Wer für einen Aufenthalt in Höchst i.Odw. zwischen Kulturgeschichte, bewaldeter Landschaft und Bewegung wählen möchte, findet konkrete Anknüpfungspunkte in mehreren Richtungen: Das ehemalige Nonnenkloster und seine Kirche stehen für unterschiedliche historische Bauphasen, die Obrunnschlucht bietet ein Ziel für Erkundungen zu Fuß, und mehrere Radwege führen durch oder von Höchst aus in den Odenwald.
Klostergeschichte und römische Spuren
Das ehemalige Nonnenkloster in Höchst ist ein um das Jahr 1200 datiertes fuldisches Augustinerinnen-Kloster. Die Kirche des ehemaligen Klosters ist ein Nachfolgebau der Klosterkirche und wurde 1566 bis 1568 errichtet. Die Daten markieren unterschiedliche historische Etappen: die frühe Datierung des Klosters und den späteren Bau der Nachfolgekirche.
Eine weitere historische Zeitschicht liegt bei Hummetroth: Die Ausgrabungsstätte „Römische Villa Haselburg“ aus dem 2. Jahrhundert befindet sich fünf Kilometer von Höchst entfernt. Dort wurde die bislang größte römische Zivilanlage entdeckt, die in Hessen gefunden wurde. Die Haselburg und das ehemalige Nonnenkloster sind damit zwei getrennte Ziele mit unterschiedlichen historischen Bezügen – römischer Zeit auf der einen, Klostergeschichte auf der anderen Seite.
Obrunnschlucht und Naturpark
Höchst i. Odw. liegt im nördlichen Teil des Naturparks „Bergstraße-Odenwald“. In Höchst selbst ist die Obrunnschlucht ein konkreter Bezugspunkt für eine Erkundung der Landschaft.
Die Obrunnschlucht ist ein etwa drei Kilometer langer, bewaldeter Einschnitt mit Bachlauf. Auf ihrer Länge überwindet sie etwa 150 Höhenmeter und verläuft von Höchst aus in südöstliche Richtung. Sie können die Schlucht zu Fuß und auf eigene Faust erkunden; mehrere Wanderwege führen durch sie. Damit gibt es sowohl die Schlucht als benanntes Ziel als auch verschiedene Wege, die durch diesen Landschaftsraum verlaufen.
Radwege nach Länge und Verlauf wählen
Die Radwege unterscheiden sich sowohl nach Länge als auch nach Verlauf. Die 46 Kilometer lange „Hohe Straße“ beginnt in Höchst beziehungsweise im Ortsteil Hassenroth und führt über die Odenwaldberge und durch das Mümlingtal. Der 24 Kilometer lange „Haselburg Rundkurs“ verbindet Höchst und Bad König; er verläuft zwischen der Römischen Villa und der Odenwaldtherme. Nach der angegebenen Streckenlänge ist der Haselburg Rundkurs 22 Kilometer kürzer als die Hohe Straße.
Der Mümlingtalradweg R1 führt von Obernburg am Main nach Hirschhorn am Neckar durch den Odenwald und durch Höchst. So stehen unterschiedliche Bezugspunkte nebeneinander: eine ausdrücklich in Höchst beginnende Strecke, eine Verbindung zwischen Höchst und Bad König sowie eine Route, die Höchst auf der Verbindung zwischen Obernburg und Hirschhorn durchquert.
Wanderziel Burg Breuberg und örtliches Freibad
Der Wanderweg „Nonnenweg“ führt von Höchst zur Burg Breuberg. Im übergeordneten Reiseziel Odenwald hat die Burg Breuberg eine über 850-jährige Geschichte und zählt zu den größten und am besten erhaltenen Burgen im süddeutschen Raum. Auf der Burg befindet sich das Breuberg-Museum. Damit ergänzt ein Ziel außerhalb der Ortsgeschichte die Auswahl an Wander- und Kulturbezügen.
Eine weitere örtliche Möglichkeit ist das beheizte Freibad in Höchst mit einer 60 Meter langen Wasserrutsche. Wenn Sie das Bad einplanen, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten. Geschichte, Wege durch die Obrunnschlucht, Radstrecken und das Freibad bieten verschiedene Schwerpunkte, anhand derer Sie Ihren Aufenthalt in Höchst planen können.
Weitere Reiseziele entdecken: Michelstadt, Brombachtal, Reichelsheim, Rothenberg, Lützelbach, Erbach, Brensbach, Breuberg.
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