Zum Inhalt

In Schotten treffen Einblicke in die Erdgeschichte auf mittelalterliche Kunst, Fachwerk und Wege am Wasser. Der Vogelsberg ist Europas größtes Vulkangebiet. In Schotten macht das Vulkaneum diese geologische Prägung zum Thema: Seine interaktive Ausstellung erklärt, wie Vulkane den Vogelsberg geformt haben und bis heute beeinflussen. Experimentierstationen, interaktive Exponate und Multimedia-Installationen begleiten die Besucher durch die Ausstellung.

Vulkane, Fachwerk und Kirchenkunst

Einen anderen historischen Blick bietet das Heimatmuseum. Es befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des hessischen Staatsrates Dr. Karl Weber. Der stattliche Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1816; 1908 wurde sein Inneres im Stil des Jugendstils umgestaltet. So stehen im Stadtbild unterschiedliche Epochen nebeneinander: die Geschichte eines Wohnhauses und seine spätere Umgestaltung lassen sich ebenso betrachten wie die ältere Kirchenkunst.

Die gotische Liebfrauenkirche wurde zwischen 1350 und 1385 erbaut. Ihr Flügelaltar entstand um 1385 durch den „Schottener Meister“. Die gemalten Szenen zeigen das Marienleben; außerdem enthält der Altar hebräische Schriftzeichen und jüdische Symbole. Er gilt als eines der frühesten Zeugnisse jüdischen Lebens im Vogelsberg. Kirche und Altar verbinden damit Baugeschichte, religiöse Kunst und eine besondere historische Bedeutung für die Region.

Altstadt, Park und Niddastausee

Der historische Stadtrundgang durch Schotten lässt sich eigenständig erkunden. Seine 29 Stationen vermitteln Informationen zu alten Fachwerkhäusern und ihrer Geschichte. Nahe der historischen Altstadt liegt der Alteburgpark. Mittelpunkt der Parkanlage ist ein Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert, der von einem Wassergraben umgeben ist, den die Nidda speist.

Am südlichen Ortsausgang von Schotten entsteht der 65 Hektar große Niddastausee dort, wo die Nidda aufgestaut wird. Der See dient als Naherholungsgebiet. Um ihn herum führt ein asphaltierter Rundweg von fünf Kilometern, der sich zum Inlineskaten, Radfahren, Skaten und für erholsame Spaziergänge eignet.

Zum Spektrum am Niddastausee zählen Bootsverleih, eine Surf- und Segelschule, ein großer Kinderspielplatz und Sonnenwiesen; einzelne Angebote können saisonal variieren. Prüfen Sie deshalb vor einem Besuch den aktuellen Stand der für Sie interessanten Angebote.

Der Tier- und Erlebnispark in Schotten erstreckt sich über 40.000 m² und beherbergt mehr als 60 Tierarten aus aller Welt. Die Flächen- und Artenangaben können sich im Lauf der Zeit ändern. An den Tier- und Erlebnispark angeschlossen ist der Sinnespark mit Barfußweg und Duftgarten.

Wandern und Aktivitäten im Vogelsberg

Im näheren Umfeld des Reiseziels, am Hoherodskopf, beginnt und endet am Informationszentrum ein GeoCaching-Parcours von fünf Kilometern. Er dauert etwa eine bis anderthalb Stunden und ist ab dem dritten Schuljahr geeignet. Die ebenfalls dort beginnende und endende GeoRallye ist acht Kilometer lang, dauert etwa drei bis dreieinhalb Stunden und behandelt mit Fragen und Aufgaben Umwelt, Natur und Technik. Sie kann auch mit dem Mountainbike absolviert werden. Die Nutzungsgebühr beträgt 10,00 € je GPS-Gerät beim GeoCaching und 12,00 € je Gerät bei der GeoRallye; ein Gerät ist für höchstens vier Personen vorgesehen. Die beiden Angebote unterscheiden sich damit sowohl in der Streckenlänge als auch im angegebenen Zeitbedarf.

Auch der Baumkronenpfad liegt im näheren Umfeld des Reiseziels auf dem Hoherodskopf. Der insgesamt 500 Meter lange Pfad führt über direkt an den Bäumen befestigte Seilbrücken. Von den Baumplattformen aus bieten sich Ausblicke über die Hügellandschaft des Vogelsbergs. Im Kletterwald Hoherodskopf können Natur- und Abenteuerliebhaber unter Anleitung geschulten Fachpersonals von Baum zu Baum klettern.

Im übergeordneten Reiseziel Vogelsberg führt die 14 Kilometer lange GipfelTour Schotten über vier Gipfel im Oberwald sowie durch artenreiche Bergmähwiesen und abwechslungsreiche Waldgebiete mit urwüchsigen Basaltformationen. Sie bietet einen längeren Wanderrahmen als die Aktivitäten am Hoherodskopf mit ihren angegebenen Distanzen und Zeiten. Der Vergleich hilft bei der Planung, ohne die Touren zu einer gemeinsamen Route zu verbinden.

Anreise zum Vulkaneum

Das Vulkaneum ist von den Bahnhöfen in Nidda, Lich, Lauterbach und Gießen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Von dort fährt ein Bus zur Haltestelle „Vulkaneum“; bis zum Eingang sind es von der Haltestelle etwa 50 Meter. Für die konkrete Anreise empfiehlt sich ein Blick auf den aktuellen Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Betzenrod, Michelbach, Homberg, Schlitz, Grebenau, Lauterbach, Herbstein, Gemünden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vogelsberg.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.