Die Aussicht von der Plattform im Burgturm der Kurfürstlichen Burg reicht über Eltville, den Rheingau und Rheinhessen bis ins Rhein-Main-Gebiet. Zu den weiteren Themen des Orts zählen Druckkunst, spätgotische Baukunst, Rosen und Wege durch unterschiedliche Landschaften. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob einzelne Kulturorte oder die Verbindung von Altstadt und Umgebung im Vordergrund stehen sollen.
Burg, Aussicht und Druckkunst
Die Kurfürstliche Burg ist das historische Wahrzeichen von Eltville. Zu ihr gehören Burgturm, Burghof, Burggraben und Amtsgarten; im Turm kann das Museum besichtigt werden. Die Anlage vereint damit mehrere unterscheidbare Schwerpunkte: den historischen Ort, das Museum und den Aussichtspunkt.
Die Aussichtsplattform im Burgturm ist über 123 Stufen erreichbar. Planen Sie diesen Aufstieg ein, wenn Sie den Blick über die genannten Landschaftsräume erleben möchten. So ergänzt die Aussicht die Besichtigung des Museums um einen eigenen Orientierungspunkt.
Auch die Gutenberg-Ausstellung im Burgturm setzt einen anderen Akzent. Mehrmals im Jahr finden öffentliche Drucktage statt, bei denen auf einer historischen Florentiner Druckpresse Originalgrafiken wie zu Gutenbergs Zeiten gedruckt werden. Besucher lernen dabei die damalige „schwarze Kunst“ kennen. Während auf der Plattform der Ausblick im Mittelpunkt steht, geht es bei den Drucktagen um die historische Druckkunst. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Termine.
Kirche und Stadtbefestigung
Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul ist ein spätgotisches Gotteshaus. Sie wurde etwa von 1350 bis 1440 erbaut und beherbergt bedeutende Werke der Malerei und Bildhauerkunst. Am unteren Ende der Leergasse sind außerdem Reste der Eltviller Stadtbefestigung erhalten, die nach der Stadterhebung im Jahr 1332 errichtet wurde. Die beiden Orte setzen unterschiedliche historische Schwerpunkte: In der Kirche stehen Baukunst und künstlerische Werke im Vordergrund, an der Leergasse die erhaltenen Teile der Befestigung.
Rosengarten und Wege durch die Landschaft
Im Rosengarten von Eltville kommt die Blütenpracht besonders im Burggraben und am Rheinufer zur Geltung. Ein eigener Akzent ist das Japan-Beet im Burggraben, in dem außergewöhnliche japanische Rosensorten wachsen. Damit bietet der Garten einen anderen thematischen Schwerpunkt als die Baukunst, Sammlungen und Stadtgeschichte der Kulturorte.
Ein leicht begehbarer Weg verbindet die Eltviller Stadtteile Martinsthal, Rauenthal, Hattenheim und Erbach sowie die Nachbargemeinde Kiedrich mit der Eltviller Altstadt. Er führt durch Weinberge, Wälder und Wiesen, am Rheinufer entlang sowie zu Weingütern, Gutsschänken und Restaurants. Anders als bei einem Besuch einzelner Sehenswürdigkeiten stehen hier die Verbindung der genannten Orte und die wechselnde Landschaft im Vordergrund. Wer nicht allein Kulturorte auswählen möchte, kann diese Wegoption in die Planung einbeziehen.
Anreise im Rheingau-Taunus-Kreis
Für die regionale Orientierung lässt sich Eltville auch über die Bahnverbindungen im Rheingau-Taunus-Kreis einordnen. Die rechte Rheinstrecke verläuft von Koblenz über Rüdesheim am Rhein und Wiesbaden nach Frankfurt am Main. Die regionale Anbindung im Rheingau-Taunus-Kreis umfasst auch die Rheingauer Orte Lorch, Geisenheim, Oestrich-Winkel, Eltville und Walluf, die an das überregionale Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen sind.
Weitere Reiseziele entdecken: Hattenheim, Martinsthal, Rauenthal, Erbach, Niedernhausen, Kiedrich, Taunusstein, Rüdesheim am Rhein.
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