museen mit Einblicken in die Stadtgeschichte und Glaskunst, an einem wichtigen Erinnerungsort und auf Rundwanderwegen durch die Umgebung. Auch der Rosengarten setzt einen eigenen, besonders sommerlichen Akzent. Welche dieser Seiten Sie in den Mittelpunkt stellen, kann Ihre Tagesplanung und die Suche nach einer passenden Unterkunft in Hadamar leiten.
Museen, Glaskunst und Stadtgeschichte
Das Stadtmuseum Hadamar befindet sich im Marstall, einem Wirtschaftsgebäude des Hadamarer Schlosses, das um 1625 errichtet wurde. Seine Dauerausstellung stellt Vergangenheit und Gegenwart der Stadt in unterschiedlich gegliederten Themeninseln aus verschiedenen Blickwinkeln vor. Aktivstationen für Kinder und Familien eröffnen dabei einen spielerischen Zugang zur Geschichte.
Einen anderen Schwerpunkt setzt das Glasmuseum Schloss Hadamar. Es ist in den renovierten Wohnräumen von Fürst Johann-Ludwig im Schloss untergebracht. Die Ausstellung behandelt vielfältige Themen der Glaskunst, die in Hadamar auf eine mehr als 70-jährige Tradition zurückblickt. So stehen hier sowohl das Kunsthandwerk als auch die historischen Wohnräume der früheren Fürstenfamilie im Blick.
Bei der klassischen Stadtführung gehören die Außenanlage des Renaissance-Schlosses, die gotische Liebfrauenkirche und die barocke Stadtpfarrkirche zu den Stationen. Eine weitere Ausstellung widmet sich Krippen: Die Hadamarer Krippenschau zeigt in sieben Räumen Exemplare aus aller Welt. Diese Orte und Themen geben der Kulturplanung mehrere unterschiedliche Schwerpunkte, ohne dass sie zu einem einzigen Rundgang zusammengefasst werden müssen.
Gedenkstätte Hadamar
Die Gedenkstätte befindet sich im historischen Gebäude der ehemaligen Tötungsanstalt Hadamar. Bei einem Besuch können Sie historische Räume besichtigen und das Außengelände begehen. Die Dauerausstellung Verlegt nach Hadamar. Die Geschichte einer NS-„Euthanasie“-Anstalt erzählt von den NS-„Euthanasie“-Mordaktionen in Hadamar in den Jahren 1941 sowie 1942 bis 1945.
Auch die Außenausstellung Garten – Anstaltsfriedhof – Gedenkort widmet sich dem Gelände, insbesondere dem ehemaligen Anstaltsfriedhof und der Anlage, die 1964 zu einer Gedenklandschaft umgestaltet wurde. Sie ist auch außerhalb der Öffnungszeiten der Gedenkstätte zugänglich. Für die Wegeplanung hilfreich: Die Gedenkstätte liegt etwa zehn Gehminuten vom Bahnhof Hadamar entfernt.
Rosengarten, Rundwanderungen und Radwege
Der Rosengarten Hadamar entstand Mitte der 1990er-Jahre auf dem Herzenberg-Plateau. In den Sommermonaten ist er ein Anziehungspunkt für Botanik und Rosenkultur und bietet damit einen anderen Zugang zur Stadt als Museen und historische Orte.
Für Wanderungen umfasst die Wanderkarte „Wunderschön Wandern“ der Stadtverwaltung 17 vielfältige Rundwanderwege rund um Hadamar. Ausgeschilderte Wege erschließen stadnahe Erholungs- und Naturschutzgebiete; unterwegs eröffnen sich Fernblicke auf die Höhen des Westerwaldes und des Lahntales. Die beiden beschriebenen Rundwege setzen unterschiedliche Orientierungspunkte: RWW 1 startet am Schwimmbad in Hadamar, führt an einer 400 Jahre alten Eiche vorbei und weiter in den Niederhadamarer Wald. RWW 9 führt vom Herzenberg in Richtung Ober- und Niederzeuzheim und am Elbbach entlang zurück in die Stadt. Prüfen Sie vor einer Tour den aktuellen Streckenverlauf und die Bedingungen.
Auch für Radreisen ist Hadamar an eine überregionale Route angebunden: Der Fernradweg R8 führt in die Stadt. Von dort schließen regionale Radwege zur weiteren Erkundung der Region an und verbinden Ziele im nahegelegenen Lahntal und Westerwald. Bei der Planung können Sie so zwischen einem Schwerpunkt auf Kulturorten, einer Rundwanderung oder einer Etappe auf dem Radweg unterscheiden. Für die Übernachtungssuche lässt sich Hadamar damit nach den Erlebnissen einordnen, die Sie während Ihres Aufenthalts in den Vordergrund stellen möchten.
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