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1769 ließ sich der erste Moorkolonist in Rechtsupweg nieder. Mit dieser frühen Ortsgeschichte beginnen mehrere eigenständige Themen: Mühlenbau, Kirchenarchitektur, das jährlich stattfindende Döschkefest und der Tiergarten setzen unterschiedliche Akzente. Rechtsupweg ist eine ehemalige Moorgemeinde mit einer Streusiedlung – Geschichte und Siedlungsform gehören damit gleichermaßen zum Bild des Ortes.

Ortsgeschichte und Siedlungsform

Ein Jahr nach der Niederlassung des ersten Moorkolonisten, 1770, folgten sechs weitere. Zusammen gelten die sieben Siedler als Begründer des Ortes. Die beiden Jahreszahlen machen die Abfolge der frühen Besiedlung greifbar: Auf den ersten Siedler folgte eine Gruppe, die gemeinsam mit ihm die Ortsgründung prägte. Dazu passt der Charakter Rechtsupwegs als ehemalige Moorgemeinde mit Streusiedlung. Die Moorvergangenheit und die über den Ort verteilte Siedlungsform bieten zwei unterschiedliche Perspektiven auf seine Entwicklung. Wer sich für lokale Geschichte interessiert, kann so sowohl den frühen Siedlungsbeginn als auch die Gestalt des Ortes in den Blick nehmen.

Mühlengeschichte und Architektur

Die Rechtsupweger Mühle wurde 1926 als einstöckiger Galerieholländer mit Steert erbaut. Baujahr und genaue Bauform machen sie zu einem konkreten Thema für alle, die sich für Mühlen und ihre Bauweise interessieren. Die Mühle ist in Privatbesitz und für eine Restaurierung vorgesehen. Der Mühlenstumpf einer ehemaligen Windmühle in Rechtsupweg steht unter Denkmalschutz.

Einen weiteren Zugang zur Baugeschichte bietet die Johanneskirche. Der rechteckige, ziegelverblendete Stahlbetonskelettbau wurde 1963/64 nach Plänen des Architekten Gerald Marquardt aus Norden errichtet und am dritten Advent 1964 eingeweiht. Auch ihre künstlerische Gestaltung lässt sich an konkreten Details beschreiben: Die abstrakten Buntglasfenster stammen von Max Hermann aus Oldenburg. An der Altarwand befindet sich ein abstraktes Ziegelsteinmosaik mit dem Titel „Das himmlische Jerusalem“. Bauform, Material und Kunstwerke ergeben zusammen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Betrachtung der Kirche.

Döschkefest und Tiergarten

Auf dem Dorf- und Marktplatz im Zentrum von Rechtsupweg findet jährlich das „Döschkefest“ statt. Beim Fest kann traditionelle Handwerkskunst besichtigt werden. Wenn Sie das Fest in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine; das konkrete Programm kann variieren.

Als Ausflugsziel ergänzt der Tiergarten die historischen und kulturellen Themen des Ortes. Dort gibt es Streicheltiere, Vögel, Lamas, Affen und viele weitere Tiere. Die Tierbestände können sich ändern. Wenn Ihnen eine bestimmte Tierart besonders wichtig ist, erkundigen Sie sich deshalb vorab nach dem aktuellen Bestand.

Natur- und Kulturbezug im übergeordneten Reiseziel Aurich

Im übergeordneten Reiseziel Aurich ist die Naturschutzstation Fehntjer Tief ein außerschulischer Lernstandort für Umweltbildung sowie ein Ort der Begegnung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Station setzt sich für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft „Fehntjer Tief“ ein. Im Frühjahr und Sommer können Schüler und Besucher die Pflanzen- und Vogelwelt in den feuchten Wiesen bei Touren zu Fuß oder mit dem Fahrrad erleben. An der Station steht außerdem ein denkmalgeschütztes Gulfhaus: ein typisches ostfriesisches Bauernhaus aus dem Jahr 1843.

Weitere Reiseziele entdecken: Marienhafe, Wrisse, Aurich, Großefehn, Hagermarsch, Wiesmoor, Lütetsburg, Südbrookmerland

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