Römershausen zwischen Dorfgeschichte und Wanderwegen
Der Rundweg G12 führt über Römershausen; angegeben sind 13 Kilometer und vier Stunden. Planen Sie ihn als eigene Wanderung ein: Die Zeitangabe macht die Tour zu einem längeren Programmpunkt, nicht zu einem kurzen Abstecher. Wer Römershausen als Übernachtungsort in Betracht zieht, findet hier neben der Wanderroute auch eine eigenständige Ortsgeschichte.
Ortsbild und historische Zeitspuren
Römershausen liegt im Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Das Dorf hat einen geschlossenen Charakter und einen unregelmäßigen Grundriss; seine Lage an einer Talmündung auf einem nach Süden auslaufenden Bergrücken gibt eine konkrete topografische Orientierung. Die Naturpark-Lage beschreibt den Landschaftsrahmen, während Grundriss und Höhenrücken die Form und Lage des Ortes näher fassen.
1255 wurde Römershausen erstmals urkundlich als „Rembreteshusin“ erwähnt. Es ist der zweitälteste Stadtteil von Gladenbach. Auch die heutige evangelische Kirche verbindet unterschiedliche Zeitabschnitte: Sie geht auf einen Bau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, während eine alte Glocke in der Kirche auf das 13. Jahrhundert datiert wird. Die Daten stehen für verschiedene Stationen: die erste urkundliche Erwähnung, die Glocke und den späteren Kirchenbau.
Zum Angebot für Gäste zählen Familienferienhäuser, ein großes Appartementhaus und Spielwiesen für Kinder. Damit sind Ferienhaus und Appartementhaus als unterschiedliche Unterkunftsformen benannt; die Spielwiesen ergänzen das örtliche Angebot für Kinder. Straßenverbindungen bestehen von Römershausen nach Weidenhausen beziehungsweise Bad Endbach sowie nach Rachelshausen beziehungsweise Runzhausen.
Gladenbach als weiterer Kultur- und Wanderbezug
Im übergeordneten Reiseziel Gladenbach zeigt das Heimatmuseum Amt Blankenstein eine mineralogische Sammlung, einen funktionsfähigen Webstuhl und Exponate zur Leinenverarbeitung. Hinzu kommen archäologische Funde aus Vor- und Frühgeschichte, darunter Grabungsfunde von der Burg. So stehen dort naturkundliche, handwerkliche und archäologische Themen nebeneinander. Sie bieten einen anderen Zugang zur Geschichte der Region als die urkundliche Erwähnung und die Baugeschichte in Römershausen.
Auch ein weiterer Wanderweg ist ausdrücklich Gladenbach zugeordnet: Der Georg-Ludwig-Hartig-Weg ist etwa neun Kilometer lang. Er führt vom Georg-Ludwig-Hartig-Park über die Hinterländer Schweiz und die Schieferkauten, in Richtung Sinkershausen und über den Kirchberg bis nach Gladenbach. Als Größenvergleich für die Planung stehen die etwa neun Kilometer dieses Weges den 13 Kilometern des Rundwegs G12 über Römershausen gegenüber. Die beiden Routen bieten damit eine Orientierung nach Streckenlänge, ohne dass ihre Verläufe gleichzusetzen sind.
Für die Terminplanung kann außerdem der jährliche Kirschenmarkt in Gladenbach interessant sein. Den zusätzlichen Kirschenmarktsonntag gibt es dort seit 1837. Der Freitagsmarkt umfasst den Krammarkt mit mehr als 100 Ständen sowie eine Fressgasse mit kulinarischen Spezialitäten. Zum jährlichen Markt gehören auch die Wahl und Krönung einer Kirschenkönigin; sie repräsentiert die Stadt anschließend ein Jahr lang bei verschiedenen Anlässen. Wenn der Markt Ihre Reiseentscheidung beeinflusst, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe.
Weitere Reiseziele entdecken: Neustadt, Bad Endbach, Cölbe, Breidenbach, Angelburg, Biedenkopf, Kirchhain, Weimar / Lahn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marburg-Biedenkopf.