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Bad Salzhausen verbindet eine ausgedehnte Parklandschaft mit Wegen, botanischen Besonderheiten und einer vielschichtigen Kurgeschichte. Für die Wahl Ihres Aufenthalts bietet der Ort mehrere Schwerpunkte: Sie können den Kurpark und seine Waldverbindungen erkunden, unterschiedliche Routen betrachten oder historische Bauwerke und Kunstwerke in den Blick nehmen.

Kurpark, Wald und zwei Wegelängen

Der 52 Hektar große Kurpark liegt in einer waldreichen Tallage am Fuß des Vogelsbergs. Er gehört zu den ältesten Anlagen seiner Art in Deutschland; ein seltener Pflanzen- und Baumbestand prägt die Parklandschaft. Spazierwege verbinden den Kurpark im Norden und Osten mit benachbarten Waldgebieten. Der Rabenstein ist der höchste Punkt der Gemarkung. Im Nordosten gehört der Parkwald zur schützenswerten Kurparkanlage.

Für die Wegplanung geben zwei unterschiedliche Streckenlängen Orientierung. Der 2,3 Kilometer lange Naturlehrpfad führt durch den Kurwald über den Söderköppel und den Rabenstein, am Schäferteich und an einem Feuchtbiotop vorbei. Informationstafeln vermitteln Wissenswertes zur Tier- und Pflanzenwelt. Die 6,2 Kilometer lange Vier-Teiche-Tour verbindet den Bergwerksteich, den Schäferteich, den Landgrafenteich und den Teich an der Trinkkurhalle. So unterscheiden sich die Routen sowohl in der Länge als auch in ihrem beschriebenen Schwerpunkt: hier Naturlehrpfad mit Informationstafeln, dort die Verbindung der vier Teiche.

Eine botanische Besonderheit des Kurparks ist der Echte Sellerie. Er gilt als direkter Vorfahr des Kulturselleries und ist in Hessen nur dort zu finden.

Gradierwerk und historische Kurarchitektur

Das historische Gradierwerk ist das letzte von ehemals sechs Gradierwerken in Bad Salzhausen. Früher wurde es genutzt, um Sole zu konzentrieren und zu reinigen, bevor diese in Pfannen zu Salz gesiedet wurde. Die Trinkkurhalle führt eine andere Baugeschichte fort: Ihr Kernbau stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde um 1830 zur Wandelhalle und zum Konzertsaal umgebaut. Diese Funktionen erfüllt die Trinkkurhalle noch heute.

Auch der Parksaal liegt im Oberen Kurpark. Hofbaumeister Moller errichtete ihn 1827 als klassizistischen Gesellschaftsbau; heute dient er als Veranstaltungsraum. Zusammen zeigen die beiden Bauten verschiedene Kapitel der örtlichen Kurgeschichte: die Nutzung der Sole und die späteren Wandel- und Veranstaltungsräume.

Im Unteren Kurpark wurde das denkmalgeschützte Brunnenhaus III für die Öffentlichkeit begehbar gemacht. Schautafeln und Exponate dienten der musealen Vermittlung der Mechanik und Wirkweise der rekonstruierten Stangenkunst. Der Skulpturenpark im Oberen Kurpark setzt einen künstlerischen Akzent: Zahlreiche Werke zeugen von Bildhauersymposien, die von 2007 bis 2015 im zweijährigen Wechsel mit Werkschauen stattfanden.

Im Glockenhaus mitten im Kurpark bietet die Malschule Schiele Unterricht im Malen und Zeichnen an. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den aktuellen Kursplan.

Einblicke im übergeordneten Reiseziel Nidda

Auch Nidda bietet eigene kulturelle Anknüpfungspunkte. Das Heimatmuseum Nidda gibt einen Überblick über die Geschichte der Stadt und ihrer Region; häufig ergänzen Sonderausstellungen das Angebot. Niddas Marktplatz mit historischem Brunnen, umliegenden Gässchen und renovierten Fachwerkbauten ist ein Ausgangspunkt für einen Stadtbummel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nidda.

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