Somplar lässt sich über konkrete Baugeschichte einordnen: Die Evangelische Pfarrkirche am Homberg 3 ist ein markanter historischer Bezugspunkt des Ortes. Ein weiterer Somplarer Handwerksbezug führt ins nahegelegene Bromskirchen. Ergänzende Rad- und Wanderwege sowie Museen finden Sie im übergeordneten Reiseziel Allendorf (Eder).
Die Evangelische Pfarrkirche in Somplar
Der Grundstein der Kirche wurde 1950 gelegt. 1952 war der Bau fertiggestellt und wurde eingeweiht. Den Entwurf schuf der Kasseler Architekt Bolte; für die Innenraumgestaltung war der Somplarer Maler Degenhardt verantwortlich. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Beiträge zum Bau unterscheiden: die architektonische Planung und die Gestaltung des Kircheninneren.
Die Kirche ist ein schlichter Saalbau mit fünf segmentbogigen Fensterachsen. An den Gebäudeecken finden sich Grauwacke-Details; der markante Westturm ist vollständig aus Grauwacke gebaut. Die Materialangaben beziehen sich also auf unterschiedliche Teile des Gebäudes: auf die Eckdetails und auf den ganz aus Grauwacke errichteten Turm.
Auch die Einordnung in den historischen Ortskern gehört zur Baugeschichte: Die Kirche ist Teil des historischen Ortskernensembles und aus historischen Gründen als Kulturdenkmal in der Hessischen Denkmalliste verzeichnet. Bauzeit, beteiligte Gestalter, Gebäudefrom und Denkmalstatus geben Ihnen verschiedene Anhaltspunkte, um das Bauwerk einzuordnen.
Ein Somplarer Handwerksbezug in Bromskirchen
Im nahegelegenen Bromskirchen steht das historische Rathaus, das zwischen 1619 und 1621 errichtet wurde. Seine ornamentalen Holzschnitzereien stammen von Daniel Dornseif, einem Zimmermeister aus Somplar. So tritt der Ortsname in einem weiteren Bauzusammenhang auf: Bei der Kirche gestaltete der Somplarer Maler Degenhardt den Innenraum, beim Rathaus schuf der Somplarer Zimmermeister Dornseif die Schnitzarbeiten.
Die beiden Bauwerke stehen zudem für unterschiedliche Zeitabschnitte. Das Rathaus entstand im frühen 17. Jahrhundert, die Kirche mehr als drei Jahrhunderte später, von der Grundsteinlegung 1950 bis zur Einweihung 1952. Wenn Sie sich für Baugeschichte interessieren, lassen sich hier zwei verschiedene Aspekte betrachten: die ornamentale Holzarbeit am Rathaus und die klare Grundform mit dem Grauwacke-Turm in Somplar.
Ergänzende Ziele im übergeordneten Reiseziel Allendorf (Eder)
Der Linspher Radweg ist ein Rad- und Wanderweg zwischen Allendorf (Eder) und Bromskirchen. Seine Länge beträgt rund 9,2 Kilometer. Die Strecke ist vom motorisierten Verkehr getrennt, führt durch einen Tunnel und an einem Viadukt vorbei. Zu ihrem Verlauf gehören außerdem Felder, Wälder, Flüsse, Brücken und Täler. Die ungefähre Länge und die beiden Nutzungsarten geben Ihnen eine klare Orientierung für die Auswahl; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegebedingungen.
Ein anderes regionales Ziel ist das Heimatmuseum in der Bachstraße 15 in Allendorf. Es befindet sich in einem Fachwerkhaus, das 1851 erbaut und in den 1990er-Jahren renoviert wurde. Damit bietet das Museum einen eigenen Blick auf die Baugeschichte im übergeordneten Reiseziel Allendorf (Eder), getrennt von der Kirchengeschichte Somplars.
Das Dorfmuseum „Huffmanns Haus“ in Rennertehausen bewahrt Erinnerungen an die Entwicklung des Dorfes. Zu den Schwerpunkten gehören Wohnen und Arbeiten, Spinnen und Weben sowie Säen und Ernten. Besuche sind nach Vereinbarung möglich; stimmen Sie einen Termin vorab ab. So können Sie bei Ihrer Planung zwischen der Somplarer Kirche, dem Handwerksbezug in Bromskirchen und den eigenständigen Kultur- und Wegeangeboten im übergeordneten Reiseziel Allendorf (Eder) unterscheiden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bromskirchen.