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Der Odenwaldbaum gibt Kimbach einen markanten Wander-Schwerpunkt: Die mehr als 300 Jahre alte Steileiche steht am Waldrand und ist Zielpunkt vieler Wanderer. Zugleich liegt der Ort in einem Seitental der Mümling, eingebettet in Wiesen und Wälder. Wer den Aufenthalt nach konkreten Tourenthemen auswählt, findet hier sowohl eine Naturdenkmal-Wanderung als auch einen benannten Weg, der bergauf nach Kimbach führt.

Wanderungen mit klaren Zielen

Die Wanderung „Naturdenkmäler – Eichen am Wegesrand“ führt von Momart über Kimbach nach Bad König und in Kimbach zur über dreihundertjährigen Steileiche, dem Odenwaldbaum. Damit verbindet sie den Naturdenkmal-Schwerpunkt mit einer ausdrücklich benannten Ortsfolge. Der Baum ist auch ein markanter Punkt am Georg-Vetter-Weg: Dieser führt bergauf nach Kimbach und am Waldrand am Odenwaldbaum vorbei.

Der Georg-Vetter-Weg ist dem Bad Königer Landschaftsmaler Georg Vetter gewidmet und beginnt in Bad König direkt am Georg-Vetter-Museum. Zwischen Gärten und Wiesen führt er aus der Stadt zum Friedhof mit der jahrhundertealten Friedhofskapelle, die Vetter häufig als Zeichenmotiv nutzte. So steht bei diesem Weg neben dem Odenwaldbaum auch die Verbindung zum Maler und zu dem von ihm oft gezeichneten Motiv im Blick.

Eine einfache Nordic-Walking-Tour bietet eine andere Orientierung: Sie ist 4,8 Kilometer lang und führt vom Friedhof über Feld- und Waldwege im Tal der Kimbach zum Gesundheitsbrunnen. Wenn eine konkret benannte Länge für Ihre Planung wichtig ist, lässt sich diese Tour anhand der Distanz einordnen. Die Wanderungen zum Odenwaldbaum setzen den Schwerpunkt dagegen auf das Naturdenkmal und die genannten Orte.

Tal, Bach und Geschichte

Die Landschaft um Kimbach ist durch Wiesen und Wälder im Seitental der Mümling geprägt. Der Kimbach entspringt oberhalb der Ortschaft und mündet in Bad König in die Mümling. Diese Gewässerbeziehungen geben eine Orientierung in der Landschaft, ohne die Wege auf ein einzelnes Talstück zu reduzieren. Auch die Höhen gehören zum Bild des Ortes: Dort verlief der römische Odenwald-Limes. So stehen bei einem Aufenthalt in Kimbach Naturraum und ein historischer Bezug nebeneinander.

Bad König: ergänzende Kulturpunkte

Bad König bietet weitere historische Anhaltspunkte. Das Alte Schloss geht auf das Jahr 1559 zurück und war das ehemalige Residenzschloss der Grafen von Erbach-Schönberg. Es liegt erhöht am südlichen Ende des Schlossplatzes; seine breite, vielachsige Front und seine Größe prägen den Platz. Im Erdgeschoss des Schlosses befinden sich zwei Ausstellungsräume des Heimatmuseums.

Im historischen Stadtkern von Bad König gibt es außerdem seit 1985 eine Freilichtbühne, die Open-Air-Veranstaltungen ermöglicht. Zusammen mit dem Schloss und den weiteren historischen Orten im Stadtkern ergibt sich dort ein eigener Kultur-Schwerpunkt, der klar von den Wanderzielen in Kimbach zu unterscheiden ist.

Naturinteresse einplanen

Im Naturschutzzentrum Odenwald findet jeden dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr die „Kimbacher Runde“ statt. Das offene Diskussions- und Arbeitsforum widmet sich allen Belangen des Naturschutzes im Odenwald. Wenn Sie den Termin in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie vorab den aktuellen Veranstaltungstermin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad König.

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