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Der Kirchturm von St. Petrus prägt das Ortsbild von Eisenbach bis heute. Zusammen mit Bürgerhäusern, historischen Anlagen und benannten Wanderwegen ergibt sich ein Reiseziel, dessen Baugeschichte und Wege unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Architektur und Ortsgeschichte

Die Kirche St. Petrus wurde 1896/98 nach Plänen des Architekten Jakob Fachinger im Stil der Neoromanik errichtet. Ihr Turm wirkt bis heute stark auf das Ortsbild. Auffallend viele Bürgerhäuser weisen hübsche Stuckfassaden auf, die als Zeugnisse heimischer Handwerkskunst gelten. Das Hofgut zu Hausen verfügt über ein barockes Herrenhaus von 1662.

Auch Hof zu Hausen in Eisenbach ist eine historische Stätte und ein Denkmal. Die kleine Memorialkapelle am Waldrand birgt die Gräber von August Freiherr von Kruse, der 1848 starb, und seiner Gemahlin Freifrau Henriette, die 1873 starb. Hof und Kapelle stehen unter Denkmalschutz.

Die Ortsgeschichte reicht über die Bauwerke hinaus: Bis ins 16. Jahrhundert gehörte die Kirchengemeinde Niederselters als Filialkirchort zur Pfarrei St. Peter in Eisenbach. Im 19. Jahrhundert wurde in Eisenbach Bergbau betrieben. Die beiden Angaben verweisen auf unterschiedliche Epochen; sie erzählen sowohl von der früheren kirchlichen Verbindung als auch von der späteren Arbeit im Bergbau.

Wandern mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Rundwanderweg Selters–Eisenbach ist 10 Kilometer lang. In der Tourenbeschreibung für das übergeordnete Reiseziel Selters (Taunus) wird die Runde genauer mit 9,91 Kilometern angegeben und als mittelschwer eingestuft; Start und Ziel liegen dort an der Kirchstraße 39 in Selters (Taunus). Die beiden Längenangaben lassen sich als rund zehn Kilometer einordnen.

Der Graf-Hanse-Weg ist familienfreundlich und verfügt über mehrere Infopoints, die Einblicke in das frühere Dorfleben geben. So unterscheiden sich die beschriebenen Schwerpunkte: Bei der Selters–Eisenbach-Runde stehen Streckenlänge und Schwierigkeit im Vordergrund, beim Graf-Hanse-Weg die Informationen zur Dorfgeschichte. Das hilft Ihnen, eine Wanderung danach auszuwählen, ob Sie vor allem die Tourenlänge oder erklärende Stationen berücksichtigen möchten.

Im übergeordneten Reiseziel Selters (Taunus)

Im übergeordneten Reiseziel Selters (Taunus) widmet sich das Selterswassermuseum der fast 500-jährigen Geschichte des Mineralbrunnens in Niederselters. Es erläutert, wie aus einem Sauerborn eine bekannte Heilquelle wurde und wie ihr Wasser bereits im 18. Jahrhundert an Europas Fürstenhöfen geschätzt wurde. Eine etwa einstündige Führung umfasst den restaurierten Brunnentempel, der 1906 bis 1908 erbaut wurde, den Haustrunkraum mit einer Verkostung des Urtyps des Selterswassers sowie die Parkanlage. Für eine Führung ist eine vorherige Absprache vorgesehen; prüfen Sie vor der Anreise die Besuchszeiten.

Eine weitere historische Station im übergeordneten Reiseziel Selters (Taunus) ist die 1717 erbaute Alte Kirche Niederselters. Sie dient heute als Veranstaltungs- und Kulturzentrum. Im jährlichen Veranstaltungskalender stehen Lesungen, Vorträge und Konzerte; das konkrete Programm variiert.

Zum Freizeitangebot im übergeordneten Reiseziel Selters (Taunus) gehört außerdem das saisonale Freibad Niederselters. Es verfügt über ein beheiztes Schwimmerbecken, ein Sprungbecken, ein Freizeitbecken mit Strömungsdüsen und Rutsche sowie ein Planschbecken für Kleinkinder. Wenn Sie den Freibadbesuch einplanen, prüfen Sie die Informationen der aktuellen Saison. Der Fahrrad-Sonntag findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai an der Radrundstrecke Ems-Wörsbachtal statt. Soll der Termin Ihre Reiseplanung bestimmen, sehen Sie die aktuellen Veranstaltungshinweise nach. Damit setzen Museumsführung, Freibad und Fahrrad-Sonntag unterschiedliche zeitliche Anker: eine ungefähre Führungsdauer, einen saisonalen Betrieb und einen wiederkehrenden Termin im Mai.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Selters.

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