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Eine dreistöckige Windmühle von 1869 und eine nur von außen zu besichtigende Wasserburg geben Hinte einen konkreten kulturgeschichtlichen Schwerpunkt. Hinzu kommen die spätgotische Kirche sowie benannte Möglichkeiten, zu Fuß und mit dem Rad unterwegs zu sein. Für Ihren Aufenthalt lässt sich damit zuerst eine praktische Wahl treffen: Soll die Ortsgeschichte im Mittelpunkt stehen, oder möchten Sie eine der beschriebenen Routen einplanen? Bei Mühle und Wasserburg gelten unterschiedliche Besuchsbedingungen, die Sie getrennt berücksichtigen sollten.

Mühle, Wasserburg und Kirche

Die Mühle in Hinte ist ein dreistöckiger Galerieholländer, erbaut 1869. In der Mühle können die Gemäldegalerie und das Friesenzimmer nach Anmeldung geöffnet werden; auch Mühlenführungen finden nach Anmeldung statt. Wenn Sie Innenräume oder eine Führung vorsehen, stimmen Sie die Anmeldung vor der Reise ab. So stehen am selben Ort die Bauform und ein an die Anmeldung gebundenes Innenangebot nebeneinander.

Die Wasserburg in Hinte wurde 1438 auf den Überresten der Osterburg erbaut und hat den Charakter einer ostfriesischen Häuptlingsburg bis heute bewahrt. Sie befindet sich in Privatbesitz und wird bewohnt; daher kann sie nur von außen besichtigt werden. Ihre Besuchsform unterscheidet sich damit von den Angeboten in der Mühle, die nach Anmeldung geöffnet werden können.

Die Kirche in Hinte ist eine Saalkirche mit polygonalem Chor. Sie wurde Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut und zählt zu den wenigen spätgotischen Kirchenbauten in Ostfriesland. Im Chor sind Reste spätgotischer floraler Ausmalung erhalten, darunter eine um 1500 entstandene Darstellung Christi als Weltenrichter. Das kelchförmige Taufbecken aus Sandstein stammt aus dem Jahr 1569. Die Zeitangaben setzen unterschiedliche Akzente: auf die Bauzeit der Kirche folgen die ungefähr datierte Darstellung und das später entstandene Taufbecken.

Zu Fuß und mit dem Rad

Der Nünepad bietet eine Wanderstrecke entlang des Knockster Tiefs bis nach Suurhusen und durch die Landschaft rund um Hinte. Für die Routenwahl sind damit sowohl der Wegverlauf als auch die Landschaft ein Orientierungspunkt. Die Radtour „Über’s Große Meer nach Emden“ startet in Hinte an der Windmühle. Hier ist die Fortbewegungsart eine andere, und der Startpunkt ist ausdrücklich benannt.

Wenn Sie Ihre Aktivitäten planen, können Sie zunächst nach der gewünschten Art des Unterwegsseins entscheiden: Der Nünepad ist als Wanderstrecke beschrieben, die Tour an der Windmühle als Radtour. So bleiben die beiden Möglichkeiten klar voneinander unterscheidbar, ohne sie als gemeinsames Programm vorauszusetzen. Nehmen Sie die Routen jeweils als eigene Option für Ihren Aufenthalt in den Blick.

Im übergeordneten Reiseziel Aurich

Als eigener Themenpunkt im übergeordneten Reiseziel Aurich ist die Naturschutzstation Fehntjer Tief ein außerschulischer Lernstandort für Umweltbildung sowie ein Ort der Begegnung und Öffentlichkeitsarbeit. Sie setzt sich für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft Fehntjer Tief ein. Im Frühjahr und Sommer können Schüler und Besucher die Pflanzen- und Vogelwelt der feuchten Wiesen bei Wanderungen mit dem Fahrrad oder zu Fuß erleben. Das denkmalgeschützte Gulfhaus an der Station ist ein typisches ostfriesisches Bauernhaus aus dem Jahr 1843.

Weitere Reiseziele entdecken: Suurhusen, Loppersum, Großheide, Upgant-Schott, Lütetsburg, Norden, Hagermarsch, Wrisse.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aurich.

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